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- Reisepläne? Hier die meistbesuchten Attraktionen Irlands
Das neue Jahr ist noch ganz frisch und so mancher schmiedet vielleicht bereits Reisepläne für 2026. Für Eure Irland-Bucketlist hier die meistbesuchten Attraktionen in Irland 2024 laut OPW ( Office of public works ) - die Liste für 2025 hat das OPW noch nicht veröffentlicht. Es sind schon erstaunliche Zahlen - fast 14 Millionen Menschen ließen sich Irlands Schätze nicht entgehen. Wer mit schmalem Budget unterwegs ist, für den hat übrigens der Mittwoch eine besondere Bedeutung. Achtung! Freier Mittwoch - freier Eintritt An jedem ersten Mittwoch im Monat bieten viele OPW-Kulturerbe-Stätten freien Eintritt für Einzelpersonen und Familien. Eine Liste der teilnehmenden Attraktionen findet man hier auf der OPW-Website . Und hier geht's zur Liste der kostenfreien Sehenswürdigkeiten. Insgesamt 13,8 Millionen Besucher besuchten im Jahr 2024 die Kulturerbestätten des Office of Public Works (OPW) – wobei Dublin Castle als beliebteste Sehenswürdigkeit ganz oben auf der Liste stand. Weitere Ausflugstipps, Kurioses und Ziele abseits ausgelatschter Touristenpfade in Lisalinas Irlandblog Dublin Castle Das im Herzen von Dublin gelegene Dublin Castle wurde im frühen 13. Jahrhundert erbaut und diente als Machtzentrum der englischen (und später britischen) Regierung. Eine Voranmeldung https://www.dublincastle.ie/ wird empfohlen, da das Platzangebot begrenzt ist. Buchungen können bis zu 15 Tage im Voraus vorgenommen werden. Kilkenny Castle An zweiter Stelle folgt Kilkenny Castle mit 429.546 Besuchern in 2024, was einem Rückgang von 22.837 Besuchern oder 5 % gegenüber 2023 entspricht. Kilkenny Castle & Parklands - Grafschaft Kilkenny. Kilkenny Castle, der zentrale Punkt der Stadt Kilkenny, wirkt wie ein königlicher Palast und ist daher ein sehr prachtvoller Ort, den man besuchen sollte. Es ist wichtig zu wissen, dass der Besuch des Parks kostenlos ist. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Infos: https://www.9lebenverlag.com/post/schon-mal-von-der-mittelalterlichen-meile-in-irland-geh%C3%B6rt sowie https://www.9lebenverlag.com/post/irland-wo-einst-der-scheiterhaufen-brannte Rock of Cashel An dritter Stelle liegt der Rock of Cashel in Tipperary mit 365.505 Besuchern, was einem Anstieg von 2 % gegenüber 2024 entspricht. Der prächtige Rock of Cashel wurde ursprünglich als Festung im späten 4. oder 5. Jahrhundert als Sitz des Königtums von Munster und als Einweihungsort seiner Könige errichtet. Im 7. Jahrhundert taufte St. Patrick hier einen König von Munster, und 1101 schenkte der regierende König die Festung der Kirche. Dieses beeindruckende Bauwerk wurde 1869 als Nationaldenkmal in staatliche Obhut gegeben. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Kilmainham Gaol Das Kilmainham Gaol in Dublin, das für den Osteraufstand von 1916 steht, folgt mit 243.078 Besuchern, 15.000 weniger als im Vorjahr. Das 1796 als neues County Gaol für Dublin eröffnete Gefängnis hielt Tausende von Männern, Frauen und Kindern für alles Mögliche gefangen, von kleineren Vergehen bis hin zu organisierter Rebellion. Die Geschichten, die Sie bei der Führung hören werden, sind sowohl traurig als auch kraftvoll. Eine Voranmeldung ist erforderlich , da die Karten schnell ausverkauft sind. Die Reservierung beginnt 28 Tage vor Ihrem Besuch um Mitternacht irischer Zeit. Dún Aonghasa Photocredit Ronan Mac Giollapharaic Dun Aonghasa Die prähistorischen Meeresklippen von Dun Aonghasa auf den Aran-Inseln vor der Küste von Galway verzeichneten 146.089 Besucher, was einem Anstieg von 1,3 % entspricht. Die Daten für 2024 zeigen, dass Besucher weiterhin großes Interesse an Irlands historischen Burgen, Denkmälern und grünen Erholungsgebieten im ganzen Land haben. Dún Aonghasa ist die größte prähistorische Steinfestung auf den Aran-Inseln. Dún Aonghasa besteht aus drei massiven Trockensteinmauern, die von einem dichten Band aus zerklüfteten Steinen umgeben sind, und thront am Rande der Klippen - ein imposantes Bauwerk, das der Verteidigung dient. