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  • Irland - alles, was man über die Invasion Irlands wissen muss - 5 wichtige, wenig bekannte Fakten

    Die meisten Menschen kennen die turbulenten Ereignisse Englands im Jahr 1066, die "Schlacht von Hastings", die Eroberung Englands durch Wilhelm, den Eroberer. Aber wie viel weiß man über "die andere normannische Eroberung", die ein Jahrhundert nach der Schlacht von Hastings gestartet wurde? Irlands wird besetzt Über 800 Jahre ist es her, dass die Iren nahezu tatenlos ihrer Invasion durch die Engländer zusehen mussten. Die anglo-normannische Invasion 1169 trifft die Iren hoffnungslos unvorbereitet. Mit Steinen bewerfen sie die normannischen Ritter, die von Kopf bis Fuß durch Kettenhemden und anderen Schutz gekleidet sind. "Invasion", "Eroberung", so wird dieses furchtbar prägende Ereignis genannt, tatsächlich aber folgten die Normannen der Einladung eines abgesetzten irischen Königs. Es ist der ehemalige Leinster-König Dermot MacMurrough, der die Normannen regelrecht nach Irland bittet. Die wahren Gründe, warum der englische König Irland besetzte Fakt 1: Zur Invasion Irlands lädt allen Ernstes ein irischer Ex-König ein Irland ist im 12. Jahrhundert in bis zu 150 (sic!) Mini-Königreiche zersplittert. Der militärisch potentere König herrscht jeweils über eine der fünf Provinzen (Leinster, Ulster, Connacht, Munster, Meath), über die wiederum ein " Hochkönig " (eher ein Ehrentitel) regiert. Der König von Leinster, Diarmuid na nGall, anglisiert Dermot MacMurrough, verliert nach einer Schlacht sein Königreich und die Provinz Leinster. Dermot ist ein übler, skrupelloser Zeitgenosse, Mörder und dazu noch ein schlechter Verlierer. Er überfällt die Abtei Kildare, lässt viele Menschen erschlagen, zündet die Kirche an, lässt die Äbtissin von seinen Soldaten vergewaltigen und setzt seine Nichte als Äbtissin ein. Später blendet und/oder ermordet er 17 Edle von Leinster, die sich gegen seine tyrannische Herrschaft aufgelehnt hatten. Vor allem aber erklärt er sich zum "Hochkönig von Irland". Nachdem er eine entscheidende Schlacht verloren hat, flieht er mit seiner Tochter ins englische Bristol, um den englischen König Heinrich II .  zu bitten, ihm bei der Rückeroberung seines verlorenen Königreichs zu helfen. Doch Heinrich II. ist bereits nach Frankreich aufgebrochen. Dermot reist ihm hinterher. Heinrich II. lässt Dermot wissen, er könne sich in England Unterstützung suchen. Also versucht er die Unterstützung von Richard Strongbow  zu bekommen. Da Richard und seine Verwandten gerade finanziell ein wenig klamm sind, kommen Dermots Versprechen gerade recht, dass da lautet: Richard darf Dermots Tochter Aoife heiraten, die strategisch wichtige Burg Dunamase gibt's noch obendrauf und nach Dermots Tod, soll auch das zurückgewonnene Königreich an Strongbow fallen. Fakt 2: Die Invasionsarmee ist anfangs winzig Im Mai 1169 beginnt die Invasion Irlands mit nur 360 Mann (60 Waffenknechte, 300 walisische Bogenschützen) unter der Führung von Robert FitzStephen , der wiederum von 30 Rittern begleitet wurde. Diesen Profis stehen in der Bannow Bay, nahe Wexford, Bauern und Händler gegenüber, die weder über die notwendige militärische Strategie, Taktik noch Disziplin und moderne Waffen verfügen. Erst am nächsten Tag kommt weitere normannische Unterstützung. Maurice de Prendergast  landet mit 10 Rittern und 60 walisischen Bogenschützen in der Bannow Bay. So nach und nach werden die Truppen mit ungefähr 500 Soldaten, die von Dermot kommandiert werden, aufgestockt. Als die Normannen einmarschieren, leisten viele irische Clanchefs keinen Widerstand, da sie glauben, Heinrich II. würde ihnen ihre Ländereien lassen. Darüber hinaus sind sie auch viel zu beschäftigt, sich untereinander zu bekämpfen; ergo "leichtes Spiel für Invasoren". Fakt 3: Die Invasoren kämpfen mehr mit Wikingern als mit Iren Die Normannen kämpfen zunächst mehr mit den Wikingern, die sich "Ostleute" nennen, als mit Iren. Robert FitzStephen erobert 1169 die Wikingerstadt Wexford, Ramond de Carew ist siegreich über die "Ostleute" in Dublin und Waterford. 1171 besiegen die Normannen auch die Wikinger von den Orkney Inseln, den Hebriden und der Isle of Man. Fakt 4: Der englische König will ursprünglich die Invasion Irlands verhindern Richard de Clare und Heinrich II. waren uneins über die irische Invasion. Heinrich hatte bereits einen Krieg in Frankreich und schwere Verluste in Wales an der Backe. Er konnte und wollte keine neue Invasion. Doch dass ein Teil seiner Barone nun außerhalb seines Reiches eigene Territorien aufbauten und sich anschickten, gar ein eigenes Königtum zu gründen, heiterte ihn nicht gerade auf. Die Vorstellung, dass Richard de Clare als König von Irland fungieren könnte, erfüllt Heinrich II. mit Grauen. Er erlässt daher einen Bann für de Clare. De Clare darf Wales nicht verlassen. Doch Richard de Clare ignoriert die königliche Weisung und segelt im August 1170 nach Irland. Wexford und Dublin fallen an die Normannen und er heiratet Aoife, Dermots Tochter. Heinrich II. ist ausser sich und verhängt Handels- und Reiserestriktionen über Irland. Jeder normannische Soldat, der bis Ostern 1171 nicht nach England zurückkehre, werde als vogelfrei erklärt und seine Besitztümer werden konfisziert, lässt Heinrich verlautbaren. Ohne Erfolg. Ein weiterer Grund für Heinrich II. nun mit einer Armee nach Irland zu segeln, um Richards Rücktritt zu erzwingen. Fakt 5: Ein Mord und der wichtigste und wohl entscheidende Grund, warum Heinrich II. Irland besetzt Heinrich II. versucht Kontrolle über die englischen Geistlichen auszuüben, insbesondere über Thomas Becket , den Erzbischof von Canterbury . Becket ist Heinrichs Berater und Lordkanzler. Per Eid will Heinrich Becket und seine Gefolgsleute dazu zwingen, sich den „Sitten des Reiches“ zu unterwerfen. Es war und bleibt umstritten, was diese Sitten sein sollten, die Kirche verweigert eine Unterwerfung unter den König. Auf dem Krankenbett ruft Heinrich: „Was für elende Drohnen und Verräter habe ich in meinem Haushalt durchgefüttert, die ihren Herren von einem dahergelaufenen Priester mit solch beschämender Verachtung behandeln lassen?“ Heinrichs Ritter interpretieren dies als Aufforderung des Königs, Becket zu töten . Sie ermorden Becket am 29. Dezember 1170. Heinrichs Ansehen in England ist damit massiv beschädigt. Auch der Papst ist ausser sich und Heinrich muss sich einer demütigenden Geißelung in Canterbury unterziehen, dazu noch eine ganze Nacht am Grab von Thomas Becket auf den Knien liegend beten. Auch wird ihm die Exkommunikation angedroht. Heinrich lässt alle Häfen schließen, der Papst und seine Soldaten sollen ihn nicht finden. Schließlich geht er nach Wales und segelt von dort mit 4000 Männern nach Irland. In Irland verlangt er Gehorsam von seinen allzu selbständig gewordenen Baronen und gälischen Königen. Teile Irlands vergibt er an seine Günstlinge; Wexford, Waterford und Dublin behält er für sich. Die keltisch geprägte Religion Irlands lässt er "auf römisch-katholische Linie" bringen und die Iren müssen erstmals den Zehnten bezahlen bzw. nach Rom schicken. Auf diese Weise ist ihm auch der Papst wieder wohlgesonnen. Heinrichs Kalkül geht auf Der Papst vergibt ihm, freut sich über die neue Einnahmequelle in Irland und gewährt Heinrich die Herrschaft über Irland. Die Invasion Irlands sei auch Gottes Urteil über die Iren für ihre ungöttliche Praxis der Sklaverei. Mehr darüber in " Schon gewusst? Die vergessene Geschichte: Irland und die Sklaverei " So ist letztendlich Heinrichs Mord an Thomas Becket der treibende Grund für die Invasion Irlands. Hinzu kommt Strongbow, der Aoife heiratet und 1171 das Erbe Dermots antritt, damit wird Strongbow König von Leinster, der erste normannische Herrscher in Irland. Die Fremdherrschaft beginnt ... Die normannischen Herren übernehmen nach und nach einige Ländereien irischer Clans. Sie kontrollieren alles, weil sie über gute Waffen wie z. B. Armbrüste verfügen sowie durch ihre Rüstungen und Burgen gut geschützt sind. Ihre Burgen bauen die Normannen meist erhöht, zunächst auss Holz und später aus Stein. Diese starken Burgen machen es irischen Clans schwer, die Normannen anzugreifen. Festzuhalten bleibt auch: Die Normannen kontrollierten den Osten Irlands, haben aber nie ganz Irland erobert. Zusammenfassung Fakt 1: Zur Invasion Irlands lädt allen Ernstes ein irischer Ex-König ein Fakt 2: Die Invasionsarmee ist anfangs winzig - alles hätte noch verhindert werden können Fakt 3: Die Invasoren kämpfen zunächst mehr mit Wikingern als mit den Iren Fakt 4: Der englische König will ursprünglich die Invasion Irlands verhindern Fakt 5: Ein Mord - der wichtigste und wohl entscheidende Grund, warum Heinrich II. Irland besetzt Kleiner Exkurs: Wer waren die Normannen und woher kamen sie? Die Normannen stammen von den norwegischen/dänischen Wikingern ab. Sie ließen sich verstärkt in Nordfrankreich (Normandie) nieder und gründeten mit der Zeit Familien mit den ansässigen Französinnen. Normannisches Territorium wuchs schnell, da die Normannen geschickte, sehr gut trainierte Krieger waren. Nachdem sie Land in Frankreich erobert hatten und zuversichtlich waren, dass sie es gut im Griff hatten, dehnten sie 1030 ihr Herrschaftsgebiet auch auf Italien aus. 1099 war auch der größte Teil Süditaliens in normannischer Hand. Zur Geschichte gehört auch, dass sie viele Schulen, Klöster, Kathedralen und Kirchen in Italien, England und Irland gründeten. Heutzutage können wir immer noch die vielen Burgruinen in England, Wales und Irland bewundern, die sie einst zur Verteidigung ihrer Eroberungen bauten. Die Eroberung Englands war für die Normannen die wichtigste, denn sie brachte den Königstitel mit sich. Was haben die Normannen für Irland getan? Teilweise führten sie die englische Sprache ein, obwohl manche von ihnen nach wie vor Französisch sprachen. Ihnen verdankt England und Irland das Common Law und wie gesagt, sie hinterließen imposante Burgen. Eine der wichtigsten normannischen Burgen ist in Trim, Co. Meath, zu bewundern, wo Hugh de Lacy lebte. Trim Castle ist die Hauptburg der Normannen in Irland - siehe auch: Mit Mel Gibson in Trim Castle ; andere sind King John's Castle , Dunamase und Carrickfergus Castle . Einige der berühmten Städte wie Kilkenny und New Ross sind ebenfalls normannisches Erbe. Viele Normannen beginnen im Laufe der Zeit, Irisch zu sprechen, Irinnen zu heiraten und irische Bräuche anzunehmen. 1366 wird es Normannen in Irland vom englischen König verboten, Irisch zu sprechen, sich wie die Iren zu kleiden oder irische Bräuche anzunehmen ( Statuten von Kilkenny ). Es nützt aber nichts, die Normannen werden irischer als die Iren selbst. Beispiele für mächtige Normannen-Familien in Irland sind die Fitzgeralds von Kildare, die Geraldines von Munster, die Earls of Desmond, Earls of Ormond und Earls of Kildare. Die Schlacht von Baginbun ist der entscheidende Moment der normannischen Eroberung Irlands. Hier entschied sich Irlands Schicksal und so kennen alle Iren den Satz: "‘By the creek of Baginbun, Ireland was lost and won." Nur mit viel Glück siegten die Normannen, es hätte auch anders ausgehen können. Doch so sind von nun an ein irischer Ex-König und die Normannen auf tragische Weise für immer mit Irland und seiner Geschichte verbunden. Quellen https://de.wikipedia.org/wiki/Anglonormannische_Eroberung_von_Irland https://www.libraryireland.com/irishnationality/norman-invasion.php https://www.twinkl.ie/teaching-wiki/the-normans https://www.irishtimes.com/news/ireland/irish-news/marking-the-norman-invasion-of-ireland-850-years-and-counting-1.3877350 https://myrealireland.com/irish-knowledge/the-norman-conquest-of-ireland/ https://en.wikipedia.org/wiki/Henry_II_of_England https://en.wikipedia.org/wiki/Anglo-Norman_invasion_of_Ireland https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_FitzStephen https://en.wikipedia.org/wiki/Rhys_ap_Gruffydd https://en.wikipedia.org/wiki/Richard_de_Clare,_2nd_Earl_of_Pembroke https://en.wikipedia.org/wiki/Diarmait_Mac_Murchada https://en.wikipedia.org/wiki/Siege_of_Wexford_(1169) https://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Tara_(Ireland) https://en.wikipedia.org/wiki/Norse%E2%80%93Gaels https://en.wikipedia.org/wiki/Kingdom_of_Dublin https://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Clontarf https://en.wikipedia.org/wiki/Raymond_FitzGerald https://www.twinkl.ie/teaching-wiki/the-normans https://www.military-history.org/fact-file/10-things-you-didnt-know-about-the-norman-conquest-of-ireland.htm