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Besucher sollten beachten, dass vom Besucherzentrum aus ein 1 km langer Fußweg zur Anlage führt, der über raue, natürliche Felsen führt. Am Rande der Klippen gibt es keine Zäune oder Barrieren. Ross Castle, Photocredit Robert Linsdell Ross Castle Ross Castle in Killarney (143.016) thront seit über 500 Jahren stolz über den Gewässern des Lough Leane. Es wurde im 15. Jahrhundert im heutigen Killarney-Nationalpark erbaut und war einst die Heimat der Oberhäupter des wilden O’Donoghue-Clans. Als wichtige Station entlang der Ring of Kerry-Route kann es von außen, innerhalb des Geländes und im Rahmen der beliebten Ross Castle-Tour bewundert werden. Brú na Boinne Brú na Boinne mit Newgrange und Knowth (133.991), Clonmacnoise (118.337). Brú na Bóinne (einschl. Newgrange and Knowth) - Grafschaft Meath. Diese UNESCO-Welterbe-Stätte besteht aus drei prähistorischen Ganggräbern - Knowth, Newgrange und Dowth, die um 3200 v. Chr. errichtet wurden und die größte Sammlung megalithischer Kunst in Westeuropa enthalten. Der Zugang zum Besucherzentrum ist für jedermann möglich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Zugang zu den Gräbern von Newgrange und Knowth ist nur mit Führung möglich und eine Voranmeldung ist erforderlich. Die Buchung ist 30 Tage vor dem Besuch um Mitternacht irischer Zeit möglich. Trim Castle Trim Castle Trim Castle - 113.372 Besucher - Grafschaft Meath Trim ist die größte normannische Burg in Irland, deren Bau 30 Jahre dauerte. Sie wurde in Form eines Kreuzes mit 20 Seiten gebaut und war von einem Graben, einer Ringmauer und einem mit Wasser gefüllten Graben umgeben, so dass sie fast uneinnehmbar war. Das Gelände von Trim Castle und der reizvolle Flussweg sind kostenlos zu besichtigen. Siehe auch " Mit Mel Gibson im Trim Castle " . Besuche in der Burg sind nur mit Führung möglich. Eine Voranmeldung ist nicht möglich; die Führungen sind ausgebucht und werden in der Reihenfolge der Anmeldungen durchgeführt. Die Führungszeiten können sich täglich ändern. Charles Fort Charles Fort - 96.253 Besucher - Grafschaft Cork Diese sternförmige Militärfestung, die die Mündung des Hafens von Kinsale bewacht, wurde Ende des 17. Jahrhunderts errichtet. Obwohl sie während der Wilhelminischen Kriege einer 13-tägigen Belagerung standhielt, erwiesen sich die Konstruktion und der Standort des Forts letztlich als fehlerhaft. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Barryscourt Castle in der Grafschaft Cork wird nächsten Monat eröffnet, während Emo Court in Laois und Ormond Castle in Tipperary wieder für Besucher geöffnet werden, teilt das OPW mit. Wachsende Zahl von Besuchern, die irische Kulturerbe-Stätten als großartige Ausflugsziele betrachten Gleichzeitig stehen offenbar auch die großen Parks wie der Phoenix Park , St. Stephen's Green und die Parkanlagen rund um Doneraile Court weiterhin ganz oben auf der Liste der Irlandbesucher. Garnish Island Letztes Jahr hat das OPW einen neuen Führer über die historischen Gärten Irlands herausgegeben. Dieser umfassende Führer zu jedem der 32 traumhaften Parkanlagen des OPW umfasst einige der ikonischsten Gärten und berühmtesten Pflanzensammlungen Irlands , von den international bekannten Nationalen Botanischen Gärten in Glasnevin in Dublin bis Ilnacullin/Garnish Island mit seiner Sammlung exotischer und seltener Pflanzen der südlichen Hemisphäre. Man kann auch einen wunderbaren Tag unter den 4500 Bäumen und Sträuchern des John F. Kennedy Arboretum in New Ross (Co. Wexford) verbringen, einem Freilichtmuseum für Bäume, von denen einige noch aus der Zeit der Dinosaurier stammen. Hier geht's zum (englischsprachigen) Führer über die 32 schönsten Parkanlagen Irlands.
- Irische Neujahrstraditionen - allen ein gutes Neues Jahr 2026!
Irland ist, wie wir wissen, ein Land, das historisch mit vielen Mythen und Legenden gesegnet ist. Der Beginn eines neuen Jahres war und ist in Irland immer auch eine Zeit der Hoffnung. Hier 5 typisch irische Neujahrsbräuche. Wir wünschen allen ein wunderbares neues Jahr, möge es nur Gutes bringen! #1 Mit Brot an die Türen und Wände klopfen Mit diesem Brauch glaubte man das Pech aus dem Haus jagen zu können und gute Geister für das neue Jahr einzuladen. #2 Kohlen im Haus Man glaubt, wenn man Kohlen im Haus hat, dann wird man im neuen Jahr keine Armut bzw. keinen Mangel leiden. #3 Für Verstorbene Familienmitglieder den Tisch mitdecken An Neujahrsnacht decken Familien in ganz Irland einen Platz am Esstisch für diejenigen mit, die im Vorjahr verstorben sind. Gleichzeitig lässt man die Tür unverschlossen. #4 Federn oder Mistelzweig unters Kopfkissen des künftigen Partners Es wurde früher geraten, jener Person, die als zukünftiger Partner gedacht war, einen Mistelzweig oder eine Feder unters Kopfkissen zu legen. Das sollte dafür sorgen, dass der zukünftige Partner von einem träumen wird. #5 Wichtig, die Türen! An Silvester ist es empfehlenswert, das Haus durch die Vordertür zu betreten und durch die Hintertür zu verlassen. Das soll Glück bringen.
- Wie feiert Irland Weihnachten? 11 Antworten für Weihnachtfans
Weihnachten in Irland ist mehr als nur ein Feiertag; es ist eine herzliche Mischung aus Glauben, Folklore, Essen, Musik und seit Generationen gepflegten Traditionen. Obwohl Irland diese Jahreszeit ähnlich wie der Rest der Welt feiert, hat das Land seine eigenen einzigartigen Bräuche, die seine Kultur und Geschichte widerspiegeln. Von der beleuchteten Kerze im Fenster an Heiligabend bis zur beliebten Late Late Toy Show. Ganz gleich, ob man im Dezember eine Reise nach Irland plant oder einfach nur die irische Tradition zu Hause erleben möchte. Heute nehme ich Euch mit! Weihnachten in Irland. Irische Weihnachtsdekorationen - Stechpalme und Efeu In Irland beginnt die Weihnachtsdekoration traditionell Anfang Dezember. Familien hängen Kränze an ihre Türen, schmücken ihre Häuser mit Lichterketten und bringen frische Stechpalmen und Efeu ins Haus, die mit alten keltischen Wintertraditionen in Verbindung stehen. Die Stechpalme mit ihren roten Beeren galt als Zufluchtsort für gute Geister, und in der irischen Folklore glaubte man, dass sie Unglück abwehrte. Stechpalme und Efeu gehören somit zu den traditionellsten Weihnachtsdekorationen in Irland. Diese widerstandsfähigen immergrünen Pflanzen stehen für ewiges Leben und wurden schon lange vor der Christianisierung Irlands verwendet. Die alten Kelten glaubten, dass Stechpalmen Schutzkräfte besitzen, und sie um Türen und Fenster herum anzubringen, sollte böse Geister abwehren. Auch heute noch werden Stechpalmenkränze an Haustüren aufgehängt, oft mit roten Bändern verziert oder mit Beeren und Schleifen geschmückt. Kerze im Fenster Eine der bekanntesten irischen Weihnachtsdekorationen ist die Kerze im Fenster. Traditionell wurde sie am Heiligabend im vorderen Fenster irischer Häuser platziert und symbolisierte die Begrüßung von Maria und Josef auf ihrer Suche nach einer Unterkunft. Sie signalisierte auch Gastfreundschaft gegenüber Reisenden und war während der britischen Herrschaft ein geheimes Zeichen der Begrüßung für katholische Priester. Heute werden aus Sicherheitsgründen oft elektrische Kerzen verwendet, aber die Tradition lebt als starkes Symbol für irische Herzlichkeit und Glauben weiter. Der Weihnachtsbaum Der Weihnachtsbaum wurde in Irland im 19. Jahrhundert unter dem Einfluss europäischer Bräuche populär. Heute sind die Straßen in Dublin, Galway und Cork mit funkelnden Weihnachtslichtern beleuchtet, was die Innenstädte während der Weihnachtszeit zu magischen Orten macht. In Irland ist der traditionelle Tag für das Aufstellen des Weihnachtsbaums der 8. Dezember, das Fest der Unbefleckten Empfängnis. Dieses Datum markierte für viele katholische Familien den Beginn der Weihnachtszeit und fiel auch mit der Zeit zusammen, in der die Landbevölkerung in die größeren Städte fuhr, um Einkäufe für die Feiertage zu tätigen. Krippenszenen In vielen irischen Haushalten stehen Krippensets, die auf Irisch „mangairlí” genannt werden. Diese Sets enthalten oft handgeschnitzte Figuren von Maria, Josef, dem Jesuskind, Hirten und den drei Weisen. In streng religiösen Haushalten wird das Jesuskind erst am Weihnachtsmorgen in die Krippe gelegt, um die