  • Irland - zauberhaftes Ardmore nahe Cork und Waterford

    Ardmore, im sonnigen Südosten Irlands gelegen, nahe Cork und Waterford, verzaubert Besucher immer wieder mit seiner Vielfalt. Die Stadt gilt als erste und älteste christliche Siedlung Irlands und kann sowohl mit einem wunderschönen Strand, als auch mit dem fabelhaften Ardmore Klippenweg, einem Rundturm, einem Schiffswrack und einem lieblichen historischen Dorf aufwarten. Wir stellen die Sehenswürdigkeiten des Ardmore Cliff walks vor und machen einen kurzen Schlenker zu Sir Walter Raleighs dort begangenen Grausamkeiten und den vielen Schiffswracks vor Ardmores Küste. Warum Sir Walter Raleigh 117 Iren in Ardmore erhängen ließ Sir Walter Raleigh wird von seinen Landsleuten als einer der größten Schurken des elisabethanischen Zeitalters betrachtet. Er macht sich einen zweifelhaften Namen im Kampf gegen die Iren in der Provinz Munster; später wird er bei Hofe eingeführt und zu einem Liebling von Königin Elisabeth I. Zwischen 1579 und 1602 ist er in Irland tätig und nimmt an der Niederschlagung des Desmond (Fitzgerald)-Aufstands teil, siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Desmond-Rebellionen . Seine Briefe belegen, dass er für eine rücksichtslose Politik gegen die Iren eintritt und stets empfahl, das Problem der irischen Rebellen mittels Mord zu lösen. Drei Jahrzehnte nach der Belagerung, als Raleigh in Ungnade gefallen war, wurde seine Beteiligung an diesem Massaker in einem seiner Prozesse als Anklagepunkt gegen ihn vorgebracht. Raleigh argumentierte, er sei "verpflichtet gewesen, den Befehlen seines vorgesetzten Offiziers zu gehorchen", konnte sich aber nicht entlasten und wurde am 29. Oktober 1618 hingerichtet. "Gerechte Strafe" für Raleigh? Von 1591 bis 1593 ist Ardmore im Besitz dieses werten Herrn. 1642 verschanzt sich die irische Rebellenarmee in der Kirche und im Rundturm von Ardmore, als sie von den Engländern belagert werden. Schließlich müssen sich die Iren ergeben. 117 der 154 Aufständischen lässt Raleigh auf der Stelle hängen. Für seine "Verdienste" in Irland erhält er 42.000 Acres im Blackwater-Tal und die Städte Youghal und Lismore. Youghal ist seit der normannischen Wikingerzeit eine ummauerte und sehr wichtige Handelsstadt und ein Hafen. Der Legende nach brachte Raleigh die Kartoffel nach Irland und pflanzte sie in seinem HausMyrtle Grove in Youghal, Co Cork, an. Das scheint jedoch historisch nicht korrekt zu sein. Wahr ist jedoch, dass Raleigh den Tabak in Europa einführt. Die Anfang des 20. Jahrhunderts gegründete Imperial Tobacco Company nutzt Raleighs Erbe schamlos aus und benennt eine Wohnsiedlung, die sie 1925 für ihre Mitarbeiter in Crumlin (Dublin) errichtet, "Raleigh Square", aber wir wollen nicht abschweifen ;-) Raleighs Beziehung zu Irland ist von Konflikten und Kolonisierung geprägt. Seine Teilnahme an der Belagerung von Smerwick im Jahr 1580, bei der Hunderte von irischen Rebellen rücksichtslos niedergemetzelt werden, gilt als weiteres Beispiel für die Brutalität der englischen Herrschaft in Irland und zeigt auch, wessen Geistes Kind Raleigh war. Auf den Spuren der Geschichte wandeln - Ardmore Cliff walk Der Ardmore Cliff Walk ist ein leichter, sehr lohnenswerter Rundweg von vier Kilometern. Zu sehen gibt es u.a. ein herrliches Küstenpanorama, frühchristliche Stätten, einen Oghamstein, einen Aussichtsposten aus der napoleonischen Zeit, einen Wachturm aus dem 20. Jahrhundert und ein Schiffswrack von 1987. Der Wanderweg beginnt und endet am Cliff House Hotel . Nach einem kurzen Anstieg sieht man bereits den Friedhof mit dem Rundturm , der in fünf Etagen zu einer Höhe von 30 m aufsteigt und einer der am besten bewahrten seiner Art ist. Östlich der Kirche liegt das kleine St. Declan’s Oratory , das 1716 wieder überdacht wurde. Es wird angenommen, dass es sich um die Grabeskirche von St. Declan handelt. Eine Vertiefung in der südöstlichen Ecke wird als sein Grab ausgewiesen. Die Inschrift des Oghamsteins lautet: "LUGUDECCAS MAQI MUCOI NETA SEGMONAS DOLATIBIGAISGOB" , was "von Dolativix, dem Sohn des Schmieds Lugud, Stammesangehöriger von Nia Segaman" heißen soll. In ganz Irland sind Steine mit Ogham-Schrift zu finden. Alles, was man über die irischen Ogham-Steine wissen muss findet ihr hier . Folgt man dem Cliff Path weiter, kommt man zu einem Aussichtsturm , der ursprünglich als Frühwarnsystem während der napoleonischen Kriege errichtet wurde. Dezembersturm und Schiffbruch Im Dezember 1987 kommt das Kranschiff Samson in der Nähe des Dorfes in einen fürchterlichen Sturm. Es sollte ursprünglich von Liverpool nach Malta geschleppt werden, doch hier in Ardmore ist die Reise zu Ende. Das Kranschiff läuft auf Grund. Schiffbruch. Heute ist das Wrack ein beliebtes Tauchrevier. In der Bucht gibt es noch viele weitere, ältere Wracks wie z. B. die Marechal de Noailles , die Bandon , Peri , die Scotland, Sextusa, Peg Tranton sowie Anne Sophie und die Fee des Ondes . Letztere war ein französischer Trawler (300 Tonnen), der am Sonntag, den 27. Oktober 1963, in Ardmore Schiffbruch erleidet. Sie schlägt 300 m vor der Landspitze von Ardmore auf Felsen auf. Alle Bemühungen das Schiff zu bergen schlagen fehl. Der Cork Examiner schreibt: "Zwei Franzosen wurden mit einem Rettungsboot gerettet, und sieben Besatzungsmitglieder, eines davon fünfzehn Jahre alt und auf seiner ersten Reise, wurden mit einem Schlauchboot vor dem Strand von Ardmore, Co. Waterford gestern Morgen gerettet." Den verbliebenen Kiel der Fee des Ondes kann man bei Ebbe am Hauptstrand von Ardmore immer noch gut sehen. Das Schicksal der SS Ary und ihrer Besatzung 1947 ist das Jahr des großen Kälteeinbruchs. Schwere Schneestürme bringen das Leben in Irland und ganz Europa praktisch zum Erliegen. Verschärft wird die Krise durch den Mangel an Treibstoff und Lebensmitteln im Jahr unmittelbar nach dem Krieg. Schneestürme blockierten Straßen- und Bahnstrecken und legen Strom- und Telefonleitungen lahm. In Clonmel stellt die G.A.A. fest, dass jemand ihre Torpfosten gestohlen hat, vermutlich, um sie als Brennstoff zu verwenden. Das Schiff der irischen Navy, die Irish Plane , strandet in der Nähe von Ballycotton, und in Cork City laufen junge Leute Schlittschuh auf dem zugefrorenen Lough. Der Kälteeinbruch dauert über zwei Monate und führt dazu, dass viele Dörfer, darunter auch Ardmore , zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten sind. Ein besonderer Tag jedoch, der vielen Menschen in Ardmore in Erinnerung geblieben ist, ist der Dienstag, 18. Februar 1947. An diesem Tag werden elf Seeleute auf dem Friedhof von Ardmore beigesetzt, nachdem der Dampfer Ary untergegangen war. Am Morgen des 8. Februar verließ die Ary Port Talbot in Glamorganshire, Südwales, mit 600 Tonnen Kohle auf dem Weg zum Hafen von Waterford. Das Schiff kommt nicht wie geplant am Sonntag in Waterford an, und da es in den nächsten Tagen keine Nachrichten gibt, meldet Lloyd's das Schiff als vermisst. Mittwoch, den 12. Dezember, gegen 8:00 Uhr morgens, geht ein Rettungsboot in Ballymacart in Old Parish an Land; darin Jan Dorucki, ein 19-jähriger Seemann, der an Unterkühlung leidet und zusammengebrochen war. Mit letzter Kraft klettert er die steile Klippe hinauf und taumelt in das Bauernhaus der Familie Hourigan. Anschließend wird er in das Bezirkskrankenhaus von Dungarvan gebracht, wo er dem Vertreter von Lloyd's seine Geschichte erzählt. Der Untergang der SS Ary Die Ary hatte Port Talbot am Samstagmorgen mit einer Ladung Kohle verlassen. Aufgrund des schweren Wetters verrutschte die Ladung, und am Abend kam es zu einer Schlagseite nach Backbord. Die Bemühungen, das Schiff aufzurichten, bleiben jedoch erfolglos, und um Mitternacht, kurz bevor das Schiff sinkt, gehen sie in die Boote. Von der 15-köpfigen Besatzung befinden sich neun Männer, darunter Jan, im Backbord-Rettungsboot. Das Schicksal des Steuerbord-Rettungsboots und der anderen sechs Männer, darunter der Kapitän, bleibt unbekannt. Als sie das Schiff etwa 100 Meter entfernt sinken sehen, hören Jan und seine Kameraden die Rufe der anderen, können aber nichts tun, um zu helfen, da sie weder Ruder noch Segel oder Motor im Boot haben. Die meisten der Männer sind nur leicht bekleidet, da sie das Schiff in aller Eile verlassen mussten. In jener Nacht treiben sie auf rauer See und im kalten Ostwind mit Schneeschauern. Jan zieht eine Plane über sich und schläft ein. Als er am nächsten Morgen aufwacht, stellt er fest, dass er als einziger in dem Boot noch lebt; die anderen acht Männer sind tot. Aus Angst vor den Toten wirft Jan die Leichen über Bord. Er treibt weiter. Mittwochmorgen dann strandet das Rettungsboot ans Ufer von Ballymacart. Donnerstag läutet bei Lloyds in London die Glocke, um den Untergang der Ary zu verkünden - just zu dieser Zeit wird die erste Leiche in Ardmore angespült. Die bei dem Mann gefundenen Papiere weisen ihn als José Guisado-Mejais aus Spanien aus. Der Gerichtsmediziner von West Waterford, Dr. Daniel McCarthy, stellt fest, dass der Tod durch Ertrinken und nicht durch Erfrieren eingetreten war. Am Samstag wird José auf dem St. Declan's Cemetery in Ardmore beigesetzt. Im Laufe des Wochenendes werden elf weitere Besatzungsmitglieder zwischen Ardmore und Youghal an Land gespült. Alle Leichen trugen Schwimmwesten, und auch diesmal wurde der Tod durch Ertrinken festgestellt, nicht durch Erfrieren. Die Untersuchungen fanden wie damals üblich im nächstgelegenen Gasthaus statt. Das ist nur eine der traurigen Geschichten, die sich hinter den Gräbern auf Ardmores St. Declan's Friedhof verbergen. Ähnlich tragisch ist das Schicksal der Menschen der SS Folia, die von einem deutschen U-Boot torpediert wird. Eine Geschichte, die uns mehr als 100 Jahre zurück versetzt. Zwei Kapitäne auf gegnerischen Seiten, Matrosen, die ihr Leben verlieren und ein Schiffswrack, das nur wenige Kilometer vor der Küste von Ardmore still und friedlich auf dem Grund liegt. Siehe auch: Der Untergang der SS Folia Zwischen 1914 und 1918 wurden mindestens siebzehn Schiffe vor Ardmore torpediert und versenkt - dabei starben über 100 Menschen. Darüber hinaus wurde das Schiff Kenmare 1915 von einem deutschen U-Boot gejagt, konnte aber entkommen. Weiter entlang des Weges findet man die Pater O'Donnell's Quelle . Sie ist bei Einheimischen und Besuchern gleichermaßen bekannt, da er in Dysert am Ende des Abschnitts des Klippenwegs liegt, an der Ostseite der kleinen Bucht, nahe dem "Castle" genannten Wachturm der Küstenwache. Der Baldachin des Brunnens stammt aus dem Jahr 1928, als ein Herr J. P. Rahilly aus Limerick einige Zeit in Ardmore verbrachte und beschloss, den Ort zum irischen Lourdes zu machen. Niemand weiß heute mit Sicherheit, wer dieser Pater O'Donnell war. Ein Pater John O'Donnell war von 1911 bis 1914 Pfarrer in Ardmore, aber er hatte keine Verbindung zu dem Brunnen. Dem Wasser werden große heilende Kräfte zugeschrieben, besonders bei Augenleiden. Dem County Waterford Museum ist zu entnehmen, dass der örtliche Arzt, Dr. Foley, erstaunt gewesen sein soll, dass seine Patienten, die mit dem Verlust des Sehvermögens bedroht waren, Verbesserungen oder sogar Heilung erfuhren, wenn sie das Wasser dieser Quelle nutzten. Als nächstes erspäht man den verlassenen Aussichtsturm der Küstenwache aus dem 20. Jahrhundert. An einen Stuhl nebst Mini-Ofen wurde auch gedacht. :-) Wal- und Delphinsichtungen sind auf einer Tafel fein säuberlich notiert. Also, einfach mal die Aussicht genießen und vielleicht habt ihr ja Glück und seht Delphine oder sogar einen Wal?! Schließlich führt der Weg zu St. Declan's holy well , die zu einer Einsiedelei gehört. Vor der Kulisse der Ardmore Bay bieten der wundertätige Brunnen und die Ruine der Einsiedelei auf dem versteckten Pfad einen Blick in die Vergangenheit. Der aus dem 5. Jahrhundert stammende Brunnen, der dem heiligen Declan gewidmet ist, diente als Taufbecken und spielte eine entscheidende Rolle bei der Christianisierung der Gegend. Noch heute besuchen viele Anhänger die Einsiedelei am 24. Juli und trinken das Brunnenwasser. Am Ende erblickt man bei Ebbe noch den St. Declan's Stein , der ganz wundersam über den Ozean schwamm und die Glocke trug, die ein Diener vergessen hatte. Wo immer dieser Stein ans Ende seiner Reise kommen würde, dort werden Platz sein, wo St. Declan den Bischofssitz begründen würde. So wurde Ardmore Irlands erste christliche Siedlung im frühen 5. Jahrhundert. Quellen https://www.ardmorewaterford.com/the-fee-des-ondes/ https://www.waterfordmuseum.ie/exhibit/web/Display/article/331/1/The_Ardmore_Journal_St_Declans_Church_Ardmore_.html https://www.history.com/topics/exploration/walter-raleigh https://www.theirishstory.com/2015/09/30/the-desmond-rebellions-part-ii-the-second-rebellion-1579-83/ https://en.wikipedia.org/wiki/Ard_na_Caithne https://en.wikipedia.org/wiki/Siege_of_Smerwick https://clarechampion.ie/the-massacre-at-dun-an-oir/ https://en.wikipedia.org/wiki/Siege_of_Carrigafoyle_Castle https://www.libraryireland.com/HullHistory/DesmondRebellion1.php