Vorfreude auf das Fest aufrechtzuerhalten. Der Weihnachtsmann auf Irisch Der Weihnachtsmann, auf Irisch als Daidí na Nollag (Vater von Weihnachten) bekannt, wird in der Republik Irland und Nordirland liebevoll „Santy” genannt. Kinder hängen an Heiligabend Strümpfe auf und warten gespannt auf die Geschenke, die Santy ihnen bringt. In vielen irischen Haushalten stellen Familien ein Stück Mince Pie und ein Glas Guinness (anstelle von Milch) für Santy bereit, zusammen mit einer Karotte für seine Rentiere. Und natürlich wartet jedes Shopping Center mit einem Santa auf, der in seiner Grotto auf Kinder wartet. Photo credit: Waterford-news.ie Das Weihnachtsschwimmen Am Weihnachtsmorgen nehmen Tausende hartgesottene Menschen in ganz Irland am Weihnachtsschwimmen teil. Sie tauchen tapfer ins eisige Wasser des Atlantiks oder der Irischen See ein. Beliebte Orte sind unter anderem Forty Foot in Dublin, Salthill in Galway und Sandycove in Cork. Auch wenn das Schwimmen abschreckend wirken mag, handelt es sich um eine Wohltätigkeitsveranstaltung, bei der die Teilnehmer oft Spenden für lokale Zwecke sammeln. Diese Tradition bringt die Gemeinden zusammen und zeigt die Ausdauer und Festtagsstimmung der Iren. Traditionelles irisches Weihnachtsessen Das Essen spielt eine zentrale Rolle zu Weihnachten in Irland. Das traditionelle irische Weihnachtsessen besteht in der Regel aus gebratenem, gefülltem Truthahn oder Gans, Schinken, Bratkartoffeln, Rosenkohl und Soße. Als Dessert wird Christmas Pudding (ein reichhaltiger, mit Whiskey oder Brandy getränkter Früchtekuchen) serviert, der oft flambiert wird, bevor er mit Sahne oder Vanillesoße genossen wird. Mince Pies und reichhaltige Früchtekuchen gehören während der gesamten Weihnachtszeit dazu. Weihnachtseinkäufe in Irland Mitte des 20. Jahrhunderts war der 8. Dezember, das Fest der Unbefleckten Empfängnis, auch der wichtigste Tag für Weihnachtseinkäufe in Irland. An diesem Tag blieben die Schulen geschlossen, und Familien aus ländlichen Gebieten fuhren in die Städte, um Geschenke, Dekorationen und Weihnachtsartikel zu kaufen. Geschäfte wie Clerys in Dublin boten Kunden, die mehr als 5 Pfund ausgaben, eine Rückerstattung der Zugfahrkarte an, was die Bedeutung dieses Tages unterstrich. Inzwischen, Stichworte Online-Shopping, Black Friday, hat diese Tradition ihre Bedeutung verloren. Feiertagszeit Traditionell dauerte die irische Feiertagszeit vom ersten Weihnachtsfeiertag bis zum 6. Januar (Little Christmas oder Nollaig na mBan). Der 6. Januar ist als „Frauenweihnachten” bekannt, ein Tag, an dem sich die Frauen nach wochenlangen Vorbereitungen für die Feiertagsmahlzeiten und Festlichkeiten ausruhten. Damit endete in Irland offiziell die Weihnachtszeit. Bis zu diesem Datum blieben auch die Häuser geschmückt, da man glaubte, dass ein vorzeitiges Entfernen der Dekoration Unglück bringe. Photo credit: Dublinlive.ie The Late Late Toy Show Die vielleicht beliebteste und unglaublich "irische" Tradition ist The Late Late Toy Show , die Ende November ausgestrahlt wird. Kinder präsentieren Spielzeug, führen Sketche auf und freuen sich über Überraschungen, während Familien in ganz Irland zusammenkommen, um zuzuschauen. Die Toy Show markiert den inoffiziellen Beginn der Weihnachtszeit und hat Generationen von irischen Kindern geprägt. Irische Weihnachtsmusik In Irland ist die Luft zu Weihnachten voller Musik. Von lokalen Chören, die auf Kopfsteinpflasterstraßen Weihnachtslieder singen, bis hin zu modernen Klassikern prägen Lieder die Atmosphäre der Feiertage. „ Fairytale of New York ” von The Pogues gilt als Irlands inoffizielle Weihnachtshymne. Weitere beliebte Melodien sind " Christmas in Killarney " , traditionelle Weihnachtslieder wie „ O Come All Ye Faithful ”, gesungen auf Irisch (Adeste Fideles) und unser Lieblingsstück ist " Miss Fogarty' Christmas cake " (der Text! :-D). Halten wir fest: Weihnachten in Irland ist ein Fest des Alten und Neuen, eine Mischung aus religiöser Hingabe, kultureller Tradition und fröhlicher Festlichkeit. Vom Anzünden von Kerzen in den Fenstern über das Anschauen der Toy Show bis hin zum brrr ... Weihnachtsbad. Ob man durch die funkelnde Grafton Street in Dublin spaziert, Weihnachtspudding am Kamin genießt oder den Klängen irischer Weihnachtslieder lauscht – eines ist sicher: Weihnachten in Irland ist nicht nur ein Feiertag. Es ist eine lebendige Tradition, die mit Wärme und Stolz von Generation zu Generation weitergegeben wird.
- Irland: Schockverliebt in ein Puppenhaus im Co. Wexford
Als ich das erste Mal dieses Cottage sah, war ich sofort schockverliebt. Über Geschmack lässt sich trefflich streiten, aber ich mag nun mal Häuschen im Zuckerbäcker-Stil. Mit Sicherheit kann dieses "Doll's House" genannte ehemalige Torhaus als außergewöhnlich bezeichnet werden. Das charmante kleine Häuschen kann sogar gemietet werden - es liegt nur einen kurzen Spaziergang vom Johnstown Castle und 5 Autominuten von Wexford entfernt. Ursprünglich wurde es im Jahr 1900 von einer englischen Familie namens Moody erbaut. Obwohl es als Torhaus für das Anwesen Rathaspeck Manor gedacht war, sollen viele Einheimische fälschlicherweise geglaubt haben, es sei das extravagante Puppenhaus für die Tochter des Besitzers. Man glaubt es kaum, noch vor nicht allzu langer Zeit war das Häuschen in einem beklagenswerten Zustand. Das Dach musste dringend repariert werden, und die einst leuchtenden Farben waren verblasst. Vor etwa zehn Jahren begann sich das Schicksal zum Besseren zu wenden. Das Dach wurde mit Hilfe einer Förderung durch den Irish Heritage Council erneuert. Im Jahr 2014 wurde das Puppenhaus von Denis Frayne Limited, einem Bauunternehmen, das sich auf die Restaurierung alter Gebäude spezialisiert hat, neu gestrichen und in seinem früheren Glanz wiederhergestellt. Auch das Innere des Cottage (zwei Schlafzimmer, ein Wohnzimmer und eine Küche) wurde restauriert. Das Häuschen sieht so gar nicht "irisch" aus - wie kommt das? Es wird angenommen, dass das "Design" des Häuschens von der Exposition Universelle stammt, einer „Weltausstellung“, die im Jahr 1900 in Paris stattfand. Diese große Ausstellung zeigte u. a. verschiedene architektonische Strukturen, Maschinen und Erfindungen, wie beispielsweise den Dieselmotor und die Rolltreppe. Die derzeitige Theorie besagt, dass das Puppenhaus tatsächlich von der Exposition Universelle in Frankreich nach Irland verschifft und dann vor den Toren des Herrenhauses wieder aufgebaut wurde. Wie auch immer es war, es ist defintiv etwas ganz Besonderes. Braucht ihr noch ein Weihnachtsgeschenk? Wie wäre es mit einem guten Buch für Irland-Fans oder mit einem tollen Irland-Fotokalender 2026, z. B. dem von Holger Hess, versandkostenfrei erhältlich unter holgerhess.com
- Irlands große Hungersnot - 5 lehrreiche Ausflugsziele zum Thema
Die zeitgenössische Zeichnung stellt Bridget O’Donnel und ihre Kinder dar. Ihre Geschichte wurde in der Illustrated London News vom 22. Dezember 1849 dargestellt: „… im November letzten Jahres wurden wir vor die Tür gesetzt, da wir mit der Pacht in Rückstand waren. Ich lag zu diesem Zeitpunkt im Fieber … sie begannen damit das Haus niederzureißen und hatten die Hälfte bereits abgerissen, als zwei Nachbarfrauen, Nell Spellesley und Kate How, mich hinaus trugen … Ich wurde in eine Hütte getragen und lag dort acht Tage lang, bis ich die Kreatur (das Kind) tot geboren hatte. Danach lag ich noch drei Wochen darnieder. Meine ganze Familie bekam Fieber, und ein Junge, 13 Jahre alt, starb vor Entbehrung und Hunger, während wir krank darnieder lagen.“ Die Jahre von 1845 bis 1852 gehören zu den tragischsten Irlands - sie beeinflussten nicht nur Irland, sondern auch die Geschichte und Zukunft anderer Länder, da mehr als zwei Millionen Iren auswanderten, während mindestens eine Million Iren auf ihrer Insel starben. Die Große Hungersnot ist definitiv das einschneidenste Ereignis der irischen Geschichte. Die Iren nennen diese Zeit Gorta Mór , der große Hunger. Fakt ist: Von dem massiven Bevölkerungsverlust hat sich Irland bis in die Gegenwart nicht erholt. Wir nehmen euch mit auf eine Zeitreise in diese dramatische Vergangenheit. Schlau machen kann man sich zu dem Thema an verschiedenen Orten, beispielsweise im National Famine Museum und/oder an den nachfolgend genannten: 1) Hungerschiff Jeanie Johnston in Dublin: Während der Hungersnot flohen eine Million Iren aus Irland. 