  • Irlands maritime Tragödien - der Untergang der SS Folia

    Ardmore, nahe Cork und Waterford wartet mit einer Fülle von herrlichen Ausblicken auf das Meer, schönen Stränden und einer historisch reichen Vergangenheit auf. Weniger bekannt ist, welche tragischen Geschichten diese Küste erzählt. Eine davon ist die Geschichte vom Untergang der SS Folia . Es ist die Geschichte zweier Schiffe, deren Wege sich zufällig kreuzen, eine Geschichte zweier Kapitäne auf gegnerischen Seiten. Sieben Seeleute verlieren ihr Leben und ein Schiffswrack liegt nun wenige Kilometer vor der Küste von Ardmore still und friedlich auf dem Meeresgrund. Die SS Folia kurz vorgestellt 6560 Bruttotonnen, über 130 Meter lang, 16 Meter breit, zwei Schornsteine, zwei Masten, zwei Schrauben und eine Geschwindigkeit von 14 Knoten. Sie bot Platz für 120 Passagiere der 1. Klasse und 1.900 Passagiere der 3. Klasse. Im Jahr 1915 wird sie an die Cunard Line verkauft und in "Folia" umbenannt. Am 11. März 1917 bahnt sie sich den Weg von New York nach Bristol. Vor der Küste von Ardmore trifft sie ein Torpedo. Das deutsche U-Boot U-53 hat sieben Menschenleben auf dem Gewissen. Das zweite Schiff in unserer Geschichte - "U-53" Die U-53 wird am 22. April 1916 in Dienst gestellt; ein U-Boot der Klasse U-51 , mit einer Geschwindigkeit von über 30 Km/h an der Oberfläche und rund 17 Km/h auf Tauchfahrt. Testtiefe von 50 Metern. Die Besatzung besteht aus 36 Matrosen; sie ist mit 4 × 50 cm Torpedorohren (zwei am Bug, zwei am Heck), 7 Torpedos und 2 × 8,8 cm Deckskanonen (3,5 Zoll) bewaffnet. Die Kapitäne - Kapitän Francis Inch und Kapitän Hans Rose Über Kapitän Francis J. D. Inch von der SS Folia ist nicht viel bekannt. Er wurde am 30. Mai 1877 geboren. Der Kapitän eines anderen Schiffs äußert sich über Inch wie folgt: "Kapitän Inch war ein sehr guter Seemann, bis zu einem gewissen Grad mutig und von einem feinen Pflichtgefühl durchdrungen. Ich glaube, ich kann sagen, dass ich nie einen fähigeren oder kompetenteren Ersten Offizier hatte". 1929 zieht sich Inch von der Seefahrt zurück. Er stirbt mit 53 Jahren im Jahr 1932. Die U-53 wird von Hans Rose kommandiert, geboren am 15. April 1885. Er soll einer der angesehensten, hochdekorierten und erfolgreichsten deutschen U-Boot-Kommandanten während des Ersten Weltkriegs gewesen sein. Rose erwirbt sich großen Respekt sowohl bei anderen U-Boot-Kommandanten als auch bei denjenigen, die auf den Schiffen fuhren, die er angreifen sollte. Vor allem wird er für seinen Sinn für Fairness und Menschlichkeit gefeiert. Es heißt über ihn, dass er, wenn er ein Schiff torpedierte, wartete, bis alle Rettungsboote gefüllt waren. Es gibt auch Berichte, dass er sogar Lebensmittel bereitstellte und wartete, bis sich Rettungsschiffe näherten. Wie auch immer - Hans Rose diente als Ausbilder im Zweiten Weltkrieg und stirbt am 6. Dezember 1969 (im Alter von 84 Jahren). Der Untergang der Folia Die anschauliche Beschreibung, was passierte, als sich die Wege der beiden Schiffe kreuzten, haben wir Sir Edgar T. Britten und seinem autobiografischen Buch " A Million Ocean Miles " zu verdanken. Hier seine Geschichte: Es ist morgens um viertel nach sieben, als der Dritte Offizier das Periskop eines U-Boots beobachtet, das etwa 500 Fuß vom Schiff entfernt und fast auf gleicher Höhe ist. Unmittelbar danach sieht er das federleichte Kielwasser eines herannahenden Torpedos, und eine Sekunde später wird die Folia mittschiffs getroffen, wobei die Explosion zwei der Rettungsboote zerschmettert. Sieben Besatzungsmitglieder, darunter der Zweite Maschinist, werden durch die Explosion getötet, und die Folia selbst beginnt schnell zu sinken. Vier Boote werden sofort zu Wasser gelassen, und der Rest der Offiziere und der Besatzung kann sicher an Bord gebracht werden. Während die Rettungsboote noch in der Nähe sind, kommt das U-Boot an die Oberfläche, fährt schnell um das Schiff herum und feuert vier Schüsse ab. Anschließend weicht es zurück und feuert noch einen zweiten Torpedo auf das sinkende Schiff ab, dann entfernt es sich. Aus einer anderen Quelle haben wir auch von einer anderen persönlichen Geschichte von Arthur Miller erfahren, einem 19-jährigen Funker. Er ist einer der letzten Seeleute, die die Folia verlassen. Über sechs Stunden ist er im Wasser, bis er die Küste von Ardmore erreicht. Der Brief von Ardmore   Montag, 12. März 1917, Dr. Foleys House, Glendysert Meine liebste Kathleen, um mit dem spannenden Teil zu beginnen: Ein Cunarder (die Folia) wurde gestern Morgen um 7.20 Uhr viereinhalb Meilen südwestlich von Ardmore Head torpediert. Die 80 bis 90-köpfige Besatzung wurde von ihren eigenen Booten am Pier angelandet, gerade als die Leute von der letzten Messe kamen. Es handelte sich um ein 11.000-Tonnen-Schiff, das eine Ladung von Weizen, Schinken usw. und riesigen Muscheln (15 Zoll und 6 ft 3 ins hoch) geladen hatte. Die Schiffe beförderten keine Passagiere. Die Besatzung war so froh darüber, dass die einzige Frau (die Stewardess) weinte. Nun, Sie können sicher sein, dass Ardmore in Aufruhr war. Alle Leute brachten einen Teil der Besatzung zu jedem Haus. Wir waren fünf, drei Engländer, ein Amerikaner (der Doktor) und ein Däne. Einige hatten keine Stiefel, alle hatten nasse Socken oder gar keine, einige hatten keine Mäntel und so weiter. Nachdem wir uns um ihre leiblichen Genüsse gekümmert hatten (sie hatten natürlich seit dem Vorabend nichts mehr gegessen, abgesehen von den Keksen, mit denen jedes Boot ausgestattet ist), wollten sie Musik hören. Sie sehnten sich nach Musik, also legten wir ihnen etwas auf dem Grammophon auf. Ich glaube, sie tanzten und sangen oben im Kloster. Sr. M. Aloysius spielte für sie. Der Arzt, Dr. Core (ausgesprochen Corry) aus Nashville, Tennesee, hat gerade seine Ausbildung abgeschlossen und war wohl auf seiner ersten Reise. Er war an jenem Morgen um sechs Uhr aufgestanden und wollte, nachdem er sich sorgfältig gewaschen hatte, an Deck gehen und nachsehen, ob U-Boote in der Nähe waren. Er griff gerade nach dem Türgriff, um ihn zu drehen, als es einen furchtbaren Knall gab und Glas in alle Richtungen flog. Wenn ein Schiff getroffen wird, ist die Erschütterung furchtbar. Natürlich wurden sie nicht gewarnt; die Periskope der neuen U-Boote sind viel kleiner (nicht größer als ein Vogel), als die der alten. Der Doktor rettete eine Tasche, verlor aber seinen Mantel (im Wert von 20 Pfund) und andere Dinge im Gesamtwert von 50 Pfund. Der Kapitän des Schiffes verkleidete sich, da sie normalerweise die Kapitäne gefangen nehmen. Sieben Mitglieder der Besatzung gingen mit dem Schiff unter, sie befanden sich in dem Teil des Schiffes, den der Torpedo getroffen hatte. Als sie in die Boote gegangen waren, kam der Kapitän des U-Boots, der sehr höflich war, auf sie zu und sagte ihnen, dass sie nach Ardmore rudern sollten, das nur viereinhalb Meilen entfernt sei. Sir Edgar T. Britten schreibt: Am frühen Sonntagmorgen sind in Ardmore zwei Explosionen deutlich zu hören, dann herrschte Stille. Obwohl es windstill ist herrscht dichter Nebel. Gegen 11 Uhr sichtet der Kapitän im aufziehenden Nebel schließlich glattes Wasser am Fuße der hoch aufragenden Klippen. Als wir diese ansteuern, erkennen wir hoch oben die Umrisse eines Hauses, vor dem Menschen stehen. Durch gemeinsames Rufen gelingt es uns, auf uns aufmerksam zu machen. Wir sind in Ardmore. Die Rettungsboote blieben noch eine ganze Weile in der Bootsbucht, bevor sie abgeschleppt wurden. Auch die Rettungswesten wurden zurückgelassen, und viele Kinder in Ardmore lernten später mit ihnen das Schwimmen. Es vergingen noch einige Monate, bis die "Bergungsarbeiten" begannen. Holzfässer mit Öl wurden vom Wrackverwalter abgeholt und später verkauft. Schinkenseiten, lose oder in Kisten kamen in Ardmore und anderswo an der Küste an. Große Talgplatten wurden in Kisten oder einzelnen Platten an Land geschwemmt, wo die Kisten zerbrachen. Diese wurden von den Einheimischen beschlagnahmt und zur Herstellung von Kerzen verwendet, da Paraffinöl für die Lampen sehr knapp war. Da die Folia ein so großes Schiff ist und nahe der Küste sank, wurde sie schon oft betaucht, obwohl sie in etwa 37 Meter Tiefe liegt. So ein friedvolles Dorf und dann die harte Realität eines Krieges. Furchtbar! In Ardmore ist das Schiff unter dem Namen Folio bekannt, der richtige Name lautet jedoch Folia , da die Cunard-Linie ihre Schiffe mit der Endung "-ia" benannte. Beispiel Lusitania und das Schwesterschiff Mauretania. Thematisch naheliegende Themen siehe: Irlands einziger deutscher Soldatenfriedhof: https://www.9lebenverlag.com/post/glencree-irlands-einziger-deutscher-soldatenfriedhof

  • Schon gewusst? Alles über Irlands rätselhafte Oghamsteine

    In ganz Irland sind Steine mit Ogham-Schrift zu finden. Ogham was?, fragt sich jetzt vielleicht der ein oder andere. Ja, liebe Leute, Ogham ist das früheste in Irland benutzte Schriftsystem, nachweisbar ab dem 5. Jahrhundert n. Chr.. Voilá, auch wenn sich die Iren der keltischen Tradition mündlicher Überlieferungen rühmen, die Gälen bringen bei der Eroberung Irlands eine Schrift mit. Wer gerade kein Papier und Bleistift zur Hand hat, ritzt seine Notizen mal schnell in Stein, claro. Zugegeben etwas unhandlich, wenn es sich nur um die Einkaufsliste handelt. Unseres Wissens nach hat allerdings auch kein Ogham-Schriftsteller je den Pulitzer-Preis errungen, was mit Sätzen wie "Dies ist der Stein des ..." auch schwerlich zu erreichen ist. Andererseits – für Gebietsmarkierungen, Gedenk- und Grabsteine war die Ogham-Schrift offenbar durchaus brauchbar. Warum Oghamschrift nicht typisch irisch ist Ogham-Schrift hat man unter anderem auch in Schottland, auf der Isle of Man und in Südwestengland gefunden. Das Schriftsystem ist also nicht „irisch“, höchstens gälisch. Und nein, es ist nicht die Geheimschrift der Freimaurer, der Druiden, oder was sonst noch an interessanten Ideen in der Welt kursiert. Allerdings vermarkten clevere Iren Amulette und Schmuckstücke mit Ogham-Zeichen in irischen Souvenirläden gerne als „typisch irisch“. Wie liest man Ogham? Der kundige Ogham-Leser weiß natürlich, dass man unten links mit dem Lesen beginnen muss, und sich dann nach oben arbeitet. Oben angekommen, geht es dann wieder nach unten. Weil das Ogham-Alphabet mit nur 25 Buchstaben auskommt, ist das alles ganz locker machbar. ;-) Noch eine Bitte zum Schluss: Bitte niemals, wirklich niemals, behaupten, diese Zeichen seien die „Runen Irlands“ oder so ähnlich. Glaubt mir, damit macht man sich keine Freunde auf der Insel. Mit dem Runen-System hat die Ogham-Schrift nichts zu tun. Man nimmt an, dass sie nur eine gälische Darstellung des lateinischen Alphabets ist. In stillen Stunden könnt Ihr aber gerne darüber nachdenken, warum jemand sich die Mühe macht, ein eigenes Symbolsystem für eine bereits bestehende Schriftsprache zu erfinden. Dinge gibt’s, oder? :-) Hier im Artikel gibt's ja genügend Hilfen zur Übersetzung. Hand aufs Herz, wer hat es geschafft, die Inschrift des Steins ganz links oben zu entziffern? Na? Richtig! Die Inschrift des Oghamsteins zu Beginn des Artikels lautet: "LUGUDECCAS MAQI MUCOI NETA SEGMONAS DOLATIBIGAISGOB" Übersetzt: von Dolativix, dem Sohn des Schmieds Lugud, Stammesangehöriger von Nia Segaman