2500 nahmen die strapaziöse Reise mit der Jeanie Johnston auf sich. Wer eine Reise in die Vergangenheit machen möchte, erhält einen guten Einblick in das Leben an Bord eines Hungerschiffes und hört die Geschichten der Menschen, die die beschwerliche Reise unternommen haben. 2) Die Hungersnot-Gedenkstätte in Dublin: 'Famine' (1997) wurde von Norma Smurfit in Auftrag gegeben und 1997 der Stadt Dublin übergeben. Die Skulptur ist ein Gedenkwerk für die Iren, die während der Hungersnot im 19. Jahrhundert zur Auswanderung gezwungen waren. Die Bronzeskulpturen wurden von dem Dubliner Bildhauer Rowan Gillespie entworfen und angefertigt und befinden sich am Custom House Quay in den Dubliner Docklands. Dieser Standort ist besonders passend und historisch, da eine der ersten Fahrten während der Hungersnot auf der „Perserverance“ stattfand, die am St. Patrick's Day 1846 vom Custom House Quay ablegte. Kapitän William Scott, gebürtig von den Shetland-Inseln, war ein Veteran der Atlantiküberquerung und gab seinen Bürojob in New Brunswick auf, um die Perserverance von Dublin aus zu steuern. Er war 74 Jahre alt. Der Steuertarif für das Schiff betrug 3 Pfund, und 210 Passagiere nahmen an der historischen Reise teil. Sie landeten am 18. Mai 1846 in New York. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder überlebten die Reise. Im Juni 2007 wurde eine zweite Serie von Hungerskulpturen des Künstlers Rowan Gillespie von Präsidentin Mary McAleese am Kai im Ireland Park von Toronto enthüllt, um an die Ankunft dieser Flüchtlinge in Kanada zu erinnern. credit Magnumlady 3) Das irische Arbeitshaus Zentrum in Galway: Der Poor Law Act in Irland wurde im Juli 1838 verabschiedet. Er machte das Arbeitshaus zu einem zentralen Element in jeder Union in Irland. Sein Zweck war es, diejenigen zu versorgen, die nicht für sich selbst sorgen konnten. Diese Menschen waren die Schwächsten in der Gesellschaft, die Alten, Kranken, Waisen und diejenigen, die keine Arbeit, kein Geld und kein Essen hatten. 163 Arbeitshäuser gab es in Irland bis in die 1920er Jahre, die in zwei Phasen errichtet wurden. Die ersten 130 wurden vor 1850 eröffnet, die letzten 33 wurden nach An Gorta Mór, der großen Hungersnot, eingerichtet. Das The Irish Workhouse Centre liegt etwas außerhalb von Portumna in Co. Galway. Es ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Besucher, die sich für die Geschichte Irlands und die Versorgung der Armen und Kranken interessieren. Man erlebt ein echtes Arbeitshaus von innen, das seit den 1850er Jahren praktisch unverändert ist. credit Suckindiesel 4) Das Dunbrody Hungerschiff in New Ross , Co. Wexford: Das Dunbrody Famine Ship ist eine der bedeutendsten Touristenattraktionen im Südosten Irlands. Im Mittelpunkt steht der authentische Nachbau eines Auswandererschiffs aus den 1840er Jahren, der die Erfahrungen der Emigranten mit der Hungersnot auf erstklassige Weise interpretiert: Mit Führungen, kostümierten Darstellern und thematischen Ausstellungen von höchster Qualität bietet „The Dunbrody“ einen einzigartigen Einblick in den Mut und die Tapferkeit, mit denen die Iren einer verzweifelten Situation begegneten. Slievemore deserted village, Achill Island by Mike Parker 5) Das verlassene Dorf Slievemore , Achill Island, Co. Mayo: Es ist eine eindringliche Erinnerung an vergangene Zeiten. Das verlassene Dorf Slievemore besteht aus etwa 80 bis 100 Steinhäusern, die sich entlang einer kilometerlangen Straße an den Südhängen des Slievemore Mountain befinden. Arte hat dazu eine gute Doku gemacht. Arte schreibt: "1845: Eine große Hungerkatastrophe hat Europa fest im Griff. Sie führte vor 175 Jahren zu politischen Unruhen und Umstürzen, unzählige Menschen starben. (...) In Irland, wo die Kartoffel das Hauptnahrungsmittel für die meisten Menschen darstellte, waren die Auswirkungen besonders extrem. Eine Million Iren starben, zwei Millionen wanderten zwischen 1845 und 1855 aus. Irland ist noch heute das einzige westliche Land mit einer geringeren Bevölkerungszahl als in den 1840er Jahren. Anhand von Gesprächen mit Historikern und von Zeitzeugenberichten ergründet „Die große Hungersnot in Irland“ die Hintergründe dieser humanitären Katastrophe des 19. Jahrhunderts auf dem europäischen Festland sowie in Großbritannien und Irland. Der i Dokumentarfilm veranschaulicht verheerende Zusammenhänge und Folgen: eine bäuerliche Unterschicht, die sich angesichts der existenziellen Bedrohung zu Mord, Plünderung und Kannibalismus getrieben sah; eine kapitalistische, meist britische Elite in Irland und Großbritannien, die vor nichts zurückschreckte, um die eigenen Interessen zu schützen. Irland war zwar seit 1801 offiziell scheinbar gleichberechtigt im Staatsnamen „Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland“ vertreten, de facto betrachteten die Briten Irland aber als eine ihrer vielen Kolonien." rte vor 175 Jahren zu politischen Unruhen und Umstürzen, unzählige Menschen starben. Mit einer Million Toten und zwei Millionen Auswanderern am weitaus stärksten betroffen war Irland, das von Großbritannien, der damals reichsten und mächtigsten Nation der Welt, regiert wurde. Vor 175 Jahren wurde Europa von einer verheerenden Hungersnot heimgesucht. Ausgelöst wurde die Krise durch einen aus Südamerika eingeschleppten heimtückischen Pilz, der die Kartoffelernten vernichtete. In Frankreich, Belgien, Holland, Schottland und dem Königreich Preußen fielen Hunderttausende Menschen Hunger und Krankheiten zum Opfer. In Irland, wo die Kartoffel das Hauptnahrungsmittel für die meisten Menschen darstellte, waren die Auswirkungen besonders extrem. Eine Million Iren starben, zwei Millionen wanderten zwischen 1845 und 1855 aus. Irland ist noch heute das einzige westliche Land mit einer geringeren Bevölkerungszahl als in den 1840er Jahren. Anhand von Gesprächen mit Historikern und von Zeitzeugenberichten ergründet „Die große Hungersnot in Irland“ die Hintergründe dieser humanitären Katastrophe des 19. Jahrhunderts auf dem europäischen Festland sowie in Großbritannien und Irland.
- Irlands National Famine Museum
Die Geschichte Irlands ist, wie wir wissen, reich und komplex, wobei die Große Hungersnot das einschneidenste Ereignis der irischen Geschichte ist. Die Iren nennen diese Zeit Gorta Mór , der große Hunger. Die Jahre von 1845 bis 1852 gehören zu den tragischsten Irlands - sie beeinflussten nicht nur Irland, sondern auch die Geschichte und Zukunft anderer Länder, da mehr als zwei Millionen Iren auswanderten, während mindestens eine Million Iren auf ihrer Insel starben. Die irischen Auswanderer wiederum setzten die Räder für Irlands mächtige und umfangreiche, weltweite Diaspora in Bewegung. Von dem massiven Bevölkerungsverlust hat sich Irland übrigens bis in die Gegenwart nicht erholt. Was bietet das Museum? Das Strokestown Irish National Famine Museum beherbergt eine der größten Sammlungen von Fotos, Dokumenten und Exponaten zur Kartoffelfäule im ganzen Land. Es bietet einen hervorragenden und erschütternden Einblick in die Schrecken der großen Hungersnot und in das, was die Arbeiter während der Hungersnot tun mussten, um zu überleben. Es beherbergt auch die Geschichte des Strokestown Manor und verdeutlicht die Kluft zwischen den Wohlhabenden und denen, die für sie arbeiteten. Das Museum zeigt die Zustände im großen Arbeitshaus von Strokestown; allein dort starben oder wanderten über 5 000 Menschen aus. Der Hausherr wurde schließlich auf dem Höhepunkt der Hungersnot ermordet und das Haus verfiel langsam, bis die Restaurierung begann. Alle Dokumente und Werkzeuge im Museum wurden bei dieser Restaurierung freigelegt. Die große Hungersnot kurz erklärt Irland stand seit dem Jahr 1541 völlig unter englischer Herrschaft. Der Boden in Irland gehörte überwiegend englischen Großgrundbesitzern. Die irischen Bauern bearbeiteten das Land als Pächter, bauten darauf Getreide und Kartoffeln an