  • Schon gewusst? Die vergessene Geschichte - Irland und die Sklaverei

    Sklaverei gab es in Irland bereits seit Jahrhunderten bevor die Wikinger in Irland die Küste besiedelten. Seinen Höhepunkt erreicht der Sklavenhandel in Irland unter dem Königreich von Dublin im 11. Jahrhundert, als Dublin Europas größter Sklavenmarkt war. Nicht nur der Heilige Patrick endete zunächst als Sklave in Irland, sondern leider noch viel mehr Menschen. Aus frühmittelalterlichen Quellen ist bekannt, dass die Gälen über mindestens 200 Jahre lang gerne Menschen von der anderen Seite der Irischen See entführten und versklavten - der Heilige Patrick war so ein Fall. Er wurde im Alter von 15 oder 16 Jahren von keltischen Kriegern gefangengenommen und nach Irland verschleppt. Sechs Jahre musste er als Sklave dort arbeiten. Nachdem man ihn endlich frei ließ soll er mehr als 200 Kilometer zu Fuß bis nach Wexford zurückgelegt haben, um dort ein Schiff zu finden, das ihn nach Frankreich brachte. Weitere interessante Details über den irischen Nationalheiligen unter: https://www.9lebenverlag.com/post/st-patrick-s-day   Zum Sklaven wurde man in jener Zeit auch unter anderen Umständen, beispielsweise als Kriegsgefangener oder wenn man seine Schulden nicht bezahlen konnte. Zudem verkauften Eltern ihre Kinder gelegentlich oder gaben sie in Zeiten von Hungersnot als verzweifelte Maßnahme in die Sklaverei. "E ine große Beute von Frauen wurde weggetragen ..." Als die Wikinger kamen, um die Küsten Irlands zu überfallen, galten Menschen und Vieh, zusammen mit dem, was an Wertvollem in Kirchen erbeutet werden konnte als "tragbare Güter", die auf Schiffen mitgenommen werden konnten. Die Annalen von Ulster zeigen, dass die Wikinger im Jahr 821 Howth, Co. Dublin, überfielen und es heißt dort: „eine große Beute von Frauen wurde weggetragen“. Den Wikingerführern ist klar, dass sie einen schnellen und beträchtlichen Gewinn erzielen können, wenn sie hochrangige Gefangene zurück zu ihren Gemeinden oder Familien lassen. Aus den 830er Jahren ist bekannt, dass man es daher oft auf Könige und Bischöfe abgesehen hatte. Ließ man diese später frei, erhielt man einen guten Gegenwert - manchmal wurden sie auch auf den Schiffen der Wikinger getötet; vielleicht, weil die Geiselverhandlungen scheiterten oder weil die Gefangenen zu kämpfen versuchten. St. Patrick ist nicht der einzige "berühmte" Sklave - das Leben des St. Findan aus dem neunten Jahrhundert verläuft ebenfalls alles andere als glatt. Findan verliert seine Eltern durch irische Auseinandersetzungen und Verschleppungen der Wikinger. Er ist ein Mann aus gutem Haus, aus der irischen Provinz Leinster. Seine Schwester wird als Sklavin verschleppt und er zu den Lösegeldverhandlungen geschickt. Offenbar laufen die Verhandlungen aber nicht gut und Findan wird selbst verschleppt. Immerhin argumentieren einige der Wikinger, es sei ein Fehler, den Unterhändler gefangen zu nehmen, worauf man Findan wieder frei lässt. Später hat er erneut Pech. Wikinger bringen ihn als Sklave auf die Orkney-Inseln. Wir wissen nicht, wie Findan es schafft, von dort zu entkommen, aber er schafft es. Findan lebt später als Mönch in einem Kloster in Rheinau. Ab 856 verbringt er dort den Rest seines Lebens, eingemauert als Inkluse  bis zu seinem Tod. Politische Allianzen zwischen Wikingern und Iren sind in den Annalen der 840er Jahre festgehalten. Im zehnten und elften Jahrhundert zeigen Quellen, dass irische Könige Gefangene als Kriegsbeute regelrecht "sammeln", vermutlich, damit auch sie von den aufkommenden Sklavenmärkten profitieren, die es in Irlands wichtigsten Häfen gibt. Irische Sklaven in Island Ja, Iren landeten als Sklaven in Island. Islands "Buch der Siedlungen", das Landnámabók, als auch im "Buch der Isländer", Íslendingabók, gibt es zahlreiche Quellen, die bestätigen, dass mindestens 60 Menschen dort eindeutig keltisch waren; viele von ihnen als irische Sklaven dorthin verschleppt. Allerdings gibt es im Gefolge der ersten Siedler auch Ehefrauen und Diener aus Irland. Mit den nachfolgenden Siedlerwellen werden die irischen Sklaven in Island immer zahlreicher, da immer mehr Arbeitskräfte für die Besiedelung der Insel benötigt werden. Gesli Sigurdson hat darüber geforscht und kommt zu dem Schluss, dass Sklaven bis zu 30/40 Prozent der isländischen Bevölkerung ausmachten. Um 875 scheinen viele irische Sklaven auf Island die Faxen dicke zu haben. Sie erheben sich und sorgen für den größten Sklavenaufstand seit dem Ende des Römischen Reiches (z. B. Spartacus Aufstand). Dublin, Europas größter Sklavenmarkt Vom 9. bis zum 12. Jahrhundert ist vor allem Dublin Europas größter Sklavenmarkt. Das frühe von den Wikingern gegründete Dublin versorgt mit seinem Sklavenmarkt nicht nur Island oder die Orkney-Inseln, sondern auch Kontinentaleuropa. Sklaven werden von hier bis nach Spanien verschifft. 870 wird das schottische Königreich Dumbarton von Olaf dem Weißen  und Ivar dem Knochenlosen , belagert und erobert. Fast alle Bewohner finden sich anschließend auf dem Dubliner Sklavenmarkt wider. Die meisten Überfälle, um Menschen zu versklaven, erfolgen in jener Zeit in Leinster und Ulster; mit Sicherheit gab es diese Überfälle auch im Süden und Westen Irlands; jedoch fehlt es an Quellen. Von den Hebriden oder den Aran Islands ist nur ein Überfall aufgezeichnet. Je stärker im 11. Jahrhundert die irisch-nordischen Hafenstädte aufblühen, desto umfangreicher wird der Sklavenmarkt in Dublin. Die "Hauptversorgungsquellen" sind das irische Hinterland, Wales und Schottland. Erst nachdem Wilhelm der Eroberer um 1080 die englische und walisische Küste kontrolliert, verringert sich der "Sklavennachschub". Um 1102 ist dann ganz Schluss; die Normannen erdreisten sich die Sklaverei abzuschaffen. Mit dem Dekret des Rates von Armagh gelten alle englischen Sklaven in Irland als frei. Aus dem Dekret geht auch hervor, dass offenbar Engländer ihre Kinder und Verwandte als Sklaven nach Irland verkauften. Iren und der Sklavenhandel über den Atlantik Wie zu jener Zeit üblich, sind zwischen 1660 und 1815 in Europa, Asien und Afrika, auch Iren in den atlantischen Sklavenhandel verwickelt. William Ronan zum Beispiel arbeitet für die Royal African Company  und steigt zum Vorsitzenden des Handelsausschusses von Cape Coast Castle  an der Gold Coast (heute Ghana) auf, zwischen 1687 und 1697 eine der größten Sklavenmärkte der Welt. Es sind übrigens die Stuarts, die die Iren in den Sklavenhandel einführen. Antoine Walsh , ein Franzose irischer Abstammung und prominenter Jakobit mit Sitz in Nantes (mit einer eng verbundenen irischen Gemeinde, Nachfahren der Wild Geese ), nutzt seinen Reichtum aus dem Sklavenhandel, um den Jakobitenaufstand von 1745  zu finanzieren. Mag auch der Thron für das Haus Stuart verloren sein, die Verbindung zu den irischen Sklavenhändlern ist es nicht. Oder nehmen wir den Iren Benjamin McMahon . Ihn verschlägt es nach Südamerika, wo er in den Britischen Legionen"  von Simon Bolivar dient. 1819 zieht er weiter in die englische Kolonie Jamaika, wo er 18 Jahre lang verschiedenste Plantagen beaufsichtigt. Zeitweise verliert er seinen Job, weil er immerhin die Behandlung der Sklaven kritisiert. Er entwickelt sich später zu einem erklärten Abolitionist . Über seine Erfahrungen auf den Plantagen schreibt er den Bericht Jamaica Plantership . Cromwell, irische Sklaven und die O'Connors, Fitzgeralds und O'Carrolls von Barbados Im Winter 1636 segelt ein Schiff mit 61 Iren aus dem Hafen des südirischen Kinsale. Als das Schiff von Kapitän Joseph West im Januar 1637 in der Karibik ankommt, sind acht der 61 Menschen gestorben. Der Rest wird verkauft, darunter zehn an den Gouverneur von Barbados, für 450 Pfund Zucker pro Stück. Captain West ist angewiesen, nach London zurückzukehren, um den Zucker zu verkaufen, und dann erneut nach Kinsale zu fahren, um die nächste Ladung irischer Sklaven aufzunehmen. Aus dem ersten kleinen Rinnsal wird bald eine menschliche Flut. Tausende Iren werden an Plantagenbesitzer auf den Karibikinseln verkauft, um dort auf den Feldern zu arbeiten. Cromwells Krieg sorgt für viele irische Witwen und Waisen, die meisten von ihnen mittel- und obdachlos. Aus englischer Sicht eine lukrative Angelegenheit. Willkommene "Exporte" z. B. nach Barbados. Cromwell notiert nach der Erstürmung von Drogheda, 1649: "Als sie (die Iren) sich unterwarfen, wurden ihre Offiziere auf den Kopf geschlagen und jeder zehnte Mann der Soldaten getötet, und der Rest nach Barbados verschifft." Den katholischen Schotten erging es später ähnlich. Schätzungen gehen von mindestens 60 000 Iren aus, die von Cromwell "babadosed" wurden. Die Iren als Sklaven zu verkaufen, wurde von den Engländern jener Zeit als natürlich angesehen. Die vorherrschende Haltung war, dass ein irischer Katholik weniger menschlich war. Sie zu töten war eine heldenhafte Handlung, von der irischen Sklaverei zu profitieren, galt nahezu als ein humanitärer Akt. Zur Hölle oder nach Barbados  lautete Cromwells Motto. Es ist die Zeit des Cromwell-Holocausts, als der Schlächter von Drogheda und Wexford, wie er auch genannt wurde, glaubt, eine endgültige Lösung für den Katholizismus in Irland gefunden zu haben. Irland von den Iren befreien ... so kann man Cromwells Plan kurz zusammenfassen. Bis zu 40 000 irische Soldaten waren gefangen genommen worden oder hatten kapituliert, sie sind die Ersten, die nach Barbados oder zu anderen westindischen Inseln verschifft werden, um dort Sklavenarbeit zu verrichten. Sie sind als " Redlegs " bekannt, vermutlich wegen des Sonnenbrands unter karibischer Sonne. Man unterschied zwar fein säuberlich zwischen "Diener" und "Sklave" (letzterer war einer lebenslangen , vererbbaren Sklaverei unterworfen), doch die unfreien irischen Plantagenarbeiter wurden auf die gleiche Weise gekauft, wurden auf die gleiche Weise gepeitscht und bestraft. Ein Aufseher dazu: "Ich habe eine solche Grausamkeit gesehen, die den Dienern angetan wurde, dass ich nicht glaube, dass ein Christ einem anderen hätte antun können". Wenn die Iren sich beschwerten, wurden sie erneut geschlagen; wenn sie Widerstand leisteten, konnte ihre Dienstzeit (normalerweise von vier Jahren bis neun Jahre) verdoppelt werden, obwohl die Dienstbedingungen im Fall der Iren oft ungenau definiert waren. Die irischen "Diener" bezeichneten sich selbst als "Sklaven". Afrikanische Sklaven betrachteten die "irischen Feldhände" ebenfalls als Sklaven. Ein anonymer Schriftsteller auf Barbados, höchstwahrscheinlich Major John Scott, schreibt 1667, dass die Iren "vom Neger" verdorben und mit dem Beinamen "weiße Sklaven" gebrandmarkt wurden. Fakt ist: Ob weiß oder schwarz, die Menschen wurden brutal ausgebeutet, waren unfrei, wurden wie ein Möbelstück ohne ihre Zustimmung weiter verkauft, ihnen wurde Gewalt angetan und sie mussten unter Zwang arbeiten. Heutzutage ist irischer Einfluss auf den karibischen Inseln zu sehen, vor allem auf Montserrat. Hier heißen die Bewohner O'Brien, Riley und O'Connor, es wird ordentlich St. Patrick's Day gefeiert und man trägt stolz irische Tartanmuster. Quellen: https://books.google.ie/books?id=CmeNAwAAQBAJ&q=William+Ronan+%22royal+african%22&pg=PT29&redir_esc=y#v=snippet&q=William%20Ronan%20%22royal%20african%22&f=false https://limerick1914.medium.com/an-irish-overseers-sympathetic-account-of-the-jamaican-slave-revolt-1831-32-7dfd986b5f74 https://www.thejournal.ie/readme/irish-slave-traders-joe-oshea-murder-mutiny-mayhem-646357-Oct2012/ https://sourcebooks.fordham.edu/source/1171latrsale.asp https://www.g-geschichte.de/jahrgang-2022/weisse-sklaven/ https://web.archive.org/web/20170118054303/http://static.sdu.dk/mediafiles//Files/Om_SDU/Institutter/Ihks/Forskningsenheder/CMRS/Materials/Holmslavetrade.pdf https://www.historyireland.com/the-arctic-irish-fact-or-fiction/ https://www.historyireland.com/clean-hands-ireland-slavery-and-the-slave-trade/ https://www.historyireland.com/the-irish-and-the-atlantic-slave-trade/ https://www.thejournal.ie/readme/irish-slave-traders-joe-oshea-murder-mutiny-mayhem-646357-Oct2012/ https://www.historyireland.com/curse-cromwell-revisiting-irish-slavery-debate/ https://worldhistory.us/latin-american-history/caribbean-history/irish-catholics-indentured-in-colonial-barbados.php https://www.irishamerica.com/2015/10/the-irish-of-barbados-photos/ https://www.irishpeople.ie/the-irish-slave-trade-the-forgotten-white-slaves-part-1-of-3/ http://www.irlandeses.org/0711_145to155.pdf https://www.telegraph.co.uk/culture/books/3664862/The-forgotten-history-of-Britains-white-slaves.html https://www.historyireland.com/shipped-for-the-barbadoes-cromwell-and-irish-migration-to-the-caribbean/ https://www.irishamerica.com/2001/04/to-hell-or-barbados/ https://www.libraryireland.com/HistoryIreland/Transportation-Barbadoes.php https://cryssabazos.com/2019/06/04/the-life-of-indentured-servants-in-colonial-barbados/

  • Irlands Juwel, Powerscourt House and Gardens - Mord, Intrigen und ein Architekt aus Deutschland

    Historische Häuser und wunderschöne Gärten in Irlands Osten, die man nicht verpassen sollte - heute: Powerscourt House and Gardens in der Grafschaft Wicklow Ob " Bridgerton ", " Downton Abbey " oder " The Crown " historische Dramaserien erfreuen sich großer Beliebtheit. Spannende Handlung und prächtige Kostüme, vor allem aber malerische Landgüter und Herrenhäuser. Wer möchte nicht auch einmal in beeindruckender Kulisse lustwandeln, durch herrliche Gärten flanieren und einen Eindruck davon bekommen, in welch malerischer Umgebung die Adelsfamilien lebten. Irlands Osten, unweit von Dublin hat solche beeindruckenden Orte zu bieten. In einer kleinen Serie möchte ich Euch diese Anwesen und ihre Geschichte vorstellen. Nur 20 Kilometer südlich von Dublin taucht man im traumhaft-schönen Powerscourt House and Gardens in eine andere Welt ein. Seit 1731 ist dieses Anwesen mit den weitläufigen Gärten, Terrassen, Statuen und Spazierwegen eine sehr beliebte Attraktion. Ganz in der Nähe lädt Irlands höchster Wasserfall zu einem Besuch ein. Powerscourt House war ursprünglich eine Burg aus dem 13. Jahrhundert, die im 18. Jahrhundert von dem deutschen Architekten Richard Cassels von 1731 bis 1741 umfassend umgebaut wurde. Nach einem Brand im Jahr 1974 stand das Herrenhaus bis zu seiner Renovierung im Jahr 1996 nur noch als Rohbau. Powerscourt hatte über Jahrhunderte dann nur zwei Besitzer. Benannt ist das Anwesen nach dem früheren Besitzer, einem normannischen Adligen namens Eustace le Poer, anglisiert "Power". Die Burg lag strategisch-militärisch sehr günstig, da man von dort den Zugang zu den nahe gelegenen Flüssen Dargle, Glencree und Glencullen kontrollieren konnte. Soweit es bekannt ist, begehrte eine Familie Wingfield lange Zeit die Ländereien eines gewissen Phelim O'Toole of Powerscourt (gest. 1603). Sie versuchten Phelim O'Toole zu einer Rebellion gegen den englischen König zu verleiten, da man sich ausrechnete, er könne als Strafe die Ländereien verlieren. Am 14. Mai 1603 erreicht die Fehde ihren Höhepunkt, als die Wingsfields Phelim nahe Powerscourt ermorden. Zu dieser Zeit hält Phelims Enkel und Erbe Powerscourt besetzt. Im Oktober 1603 erreichen die Wingfields ihr Ziel. König Jakob I. von England verleiht das Gut Powerscourt für 21 Jahre an Sir Richard Wingfield zu einem Pachtzins von 6 irischen Pfund und einer Rittergebühr. 350 Jahre leben die Wingfields in Powerscourt House Richard Wingfield, 1. Viscount Powerscourt, (ca. 1550 - 9. September 1634) , mit dem alles begann, war ein englischer Armeeoffizier und Militärverwalter während der Regierungszeiten von Elisabeth I. und Jakob I . Er kam gegen Ende des 16. Jahrhunderts als militärischer Abenteurer nach Irland und kämpfte anschließend in Flandern, Frankreich und Portugal, wo er den militärischen Rang eines Oberstleutnants erreicht. Nach seiner Rückkehr nach Irland zeichnet sich Wingfield aus, wird bei einer Expedition gegen Tyrone verwundet und am 9. November 1595 in der Kathedrale von Christ Church vom Lord Deputy William Russell zum Ritter geschlagen. Er dient als Oberst bei der Expedition gegen Calais und wird 1600 zum Marschall von Irland befördert, mit einem Gefolge von fünfzig Pferden und einer Fußtruppe. Im Mai 1608 marschiert er während der O'Doherty-Rebellion in Ulster gegen Sir Cahir O'Doherty ein, der Derry niedergebrannt hatte, tötet ihn und zerstreut seine Anhänger. Für diesen Erfolg wird Sir Richard am 29. Juni 1609 mit der Verleihung des Powerscourt Estate in der Grafschaft Wicklow belohnt. Später, 1613 - 1615 sitzt er als Abgeordneter für Downpatrick im irischen Unterhaus. 1619, gegen eine Zahlung von 2000 Pfund, wird er zum Viscount Powerscourt ernannt und übernimmt weitere Ämter für die englische Krone. Da er keine Kinder hat, tritt sein Cousin Edward Wingfield (gest. 1638) seine Nachfolge an. Obwohl beide Wingfields waren, sind sie über die Cromwell-Linie eigentlich Cousins. Es ist schließlich Richard Wingfield (19. Aug. 1697-21. Okt. 1751) , der den deutschen Architekten Richard Cassels mit dem umfassenden Umbau von Powerscourt House beauftragt. Ein Architekt aus Deutschland wird in Irland berühmt Richard Cassels (1690 - 1751), in Irland auch bekannt als Richard Castle, gehört neben Edward Lovett Pearce zu den bedeutendsten Architekten des irischen Palladianismus  im 18. Jahrhundert. Cassels wurde 1690 in Kassel, Deutschland, geboren. Obwohl er aus Deutschland stammte, war seine Familie französischer Herkunft und entstammte der französisch-niederländischen Familie "du Ry", die für ihre zahlreichen Architekten bekannt war. Ein Cousin Cassels, Simon Louis du Ry, entwarf übrigens das Schloss Wilhelmshöhe in Kassel . In Irland erschafft er den dorischen Tempel im Trinity College Dublin , Leinster House  in Dublin, Conolly’s Folly , Russborough House bei Blessington  und Westport House  in Westport. Er entwarf auch die Music Hall, Fishamble Street, Dublin, eröffnet 1740, die Händel nach der Uraufführung des "Messias" (1742) wegen ihrer akustischen Eigenschaften lobt, und das Rotunda Hospital (1750-57), Dublin. Die Kritikusse mahnten, dass es eher an einen Adelspalast als an ein Krankenhaus erinnere. Cassels entwirft viele Landhäuser, darunter Belvedere, Co. Westmeath (entworfen 1740), das das für seine Entwürfe typische "venezianische" Fenster enthielt, und Ballyhaise, Co. Cavan (ca. 1733). Durch den Umbau und die Vergrößerung vieler Häuser schafft er großartige Landhäuser wie z. B. das Carton House , Co. Kildare (ca. 1739-45). Zurück zu den Wingfields. 1903 schreibt der 7. Viscount Powerscourt, Mervyn Wingfield die Geschichte von Powerscourt nieder ( A Description And History of Powerscourt ). Das Buch beschreibt die Geschichte des Anwesens seit der normannischen Invasion im 12. Jahrhundert, die Geschichte der Wingfield-Dynastie und seine Bemühungen um die Wiederherstellung von Powerscourt Estate einschließlich des Hauses und der angelegten Gärten. Als er noch ein kleiner Junge war, ging das Anwesen nach dem Tod seines Vaters Richard Wingfield, 6. Viscount Powercourt, im Jahr 1844 an Mervyn Wingfield über. Der ältere Wingfield war als Abgeordneter für Bath in das britische Unterhaus gewählt worden (1837-1841). Der älteste von Richards drei Söhnen ist Mervyn, und als er 1857 volljährig wird, übernimmt er die Kontrolle über das baufällige Gut Powerscourt. In seinem Buch beschreibt der ältere 7. Viscount die umfangreichen Renovierungsarbeiten, die er auf dem Landsitz Powersourt durchgeführt hat. Die Gartengestaltung ist von den Gärten von Versailles, Schloss Schönbrunn in Österreich und Schloss Schwetzingen in Deutschland beeinflusst. Allein die Entwicklung der Gärten nimmt zwanzig Jahre in Anspruch. Er verbringt den Rest seines Lebens mit der Renovierung. 1947 geht das Anwesen an den 9. Viscount über. Im Jahr 1961 verkauft der 9. Viscount Powerscourt das Anwesen an die Familie Slazenger, die es bis 2021 besitzt. 1962 heiratet Wendy Slazenger, die Tochter des verstorbenen Ralph Slazenger, Mervyn Wingfield (1935-2015). Mervyn wird später, 1973, der 10. Viscount Powerscourt. Durch ihre Kinder, den 11. Viscount Mervyn Anthony Wingfield und Julia Wingfield, besteht weiterhin eine enge Verbindung zwischen den beiden Familien und dem Powerscourt Estate. Die Slazengers sind übrigens Gründer und ehemalige Eigentümer des Sportartikelunternehmens Slazenger . Im Jahr 2011 wird Powerscourt von Lonely Planet in die "Top Ten Houses in the World" aufgenommen, während National Geographic Powerscourt 2014 auf Platz 3 der "Top Ten Gardens" der Welt listet. Heute ist Powerscourt House eine große Touristenattraktion und wird häufig für Filmproduktionen genutzt. Was die irische Geschichte mit diesen Herrenhäusern zu tun hat Im späten 19. Jahrhundert sinkt das Vermögen der anglo-protestantischen Landbesitzerdynastien wie der Wingfields aufgrund der Agrarbewegung der Land League und der Irischen Parlamentarischen Partei von Charles Stuart Parnell. Ländereien wie das Powerscourt Estate werden im Zuge der Landreformen aufgelöst, wo wird es den Pachtbauern ermöglicht, Land zu kaufen. Während der irischen Revolution (1916-1922) werden viele der Herrenhäuser der ehemaligen anglo-irischen protestantischen Elite von irisch-republikanischen Brandstiftern angegriffen. Glücklicherweise bleibt Powerscourt House unversehrt, aber 1974 brennt es völlig aus. Bis 1996 ist es nur noch ein Rohbau, bevor es zusammen mit den vernachlässigten Gärten vollständig restauriert wird. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts zieht die natürliche Schönheit der Region britische Touristen an, die die Romantik der Landschaft genießen und eine Reihe alter Ruinen erkunden wollen. Die raue, unberührte Schönheit Irlands steht im Gegensatz zur Industrialisierung und dem Rauch der britischen Städte. Prof. G. M. schreibt ein Buch über Wicklow und eine Reihe von Gasthäusern, in denen Reisende im 19. Jahrhundert während ihrer Reise durch Wicklow übernachten können, und gibt die genauen Entfernungen für die einzelnen Etappen ihrer Reise an. Die irische Südostküste wird im Laufe der Zeit durch ihre Badeorte sehr beliebt. Doch Wright beschreibt nicht nur die Landschaft und die Sehenswürdigkeiten, sondern auch die erbärmliche Armut der gälischen irischen Bevölkerung, die an den kargen Hängen ein prekäres Leben führt. Im Gegensatz dazu steht der luxuriöse Lebensstil des Landadels, der in "großen Häusern" wie Powerscourt House, dem Sitz der Wingfield-Dynastie, und Russborough House, dem Sitz der Earls of Milltown, wohnt. Das Buch schließt mit den Namen und Wohnsitzen des Adels, die sich wie ein "Who is Who" der reichsten und einflussreichsten Mitglieder der Wicklow High Society lesen. Wer Lust auf weitere herrliche Gärten und traumhafte Herrenhäuser hat, dem sei beispielsweise Russborough House and Parklands Carton House Castletown House and Gardens ans Herz gelegt. Irlands Osten hat wirklich beeindruckende Orte zu bieten, oder? :-)

  • Irlands Attraktionen - Ausflugstipp Russborough House and Parklands

    Historische Häuser und wunderschöne Gärten in Irlands Osten, die man nicht verpassen sollte - heute: Russborough House and Parklands in der Grafschaft Wicklow Ob " Bridgerton ", " Downton Abbey " oder " The Crown " historische Dramaserien erfreuen sich großer Beliebtheit. Spannende Handlung und prächtige Kostüme, vor allem aber malerische Landgüter und Herrenhäuser. Wer möchte nicht auch einmal in beeindruckender Kulisse lustwandeln, durch herrliche Gärten flanieren und einen Eindruck davon bekommen, in welch malerischer Umgebung die Adelsfamilien lebten. Irlands Osten, häufig nicht weit von Dublin, hat solche beeindruckenden Orte zu bieten. In einer kleinen Serie möchte ich Euch diese Anwesen und ihre Geschichte vorstellen. Das palladianische Herrenhaus von Russborough House and Parklands ist ein wunderschöner Auftakt für jeden Ausflug zu den herrschaftlichen "großen Häusern" wie sie im Englischen genannt werden. Die fast 300 Jahre alten, authentischen Stuckarbeiten und Möbel machen Russborough zu einem der schönsten Herrenhäuser, die heute in Irland zu besichtigen sind, umgeben von 200 Hektar malerischer Parklandschaft, die sich durch die Landschaft von Wicklow schlängelt. Ikea gab's noch nicht - gar nicht so einfach, ein Haus einzurichten ... Russborough House wurde Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut, um die vom 1. Earl of Milltown zusammengetragenen Kunstschätze auszustellen. Als die Bauarbeiten beginnen, begibt sich Joseph Leeson auf eine "Grand Tour", um die schönsten Kunstwerke und Schätze für sein Haus zu finden. Das Schiff, das Josephs Schätze transportiert, wird jedoch von den Franzosen gekapert und kommt nie in Irland an. Unbeirrt sticht Joseph Leeson mit seinem Sohn und seinem Neffen erneut in See, um weitere schöne Kunstwerke, Statuen und Möbel zu sammeln. Sein klassisches Design, die perfekte Größe, die architektonischen Details und die exquisite Dekoration machen dieses palladianische Juwel zu einem der schönsten georgianischen Häuser in Irland. Ursprünglich ist es für Joseph Leeson erbaut worden. Leeson hatte von seinem Vater eine beträchtliche Geldsumme geerbt und war Inhaber eines erfolgreichen Brauereigeschäfts. Er beauftragte den bedeutenden deutschen Architekten Richard Cassels mit dem Entwurf eines der schönsten Herrenhäuser Irlands. Cassels war durch seine Arbeiten an Powerscourt , Carton House und Leinster House in Dublin berühmt geworden. Abgesehen von einer kurzen Besetzung durch die Britische Armee um 1800 blieb das Haus über sechs Generationen im Besitz der Familie Milltown. Nach dem Tod des kinderlosen 7. Earls, 1891, gingen Einrichtung und Kunstsammlung der Milltowns fast komplett an die National Gallery of Ireland, wo sie heute im Milltown Wing  präsentiert werden. 1915 erbte Sir Edmund Turton, ein Neffe des letzten Earl of Milltown das Anwesen. 16 Jahre später verkaufte dessen Familie Russborough House für £ 9.000 an Denis und Maeb Daly, die dort bis Anfang der 1950er-Jahre mit ihren Töchtern und bis zu 18 Angestellten wohnten. Sir Alfred Lane Beit, 2. Baronet, und dessen Gattin Clementine, Lady Beit, wurden durch eine Verkaufsanzeige in der Zeitschrift Country Life auf Russborough House aufmerksam. Sie erwarben das Anwesen im Jahr 1952, da ihr voriger Wohnsitz in London nicht genug Platz für ihre umfangreiche Kunst- und Antiquitätensammlung bot. Das Paar gehörte zur Europäischen „ High Society “ und pflegte Freundschaften zu berühmten Persönlichkeiten wie Jackie Kennedy  oder Rex Harrison . Sir Alfred Lane Beit, 2. Baronet, war Abgeordneter des britischen Unterhauses  und betätigte sich unter anderem als Fotograf und Pilot. Wie sich die IRA mit Russborough House finanzieren wollte ... Die Familie Beit machte ihr Vermögen im Bergbau in Afrika. Sir Alfreds Onkel war Mitbegründer der berühmten DeBeers Diamond Mining Company . Alfred und seine Frau Lady Clementine schmücken die Wände von Russborough mit Werken von Goya, Velázquez, Vermeer und Rubens. Zum Leidwesen der Beits wird ihre Sammlung international bekannt. Das hat Folgen: 1974 bricht eine IRA-Bande unter der Führung von Rose Dugdale (eine reiche englische ehemalige Debütantin und Gesellschaftsdame) in Russborough ein, fesselt die Beits und überfällt sie. Die Bande stiehlt sechzehn Gemälde. Glücklicherweise werden alle Kunstschätze wiedergefunden, als die Gardai ein Haus in West Cork stürmt, das Rose gemietet hatte. Es ist jene feine Dame Rose, die auch 1975 im unscheinbaren Monasterin an dieser Entführung beteiligt war. 1986 gerät das Haus erneut ins Visier des berüchtigten Dubliner Kriminellen Martin Cahill (bekannt als "General"). Im Auftrag einer loyalistischen paramilitärischen Bande stiehlt er eine Reihe von Gemälden. Die meisten werden wiedergefunden, doch leider sind einige irreparabel beschädigt. 1998 drehte John Boorman (der fast 20 Jahre lang in Irland gelebt hatte) einen biografischen Film mit dem Titel The General (Der General) , in dem Brendan Gleeson die Rolle des Cahill spielte. Der Film gewann den Preis für die beste Regie bei den Filmfestspielen in Cannes. Der Film basiert auf einem Buch des irischen Kriminaljournalisten Paul Williams, der auch Krimiredakteur der irischen Boulevardzeitung Sunday World war. Bei Boorman selbst brach Cahill ebenfalls ein und stahl die goldene Schallplatte, die Boorman für den Soundtrack zu Deliverance gewonnen hatte. Dieser Vorfall wird im Film geschildert. Von Schenkungen und Einbrüchen 1988 schenken die Beits den größten Teil ihrer Sammlung der National Gallery zur Aufbewahrung, was sie jedoch nicht vor weiteren Einbrüchen in den Jahren 2001 und 2002 bewahrt , wobei glücklicherweise jedes Mal alle Gemälde wiedergefunden werden. Die der National Gallery geschenkten Gemälde sind noch immer im Beit-Flügel zu sehen. Sir Alfred stirbt 1994 in Dublin, und Lady Beit lebte bis zu ihrem Tod im Jahr 2005 in Russborough. Heute ist Russborough ein wunderbarer Ort für einen Besuch. Neben dem atemberaubenden Haus und der Kunst können Sie auch die wunderschönen Gärten und Parkanlagen genießen. Die Parklandschaft um Russborough wurde im Stil des 18. Jahrhunderts angelegt, wobei die ursprünglichen Elemente des Anwesens wie ein ummauerter Garten, ein Eishaus, ein Kalkbrennofen, ein großer Eingangsbogen, Feldobelisken und Terrassen noch erhalten sind. Im Jahr 1978 öffnete Sir Alfred Beit das Haus für Führungen, und seither wurden über eine Million Besucher gezählt. Das wunderschön gepflegte und aufwendig eingerichtete Haus beherbergt feine Möbel, Wandteppiche, Teppiche, Porzellan, Silber und einen Großteil der Beit-Gemäldesammlung. Es hat auch schöne Decken, Stuckarbeiten und eine schöne Mahagonitreppe. Der Grund dafür, dass Russborough House in Blessington in vielen Reiseführern über die besten Ausflugsziele in Wicklow ganz oben steht, ist die Menge an Attraktionen, die es zu bieten hat. Perfektes Ausflugsziel für die ganze Familie Russborough ist zu Recht für seine Geschichte, Schönheit und kulturelle Bedeutung bekannt. Aber es hat noch so viel mehr zu bieten, was es zu einem perfekten Ausflugsziel für die ganze Familie macht. Der Spielplatz  wurde von der Irish Times zu einem der besten Spielplätze des Landes gewählt. Kinder im Alter von 2 bis 12 Jahren finden hier die passenden Geräte und Kletterbereiche für jede Menge Spiel und Spaß. Daneben findet sich hier ein Abenteuerbereich im Freien  sowie das Nationale Greifvogelzentrum , ein Hof des Kunsthandwerks und vieles mehr. Es gibt eine Picknickarea, Toiletten, einen Shop und ein  Café.  Darüberhinaus bieten die 200 Hektar Park, Wege, Seen und Wälder. Man kann sich in dem 2000 Meter langen Buchenhecken-Labyrinth auf dem Gelände verirren. Keine Sorge, das Zentrum ist mit einer Statue markiert, das hilft, um sich zu orientieren. Anschließend mag man vielleicht dem Feenpfad folgen, um das Versteck des Feenvolks zu finden. Weitere Aktivitäten für Familien Die Schäferhundvorführungen in Russborough House sind sehr beliebt. Der renommierte Schäferhundeführer Michael Crowe gibt einen Einblick in das ländliche Leben auf dem Bauernhof und demonstriert die Geschicklichkeit und Intelligenz der Border Collies beim Hüten der Schafe. Es gibt auch ein 150 Jahre altes "Hippodrom", in dem in den vergangenen Jahrhunderten Pferde trainiert wurden. Eine Reihe von Handwerksbetrieben sind zu verschiedenen Zeiten geöffnet, darunter ein Schmied mit funktionierender Schmiede und ein Weber mit funktionierenden Webstühlen. Auch ein Drechsler und ein Silberschmied zeigen, wie diese alten Handwerke heute noch ausgeführt werden. Hier eine Karte von Russborough House und den Gärten . Vielleicht begegnen Sie bei Ihren Erkundungen Schwänen, Füchsen, Eichhörnchen, Hasen und Kaninchen. Hunde sind in Russborough (angeleint!) willkommen und finden im Innenhof immer einen Wassernapf vor. Mit der Audioguide-App von Smartify  kann man ganz tief in die Geschichte dieses Anwesens eintauchen. Wer das Labyrinth von Russborough House & Park erkunden möchte, besorgt sich an der Rezeption am Haupteingang eine Wertmarke und eine Karte. Wertmarken für das Labyrinth sind als Teil des Outdoor-Familientickets oder separat erhältlich. Das Kaffeehaus In den Tea Rooms von Russborough House kann man sich wie ein König fühlen. Das Café bietet eine Auswahl an Suppen, Salaten und Sandwiches sowie Desserts in der historischen Teestube des Hauses. Es ist der perfekte Ort, um sich nach der Erkundung des Hauses und der Gärten zu entspannen. Bei schönem Wetter gibt es einen kleinen Außenbereich, oder man genießt den Speisesaal, der mit einigen von Lady Beits Rezepten und Fotos an den Wänden geschmückt ist. Das Kitchen Garden Café bietet Snacks und leichte Mittagsgerichte an, und ein Souvenirladen ist ebenfalls vor Ort. Zugang für Behinderte, Toiletten und kostenlose Parkplätze sind ebenfalls vorhanden. Siehe www.russborough.ie für weitere Informationen. Adresse: Russborough House & Park, Blessington, County Wicklow W91 W284 Das Schöne an diesem Ort, er liegt nur einen Katzensprung von einer Vielzahl anderer Ausflugsziele in Wicklow entfernt. Hier weitere Tipps, was man in unmittelbarer Nähe von Russborough sehen und unternehmen kann: Powerscourt Waterfall - Irlands höchster Wasserfall Powerscourt House and Gardens - großartige Attraktion Carton House and gardens Der Wicklow Mountains National Park ist nicht zu übersehen, sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne. Es ist das größte zusammenhängende Hochlandgebiet Irlands mit unglaublich zerklüfteten Gipfeln und wunderschönen Wäldern. Die 5 einfachsten Wanderungen in den Wicklow Mountains Glencree - Irlands einziger deutscher Soldatenfriedhof Schon mal in Hollywood gewesen? Fesselnde Skulpturen in Victor's Way Weitere Tipps, auch abseits ausgelatschter Touristenpfade findet man in Lisalinas Irlandblog . Einfach mal reinschauen und sich inspirieren lassen! :-)

  • Irlands höchster Wasserfall - Ausflugstipp Powerscourt Wasserfall

    Nicht weit von Dublin wartet Irlands höchster Wasserfall auf Besucher. In Kaskaden fällt der Powerscourt Wasserfall über schroffe Felsen 121 Meter in die Tiefe. Eine beliebte natürliche Attraktion in der Grafschaft Wicklow und die perfekte Kulisse für einen Spaziergang, einen Tagesausflug mit der ganzen Familie (einschließlich Powerscourt House and gardens ) oder für ein Picknick. Viele Einheimische nutzen auch gerne die Grills am Fuß des Wasserfalls und brutzeln dort fröhlich etwas Leckeres. Es gibt einen großen Spielplatz für Kinder, Toiletten und einen Kiosk, der Getränke, warme Snacks, Eis und Süßigkeiten anbietet. Powerscourt Wasserfall - seit den 1920er Jahren ein beliebter Film-Drehort Wer Fan der Vikings-Serie ist, dem wird der Wasserfall bekannt vorkommen. Auch für Excalibur musste er herhalten - die legendäre Szene mit dem "Schwert aus dem See" wurde nicht an einem See sondern auf dem Grund des Wasserfalls gedreht. Für Cocaine Bear hat man extra eine Hütte auf dem Parkplatz gebaut und die meisten Außenszenen am Wasserfall und in den dortigen Wäldern gedreht. Gut zu wissen Der beeindruckende Powerscourt-Wasserfall liegt innerhalb des Powerscourt Estate an den Ausläufern der Wicklow Mountains, ca. 10 Autominuten von Enniskerry und 20 Autominuten von Roundwood und Greystones entfernt. Öffnungszeiten Die Öffnungszeiten des Powerscourt Waterfall ändern sich das ganze Jahr über. Hier sind die aktuellen Zeiten (Stand Juni 2024): Januar und Februar: 10:30 - 16:00 Uhr März und April: 10:30 - 17:30 Uhr Mai bis August: 09:30 - 19:00 Uhr Sept und Okt: 10:30 - 17:30 Uhr Nov und Dez.: 10:30 - 16:00 Uhr Letzter Eintritt 30 Minuten vor Schließung (Sept bis April) und 1 Stunde vor Schließung (Mai bis August). Vom 11. bis 25. Dezember ist das Gelände geschlossen, danach ab 26. Dezember wieder geöffnet. Tickets Für den Zugang zum Wasserfall sind Tickets/Eintrittskarten erforderlich, die man dierekt am Eingang kaufen kann. Die Eintrittskarten kosten (Stand Juni 2024): Erwachsene: 7 €. Familie: 18 €. Kind (U2): Frei Kind: 3,50 Senior: 6,00 Parken In der Nähe des Wasserfalls gibt es einen großen Parkplatz (dort findet man auch Toiletten und den Kiosk). Was man sonst noch wissen sollte Mücken! In den wärmeren Monaten des Jahres gibt es sie dort reichlich. Damit der Ausflug nicht ruiniert wird, Mückenschutzmittel auftragen. Mit ein bißchen Glück sieht man Sikahirsche, die vom 7. Viscount Powerscourt 1858 in Irland eingeführt wurden. Hunde sind an der Leine willkommen. Achtung! Der Wasserfall liegt 6 km von Powerscourt House and Gardens entfernt und ist ein separates Ziel. Wandern Wer wandern und dabei einen Blick auf den Powerscourt Wasserfall werfen möchte, kann den Crone Woods Walk gehen. Auf halber Strecke gibt es einen schönen Ausblick auf den Wasserfall. Überhaupt bietet diese Gegend ein paar sehr schöne Wanderstrecken. Start wäre am Crone Woods Car Park. Dieses bewaldete Tal hat eine lange Geschichte. Einst war es Teil des Powerscourt Estate, und Aufzeichnungen belegen, dass die steilen Hänge von Crone bereits im 13. Jahrhundert als königlicher Jagdpark angelegt wurden. Man kann sich leicht vorstellen, warum, denn die Vegetation und die Felsen boten den Tieren guten Schutz. Crone bot während der Rebellion von 1798 auch Verstecke für Rebellen und Aufständische. Als Reaktion darauf baute das britische Militär die Militärstraße mit einer Kaserne im oberen Teil des Tals, um das Gebiet nach dem Aufstand von 1798 zu erschließen. Es gibt noch weitere lohnende Wandermöglichkeiten dort , z. B. den Crone wood Rundweg in Verbindung mit dem Djouce-Gipfel, der atemberaubende Ausblicke gewährt. Siehe auch: https://www.9lebenverlag.com/post/irland-wicklow-mountains-die-5-einfachsten-wanderungen-mit-fotogenen-spektakul%C3%A4ren-ausblicken Oder man probiert den Paddock-ponds-powerscourt waterfall and Crone Rundweg . Powerscourt Haus und Gärten Die Gärten des Powerscourt Estate gehören zu den schönsten Irlands und erstrecken sich über unglaubliche 47 Hektar Land, mit weitläufigen Terrassen, geheimen Höhlen, Statuen, Türmen und vielem mehr. Achtung - man kann nicht vom Powerscourt Wasserfall zum Powerscourt House gehen. Das berühmte Haus und die Gärten sind eine 10-minütige Autofahrt entfernt. Aktivitäten in der Nähe des Powerscourt-Wasserfalls Das Schöne am Powerscourt Wasserfall ist, dass er nur einen Katzensprung von vielen der besten Ausflugsziele in Wicklow entfernt ist. Ganz gleich, ob man sich einfach nur die Beine vertreten, spazieren oder wandern möchte - die Wicklow Mountains bieten Gelegenheiten in Hülle und Fülle. Wie wäre es mit Victor's Way? Ein derartig faszinierender Skulpturengarten sucht wirklich seinesgleichen: https://www.9lebenverlag.com/post/irland-wicklow-mountains-nicht-verpassen-victor-s-way-fesselnde-skulpturen-aus-granit Lehrreich und interessant ist auch der einzige deutsche Soldatenfriedhof Irlands. Im malerischen Glencree, eingebettet in die Berge der Grafschaft Wicklow, findet man die letzte Ruhestätte der Gefallenen und ein stummes Mahnmal der Geschichte: https://www.9lebenverlag.com/post/glencree-irlands-einziger-deutscher-soldatenfriedhof Vielleicht zieht es Euch aber auch nach Hollywood? Kein Problem. Touristen sind immer wieder erstaunt, dass ein kleines Dorf im Westen der Grafschaft Wicklow tatsächlich das ursprüngliche Hollywood ist und dass aus ihm das kalifornische Hollywood, die Heimat der Filmindustrie, hervorgegangen ist. Hier die ganze Geschichte: https://www.9lebenverlag.com/post/woher-hat-hollywood-seinen-namen-aus-irland Lust auf eine Wanderung für fast alle Fitnesslevel? Dabei noch tolle Fotospots mitnehmen und mit grandiosen Aussichten belohnt werden? Dann ist das hier genau das Richtige für Euch: https://www.9lebenverlag.com/post/irland-wicklow-mountains-die-5-einfachsten-wanderungen-mit-fotogenen-spektakul%C3%A4ren-ausblicken

  • Irland - schnelles Gipfelglück nahe Dublin - Bray Head Cross

    Das Küstenstädtchen Bray, mit seinem viktorianischen Charme, liegt 20 km südlich von Dublin und zieht viele Tagesausflügler an. Es ist immer noch ein beliebter Badeort, das Tor zu Irlands altem Osten und bietet dem Wanderer ein schnelles Gipfelglück mit atemberaubender Aussicht. Die Geschichte der Stadt reicht bis in die normannische Zeit zurück, als Strongbow um 1171 Sir Walter de Riddlesford im Namen der Krone Land überließ. Jedoch ist die Entwicklung der Stadt vor allem William Dargan zu verdanken, einem großartigen Ingenieur und Eisenbahnunternehmer. Dank ihm und der Ankunft der Eisenbahn im Jahr 1834 entwickelte sich die geschäftige Stadt zu einem beliebten Badeort und wurde als das „Brighton Irlands“ bekannt. Dargan war überzeugter irischer Patriot. Der britische Vizekönig in Irland bot ihm an, ihn zum Ritter zu schlagen, was er jedoch ablehnte. Daraufhin besuchte die britische Königin Victoria Dargan am 29. August 1853 in seinem Haus und bot ihm eine Baronetcy an, die er jedoch ebenfalls ablehnte. Auf dem Dubliner Leinster Lawn, mit Blick auf den Merrion Square hat man ihm eine schöne Bronzestatue errichtet. Übrigens lebte die Sängerin Sinéad O’Connor 15 Jahre lang in Bray und wurde im August 2023 dort beigesetzt, aber wir wollen jetzt nicht weiter abschweifen. ;-) Alles, was man über die kurze Wanderung wissen muss Der Wanderweg zum Bray Head Cross beginnt am Car Park in der Nähe des Aussichtspunkts Naylor's Cove, der im 19. Jahrhundert der wichtigste Badeplatz für Herren war, inzwischen ist er größtenteils vom Meer verschluckt worden. Das Betonkreuz von Bray Head (Achtung, nicht das Kreuz von Bray Head Cross!) wurde 1950 zur Feier des Heiligen Jahres errichtet. Ursprünglich befand sich an der Stelle des Kreuzes ein Obelisk, aufgestellt 1887 zum Gedenken an das Jubiläum von Königin Victoria. Er wurde 1933 gesprengt. Jeden Karfreitag erklimmen Hunderte von Einheimischen in einer Karfreitags-prozession Bray Head Cross, das die letzte Station des Kreuzwegs markiert. Der direkteste Weg zum Gipfelkreuz führt über einen ansteigenden Fußweg, der gleich außerhalb des kostenlosen Parkplatzes an den unteren, nördlichen Hängen südlich der Bray Esplanade beginnt. Für eine fitte Person ist dies ein halbstündiger Spaziergang. Nach dem anfänglichen Abschnitt mit Stufen ist der Wanderweg ein rauer, vom Regenwasser geformter Pfad, der durch einen natürlichen Wald ansteigt. Vom Kreuz des Südens beim Bray Golf Club kann man auch einen leichteren Weg nehmen, der einfacher zu gehen ist. Die Aussicht von der Spitze bietet ein unglaubliches Panorama Von hier aus hat man einen herrlichen Blick über die gesamte Killiney Bay. Dalkey Island ist vor der Küste von Sorrento Point an der äußersten Spitze der Bucht zu sehen. Bei klarem Wetter kann man weiter nördlich die Halbinsel Howth und Lambay Island sehen. Kleidungstechnisch ist zu beachten, dass Bray Head Cross bei nassem und windigem Wetter sehr exponiert ist. Die Eisenbahnlinie Dublin-Wicklow verläuft außerhalb von Bray Head entlang der Küste, manchmal nur wenige Meter von den Klippen entfernt. Diese von Isambard Kingdom Brunel entworfene Strecke wird aufgrund der laufenden Instandhaltungskosten, die mit der Instandhaltung einer Klippenstrecke verbunden sind, als Brunel's Folly bezeichnet. Ein schweres Unglück ereignete sich am 9. August 1867, als ein Personenzug auf dem nahe gelegenen Brandy Hole Viaduct entgleiste, wobei zwei Passagiere ums Leben kamen. Die Bahnfahrt zwischen Dublin und dem Bahnhof Bray Daly, dem nächstgelegenen Bahnhof von Bray Head, dauert übrigens etwa 45 Minuten. In der Nähe des Parkplatzes kann man noch einen Abstecher zu den Ruinen der Kirche von Raheen-a-Chluig machen. Über die Geschichte dieser kleinen Kirchenruine ist leider wenig bekannt, auch nicht darüber, wann sie aufgegeben wurde. Man nimmt an, dass sie aus dem 12. oder 13. Jahrhundert stammt. Die Bray Head Loop Wanderung Wer die Wanderung auf dem Bray Head Hill in einen Rundweg verwandeln möchte, folgt dem Weg in Richtung Süden, der nach rechts abbiegt. Er führt zu Windgates und schließlich zur Hauptstraße von Bray nach Greystones (R761). Dort entlang, vorbei am Bray Golf Club, biegt man schließlich rechts in die Newcourt Road ein, die zur Strandpromenade führt. Lust auf den keltischen Camino Pilgerpfad? Hier in Bray beginnt auch die Bray Celtic Camino Coastal Route, eine 30,5 km lange Pilgerroute, die an der Strandpromenade in Bray beginnt und in der St. James Church, James Street, Dublin endet. Bei https://www.caminosociety.ie/infocentre kann man einen Camino Passport kaufen und ihn entlang der Route an verschiedenen Orten abstempeln lassen. Wenn man die Küstenroute beendet, kann man nicht nur sehr stolz auf sich sein, man erhält auch im Büro der St. James Church einen keltischen Camino Compostela für diese Leistung. :-) Was kann man nach der Wanderung zum Bray Head Cross noch erleben? Das Schönste an der Wanderung zum Bray Head Cross ist, man ist ganz nah zu vielen anderen großartigen Orten in Wicklow: Nur 10 Kilometer entfernt kann man sich den höchsten Wasserfall Irlands gönnen. Der Powerscourt Waterfall stürzt 121 Meter in die Tiefe, ist leicht zu erreichen, mit einem großen Parkplatz, schönem Spielplatz und einer zauberhaften Landschaft. Ca. 6 Kilometer weiter lädt Powercourt House and Gardens zum Verweilen ein. Weitere Ideen im County Wicklow finden sich hier!

  • Ausflugstipp: Irlands Touristenmagnet Powerscourt House and Gardens

    Von Lonely Planet als eines der Top Ten Herrenhäuser weltweit bezeichnet, mehr als 1 Million Besucher jährlich und die Gärten von National Geographic als No. 3 Garten aller Gärten weltweit erkoren. Ohne Zweifel, Powerscourt House and Gardens ist unglaublich beeindruckend und zählt wirklich zu den besten Zielen, nicht nur für Fans von Herrenhäusern und Gartenanlagen. Die Powerscourt Gardens, fast 200 000 Quadratmeter groß, liegen im südost-irischen County Wicklow am Fuße des 501 m hohen Sugar Loaf Mountain nur knapp 20 km südlich von Dublin - sie gelten zu Recht als eine der schönsten Anlagen ihrer Art. Wer gerne mehr zum spannenden historischen Hintergrund dieses Anwesens wissen möchte - hier klicken! :-) Powerscourt House and gardens stand und steht immer wieder buchstäblich im Rampenlicht und natürlich geben sich dort viele Prominente die Klinke in die Hand. Der legendäre Filmemacher Stanley Kubrick drehte viele Szenen für Barry Lyndon im Grand Ballroom und an anderen Orten im Haus. Der vielleicht berühmteste Powerscourt-Filmmoment ist die Szene in Der Graf von Monte Christo, in der Jim Caviezel einen großen Auftritt in einem Heißluftballon hat und auf den Stufen des Italienischen Gartens landet, während Powerscourt House als Kulisse beleuchtet ist. Diese Szene wurde später in Die Simpsons parodiert und noch berühmter gemacht! Vikings, T-Rex oder die Tudors - die perfekte Film-Location Der Jurassic-Park-Film Battle at Big Rock wählte den Powerscourt River Walk als Drehort wegen der riesigen Redwood-Bäume, die denen in einem kalifornischen Nationalpark ähnelten. Das Team war der Meinung, es sei der beste Hain hoch aufragender Redwoods, den sie außerhalb von Kalifornien gesehen hätten. Beliebte Fernsehserien wie Die Tudors mit Jonathan Rhys Meyers in der Hauptrolle und Camelot mit Joseph Fiennes wurden ebenfalls auf dem Anwesen gedreht. Jonathan Rhys Meyers wurde auch beim Schwimmen im Dolphin Pond gefilmt, der in Die Tudors als Zierschwimmteich dient. Einer der ersten legendären Filme, die in Powerscourt gedreht wurden, war Henry V. aus dem Jahr 1944, bei dem die Legende Laurence Olivier Regie führte und die Hauptrolle spielt. Der größte Teil des Films wurde vor der Kulisse des Powerscourt-Wasserfalls gedreht. Olivier verletzte sich bei den Dreharbeiten, als er einen Reiter anwies, direkt auf die Kamera zu galoppieren, durch die er gerade sah. Das Pferd wich nicht aus, und der Zusammenstoß hinterließ eine bleibende Narbe auf der Lippe des Stars, die er mit einem Schnurrbart kaschierte. Zahlreiche Stars waren und sind im Powerscourt House zu Gast gewesen, darunter Ryan O'Neal, Tom Cruise, Rock Hudson, Anne Hathaway, Sally Field, Guy Pierce und Clive Owen. Zu den weiteren Berühmtheiten, die Powerscourt im Laufe der Jahre besucht haben, gehören Prinzessin Grace und Prinz Rainier von Monaco, Jackie Kennedy Onassis, die Königin von Dänemark, Neil Armstrong, David Bowie, Dolly Parton, Ridley Scott, Val Kilmer, Nicole Kidman, Joan Rivers und Matt Damon. Das Anwesen ist nicht nur ein Muss für Gartenliebhaber, es hat auch für viele andere Reisende etwas zu bieten: Wer Irland mit Kindern erkundet und einen einfachen Tagesausflug von Dublin aus unternehmen möchte oder Lust auf einen Spaziergang in wahrhaft herrlicher Umgebung hat, darf Powerscourt nicht verpassen! Alles, was man wissen muss Powerscourt Estate liegt in der Grafschaft Wicklow, unmittelbar südlich von Dublin, und ist leicht mit dem Auto oder mit einem der vielen Busse zu erreichen, die von Dublin aus fahren. Die Gärten sind gut ausgeschildert und auf dem Gelände des Anwesens gibt es ausreichend kostenlose Parkplätze. Wer nicht mit dem Auto unterwegs ist, kann Powerscourt auch einfach im Rahmen einer Bustour von Dublin aus besuchen. Die Touren dauern in der Regel einen Tag und schließen weitere Attraktionen in der Umgebung ein, wie z. B. Glendalough. Im Hauptbereich gibt es Wickelmöglichkeiten. Die meisten Bereiche des Hauptgartens sind kinderwagenfreundlich. Hunde sind in den Gärten und dem Haus nicht erlaubt. Kaffee und Kuchen bekommt man im Terrassencafé im Haupthaus (malerischer Blick auf die italienischen Gärten!). Mittagessen und Nachmittagstee kann man im Powerscourt Hotel genießen, das eine schöne Aussicht auf die Berge bietet. Tickets (Stand Juni 2024) Erwachsene €13.50 Senioren €11.50 Studenten €10.00 Kinder (unter 16) €5.00 Kinder (unter 5) frei Familie €32.00 Öffnungszeiten (Stand Juni 2024) Geöffnet an 7 Tagen die Woche, 363 Tage im Jahr (Ausnahmen 25. und 26. Dez.). Im Winter schließen die Gärten bei Dämmerung. Letzter Eintritt 30 Minuten vor Schließung. Jan 09.30 – 16.30 Uhr Feb 09.30 – 17.00 Uhr Mrz - Okt 09.30 – 17.30 Uhr Nov 09.30 – 17.00 Uhr Dez 09.30 – 16.30 Uhr Was kann ich in Powerscourt erwarten? Die wichtigste Sehenswürdigkeit von Powerscourt Estate sind die weltberühmten Gärten. Sie erstrecken sich auf der Rückseite des Hauses und fallen sanft zu den Wicklow Bergen hin ab, um sich dann großzügig zu öffnen. Die Gärten sind so weitläufig, dass man daraus leicht einen mehrstündigen Spaziergang machen kann. Sie sind in verschiedene Bereiche aufgeteilt, die alle einen Besuch wert sind. Entworfen wurde diese Augenweide vom deutschen Architekten Richard Cassels, in Irland auch unter dem Namen Richard Castle bekannt. Zu Cassels Bauwerken gehören übrigens auch der dorische Tempel im Trinity College Dublin, das Rotunda Hospital in Dublin, Leinster House in Dublin, Conolly’s Folly, Powerscourt House bei Enniskerry, Russborough House bei Blessington und Westport House in Westport. Zur Inspiration für die Gestaltung der Gärten dienten Besuche in den Ziergärten von Schloss Versailles, Schloss Schönbrunn bei Wien und Schloss Schwetzingen bei Heidelberg. Die Entwicklung des Gartens dauerte 20 Jahre und wurde 1880 abgeschlossen. Der erste Bereich, auf den man stößt, sobald man den hinteren Teil des Anwesens erreicht, sind die italienischen Gärten; entworfen 1848 vom Architekten Roberston. Es brauchte 100 Männer und 12 Jahre, bis sie fertiggestellt waren. Die Gärten erstrecken sich über mehrere Terrassen, die mit Skulpturen und Blumen geschmückt sind, und fallen sanft zu einem künstlichen See hin ab, in dessen Mitte die Statue eines Tritons steht. Wem diese Statue bekannt vorkommt - sie ist der von Bernini auf der Piazza Barberini in Rom nachempfunden! Weiter unten auf dem Gelände, am Ende der italienischen Gärten, liegen die japanischen Gärten. Es sind wunderschöne, entspannende Gärten, die von einem schönen Fußweg durchquert werden und mit einem kleinen Tempel im japanischen Stil geschmückt sind. Besuchen Sie nicht nur diesen Garten, sondern auch den hinteren Bereich mit dem Pepperpot Tower: Der Turm selbst ist bezaubernd und die Aussicht von hier ist fabelhaft! Dies ist einer der besten Teile von Powerscourt für Kinder. Spannend ist auch der Haustierfriedhof - zu finden auf der dem japanischen Garten gegenüberliegenden Seite des Triton-Sees. Hier ruhen die Haustiere der Familien Wingfield und Slazenger, die hier lebten. Zur Historie der Besitzer von Powerscourt House and Garden kommen wir noch. Der Haustierfriedhof ist eine schöne, ruhige Ecke und besonders schön im späten Frühjahr/Frühsommer, wenn die Blumen in diesem Teil des Anwesens in voller Blüte stehen. Zwischen dem Haustierfriedhof und dem Haupthaus liegt der schöne Powerscourt-ummauerte Garten, der auch als "Küchengarten" bekannt ist. Dies ist der Teil des Anwesens, aus dem die Kräuter und Produkte stammen. Es ist ein schöner und entspannender Ort, der sich dank seiner flachen Wege auch für einen Besuch mit kleinen Kindern eignet. Stilvoll Kuchen essen im Hauscafé - Powerscourt House beherbergt ein hübsches Café mit einer ausgezeichneten Auswahl an Kuchen (dessen Rezepte sich im Kochbuch des Cafés wiederfinden und im Shop zu haben ist). Das Café ist immer gut besucht, aber ein Besuch lohnt sich, vor allem in der Hochsaison, wenn man auf der herrlichen Terrasse sitzen kann, mit Blick auf die Gärten. Whiskey-Liebhabern gefällt vielleicht auch ein Besuch der Fercullen Irish Whiskey Distillery im Powerscourt House. Die Brennerei wurde 2019 eröffnet und bietet eine hervorragende Führung durch ihre Einrichtungen, natürlich mit einer Whiskey-Verkostung (eigentlich 4!). Eine weitere, relativ neue Attraktion in Powerscourt, interessant v. a. für Kinder und Teenager ist das Cool Planet Experience; eine interaktive Ausstellung, die über den Klimawandel informiert. Wie wäre es zum Abschluss mit einem Picknick an Irlands höchstem Wasserfall? Der Powerscourt-Wasserfall befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Anwesens und hat einen anderen Eingang und Parkplatz. Der Wasserfall ist eine ganz andere Art von Attraktion: Hier gibt es keine gepflegten Gärten, sondern einen wunderschönen Wasserfall und einen Picknickplatz, der an Frühlings- und Sommerwochenenden regelmäßig Familien aus der Umgebung anlockt. Für Kinder ist dies ein schöner Ort, da es einen guten Spielplatz mit Sand gibt, den besonders Kleinkinder lieben. Wir finden, ein Ausflug zum Powerscourt House and Gardens sowie zum Wasserfall ist sehr lohnenswert und verspricht einen entspannten Tag für die ganze Familie.

  • Irland - die besten Wanderungen in Dublin - Malahide Castle and Gardens

    Malahide Castle and Gardens - ein Ausflugstipp, der das ganze Jahr funktioniert, für Familien, Freunde, Paare - alle Altersgruppen. Der große Spielplatz und der Feenpfad ist etwas für die Kleinen, Gartenfreunde können donnerstags um 11 h eine geführte Gartentour mit dem Chefgärtner erleben, oder man gönnt sich abends eine Theateraufführung oder eine Whisky-Verkostung . Malahide Castle and Gardens hat einiges zu bieten. Warum sollte man Malahide Castle and Gardens besuchen? Wie gesagt, es gibt einen preisgekrönten Kinderspielplatz dort, einen Feenpfad, ein Schmetterlingshaus, alte Abteiruinen, Wanderwege, einen Avoca Store plus Café, Führungen durch das Innere des Schlosses und den Botanischen Garten, dazu gut gepflegte Wege sowie großzügige Parkmöglichkeiten. Noch besser: Es gibt hier auch einiges zu unternehmen, ohne dass man viel Geld ausgeben muss. Man kann einen Spaziergang durch die schönen Anlagen machen, bei geeignetem Wetter locken passende Picknickbänke und immer gibt es romantische Blicke auf das Schloss, oder die Ruinen von Malahide Abbey. Die Kinder werden auf dem Spielplatz definitiv Spaß haben. Das Schloss und der ummauerte Garten sind das ganze Jahr über ab 9.30 Uhr geöffnet, die letzte Führung findet im Sommer um 16.30 Uhr und im Winter (November - März) um 15.30 Uhr statt. Der letzte Eingang zum Feenpfad ist eine halbe Stunde früher, also 16 Uhr im Sommer und 15 Uhr im Winter. Parken und Anreise Am Schloss stehen zahlreiche kostenlose Parkplätze zur Verfügung, aber man das Auto auch auf dem Dorfparkplatz in Malahide abstellen und zum Schloss schlendern. Malahide Castle ist leicht zu erreichen, was es zu einem beliebten Tagesausflug vom Stadtzentrum Dublins aus macht. Bus - vom Stadtzentrum Dublins kann man die Buslinie Nr. 42 Bus oder Nr. 32 Bus nach Malahide nehmen. Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten. Zug - man nimmt den DART-Zug von der Stadt zum Bahnhof Malahide, die Fahrt dauert etwa 30 Minuten. Malahide Castles spannende Vergangenheit Malahide Castle stammt aus dem 12. Jahrhundert, als Richard Talbot, wie alle guten Normannen es zu tun pflegten, auf dem von König Heinrich II. geschenkten Land eine Burg baute. Die Burg ist insofern einzigartig, als die Familie Talbot sie fast (mit einer Ausnahme) 800 Jahre lang besaß. Die Familie Talbot lebte hier von 1185 an, bis der letzte Lord Talbot starb, da schrieb man das Jahr 1973 und das Schloss wurde verkauft. Der zentrale normannische Wohnturm ist der älteste Teil des Schlosses. Im Erdgeschoss gibt es eine interessante Ausstellung über die Familie Talbot und einen Bereich mit Erläuterungen. Es werden Führungen durch die oberen Stockwerke angeboten; sie dauern ca. 45 Minuten. Audioguides sind in Irisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Russisch und Mandarin erhältlich. Zu den Höhepunkten der Besichtigungstour gehört der prächtige Eichensaal mit seiner dunklen Vertäfelung und Möbeln aus der Zeit um 1600. Ein weiteres Schmuckstück ist die Great Hall, die 1495 für Bankette erbaut wurde und Porträts von Generationen der Familie Talbot enthält. In der Großen Halle befindet sich auch ein großes Gemälde des niederländischen Malers Jan Wyck, das die Schlacht am Boyne zeigt, die 1690 zwischen dem protestantischen König Wilhelm III. und dem katholischen König Jakob II. stattfand. Vierzehn Mitglieder der Familie Talbot starben in dieser Schlacht, da sie auf der katholischen Seite standen. Das Schloss überstand auch die Penal Laws (Gesetze gegen Katholiken und andere “Abtrünnige” von der anglikanischen Kirche), auch wenn die Familie bis 1774 standhaft katholisch blieb. 1918, während des Ersten Weltkrieges , wurde auf dem Burggelände ein Start- und Landeplatz für Luftschiffe etabliert, den die Luftschiffe der Luftwaffenbasis in Anglesey in Wales nutzten, die Angriffe gegen U-Boote in der irischen See flogen. Man plante, hier ab 1919 Luftschiffe zu stationieren, verwarf diesen Plan aber bei Kriegsende wieder. In den 1920er-Jahren entdeckte man die privaten Unterlagen von James Boswell in der Burg und der Urgroßenkel von Lord Talbot of Malahide verkaufte sie an den US-amerikanischen Sammler Ralph Heyward Isham (1890–1955). Letztlich erbte der 7. Baron Talbot Malahide Castle und dessen Anwesen und, als dieser 1973 starb, fiel es an seine Schwester ‘’Rose’’. Rose verkaufte die Burg an die Republik Irland, auch, um die Erbschaftssteuer bezahlen zu können. Große Teile der Einrichtung, darunter besonders Möbel, mussten leider vorab verkauft werden, was zu einem erheblichen, öffentlichen Streit führte, aber privaten Sammlern und dem Staat gelang es, einiges davon zu retten.

  • Irland - Die besten Wanderungen in Dublin - Killiney Hill Walk

    Wer seine Beine nicht allzu sehr strapazieren, sich aber dennoch mit spektakulären Ausblicken verwöhnen möchte, dem legen wir den Killiney Hill Walk in Dublin ans Herz. Schnappt Euch, falls vorhanden, Euren Hund, die Kinder und dann los! Zu sehen gibts Dublin im Nordwesten, die Irische See und die Berge von Wales (an klaren Tagen) im Osten und Südosten sowie Bray Head und die Wicklow Mountains im Süden. Killiney Hill ist der südlichste der beiden Hügel, die die Südgrenze der Bucht von Dublin bilden, der andere ist Dalkey Hill. Die beiden Hügel bilden einen Teil des Killiney Hill Park. Killiney Hill, 153 Meter hoch, wird von einem Obelisken gekrönt, der an die Opfer der irischen Hungersnot (1740-1741) erinnert. Bevor wir zu den Wanderrouten kommen, sei noch erwähnt, dass Henry Loftus, anglo-irischer Adliger und Politiker, zusammen mit John Scott 1st Earl of Clonmell diesen Hügelpark entwarf, erste Straßen baute und Rehe ansiedelte. Im Jahr 1887 hat Prinz Albert Victor von Wales zur Erinnerung an das Jubiläum von Königin Victoria den Park gnädigerweise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht - der Hügel hieß zunächst Victoria Hill. Jener Albert Victor übrigens, der 1889 bei einer Polizeirazzia in einem illegalen Männerbordell als Freier erkannt worden war und Vertuschungsaktionen in den höchsten Kreisen auslöste (Cleveland-Street-Skandal), aber wir wollen hier nicht abschweifen. ;-) Die Wanderrouten und wie kommt man hin? Die Killiney Hill Wanderung ist auch bei den Dublinern unter der Woche sehr beliebt, kein Wunder, bietet sie einen der schönsten Ausblicke Irlands. Wandern kann man mehrere Routen (eine längere, die am Fuße des Killiney Hill beginnt, und zwei kurze, die vom Hauptparkplatz des Killiney Hill ausgehen), falls man mit dem Auto anreist. DART-Züge fahren alle 10 bis 20 Minuten vom Bahnhof Connolly im Dubliner City Centre zum DART-Bahnhof Dalkey. Dalkey ist an sich schon ein reizvolles Dorf, mit vielen netten Restaurants und Geschäften. Von der DART-Station sind es etwa 20 Minuten bis zum Killiney Hill Park, aber schon der Weg dorthin bietet atemberaubende Ausblicke auf das Meer. In früheren Zeiten gehörte dieses Gebiet mit großen Ländereien über Jahrhunderte der normannischen Familie Talbot (es sind dieselben Talbots, denen auch Malahide Castle gehörte). Durch sie ging der Besitz schließlich an Colonel John Malpas über, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Rochestown ein Backsteinhaus für sich selbst baute. Die Geschichte des Obelisks Über ein Jahrhundert war der Obelisk die Hauptattraktion der Ländereien von Mount Malpas oder Scalpwilliam, und Besucher wurden mit der Kutsche, zu Pferd oder zu Fuß zum Gipfel gebracht, um die Aussicht zu bewundern. Es war Mapas, der den markanten, kegelförmigen Obelisken auf dem Killiney Hill errichtete, wie eine Marmortafel darauf vermerkt. Frühe Stiche zeigen eine Treppe, die zu einem Aussichtsbalkon führte, aber diese wurde später aus Sicherheitsgründen entfernt. Das Jahr des Schlachtens - 1741/42 Was außerhalb Irlands manchen nicht bekannt ist, der Winter 1741/42, in Irland als "das Jahr des Schlachtens" bezeichnet, war auf gewisse Art schlimmer, als die Große Hungersnot (irisch Gorta Mór) 1845-1852, denn sie kostete verhältnismäßig mehr Opfer. Es starben 1741/42 schätzungsweise bis zu 20 Prozent der 1740 lebenden Bevölkerung von 2,4 Millionen Menschen. Damals kam alles zusammen: Extrem kaltes und dann trockenes Wetter in aufeinander folgenden Jahren, extrem schlechte Getreide- und Kartoffelernten, Mangel an Milch und der Ausbruch tödlicher Krankheiten. Malpas war einer von mehreren Landbesitzern, die extra Bauprojekte durchführten, um Arbeitsplätze zu schaffen, um so die Not zu lindern. Die Pyramide Die Pyramide auf dem Killiney Hill befindet sich ganz in der Nähe des Obelisk, allerdings ein wenig versteckt hinter Ginsterhecken. Sie wurde 1852 von Robert Warren erbaut, dem damaligen Besitzer des Anwesens. Dubliner nennen die Pyramide “Wishing Stone“. Aufgepasst! Wenn man alle Ebenen der Pyramide umrundet, bis ganz nach oben geht und nach Dalkey Island, Richtung St. Begnet's Oratory blickt und dabei einen Wunsch äußert - soll er in Erfüllung gehen. Killiney Hill war früher höher. Als man die Piers von Dún Laoghaire baute, benötigte man Material und trug einfach den Gipfel ab. Was kann man noch erkunden, wenn man schon mal da ist? Es gibt noch eine Handvoll weiterer Sehenswürdigkeiten und Unternehmungen in unmittelbarer Nähe von Killiney Hill, zum Beispiel Sorrento Park. Der Eingang zum Sorrento Park, Coliemore Road, ist leicht zu übersehen, er sieht eher wie eine Hofeinfahrt aus, doch es lohnt sich, nach ihm Ausschau zu halten, denn die Aussicht auf Dalkey Island ist überwältigend. Der nahe gelegene Dillon's Park ist einer der malerischsten Parks in Dublin. Dort gibt es auch einen uralten heiligen Brunnen, der einst Teil der frühen keltisch-christlichen Rituale war. Erstaunlicherweise wurde er erst 2017 freigelegt! Der heilige Brunnen befindet sich auf der Nordseite des Parks. Vico Baths ist eine der einzigartigeren Badestellen in Dublin und überaus beliebt. Einst war Vico Baths ein reiner Männerbadeort, heute zieht es Jung und Alt beiderlei Geschlechts gleichermaßen an. Man muss nicht unbedingt eintauchen, um die Geschichte dieses Ortes zu verstehen. Achtung! Vico Baths ist nur durch eine kleine Lücke in einer Mauer an der Vico Road zu erreichen, von wo aus man den Schildern und Handläufen hinunter folgt. Und nochmal Achtung! Die sich an die Klippen schmiegende Vico Road ist zwar wunderschön und riviera-ähnlich, aber auch eng, so dass es hier keine Parkplätze gibt! Der beste Parkplatz für Vico Baths ist der am Bahnhof von Dalkey (13 Minuten Fußweg). Wir empfehlen, gemütlich durch das malerische Dalkey zu schlendern und Dalkey Castle einen Besuch abzustatten. Believe it or not - es gab einst sieben Burgen in Dalkey. Im Laufe der Zeit wurden sie jedoch alle zerstört oder abgetragen, bis auf eine - Dalkey Castle. Zum Abschluss eines erlebnisreichen Tages könnte es dann noch nach Dún Laoghaire gehen. Mit seiner langen Promenade und dem belebten Hafen verströmt die Stadt ein angenehmes Küstenflair. Der People's Park, der Pier, die Cafés am Wasser - vieles trägt zur traditionellen Urlaubsatmosphäre der Stadt bei. Die Mariner's Church beherbergt heute das National Maritime Museum, und der Jachthafen mit 820 Liegeplätzen ist der größte Irlands. Hier eine Karte um sich selbst auf den historic trail zu begeben. Viel Spaß!

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