und hielten kleine Mengen Vieh. Getreide und tierische Produkte dienten zur Pachtzahlung an die Großgrundbesitzer und wurden nach England verbracht, wohingegen die Kartoffeln, die einfach, billig und schnell anzubauen waren, das Grundnahrungsmittel der irischen Bevölkerung darstellten. Schon ein kleines Stück Land reichte, um eine Großfamilie mit Kartoffeln zu ernähren. Da etwa die Hälfte der acht Millionen Iren sich ausschließlich von Kartoffeln ernährte, entstand eine Abhängigkeit von dieser Nahrungsquelle, die Volkswirtschaftler schon vor der Hungersnot als große Gefahr erkannt hatten. Seit der Katholikenemanzipation beginnend im Jahr 1778 hatten die katholischen Iren zwar das Recht erhalten, Land zu besitzen, sie hatten aber nur selten die Mittel, dieses zu kaufen. Da 72 % der irischen Bevölkerung von der Landwirtschaft lebte, wurde das Pachtland immer knapper. Beschäftigungsmöglichkeiten außerhalb der Landwirtschaft waren praktisch nicht vorhanden, da außer in Nordirland (Ulster) wenig Industrie existierte, ihr Wachstum war durch einseitige Zollschutzmaßnahmen Großbritanniens stark beschränkt. In Großbritannien frönte man der Laissez-faire Wirtschaftspolitik, somit wollte man in das Geschehen nicht eingreifen. So erlebten die Iren zu ihrer großen Verbitterung, dass unverdrossen große Mengen an Nahrungsmitteln von Irland nach England verbracht wurden, während viele Menschen in Irland verhungerten. Das muss man sich mal vorstellen: Die meiste Zeit der fünfjährigen Hungerperiode hindurch war Irland ein Nettoexporteur für Nahrungsmittel. Im Herbst 1846 war nicht nur die Kartoffelernte, sondern aufgrund des ungünstigen Wetters auch noch die Weizen- und Haferernte betroffen. Dennoch mussten die irischen Pächter weiterhin die volle Pacht aufbringen und hierzu Getreide und tierische Produkte verkaufen, die nach England exportiert wurden. Angeblich lagen für jedes Schiff, das Nahrungsmittel nach Irland brachte, mehrere Schiffe im Hafen, die Nahrungsmittel ausführten. Pächter, die die Pacht nicht aufbringen konnten, wurden von Haus und Hof vertrieben (oft wurden die Häuser dabei als Strafe abgebrannt) und verloren damit jegliche Lebensgrundlage. Dies widerfuhr Zehntausenden; ein berüchtigtes Beispiel hierfür ist der Ballinlass Incident . Den National Famine Way erkunden Das National Famine Museum ist auch der Ausgangspunkt für den National Famine Way , einen Wander- und Radweg, der auf den Spuren der 1490 Strokestown-Pächter verläuft, die, nachdem sie ihre Miete nicht bezahlen konnten, von Roscommon nach Dublin marschieren mussten, um an Bord der Auswandererschiffe zu gehen. Entlang des Weges stehen etwa 30 Bronzeskulpturen von Kinderschuhen, die an die Jungen und Mädchen erinnern, die den Weg zu Fuß zurücklegten. Man kann eine App für geführte Audiotouren herunterladen und Stempel in einem Pass sammeln, der einem jungen Emigranten aus der Hungersnot, Daniel Tighe, gewidmet ist. Eine durchaus familien- und hundefreundliche Urlaubsidee. Der National Famine Way endet am EPIC The Irish Emigration Museum , einem mehrfach ausgezeichneten Museum, das 1500 Jahre irische Geschichte erzählt und erklärt, wie, wo und warum die Iren ausgewandert sind und welchen Einfluss sie auf die Welt hatten. Ein tolles Museum - wirklich sehr empfehlenswert! Ganz in der Nähe des EPIC liegt auch das Jeanie Johnston Famine Ship vor Anker. Im Mai 1847 mussten die armen, halb verhungerten Strokestown-Pächter sage und schreibe 165 Kilometer bis zu den Docklands von Dublin laufen, um einen dieser nicht umsonst Coffin Ships zu besteigen. Viele kamen halb tot am Zielort an, andere gar nicht. Parken, Eintritt und was man sonst noch wissen muss Das Irish National Famine Museum ist gut zugänglich. Es gibt reichlich Parkplätze, einen kleinen Museumsshop sowie ein Café. Die selbstgeführte Tour umfasst einen audiovisuellen Raum, der pro Zyklus etwa zehn Minuten dauert. Die gesamte Führung kann zwischen 30 und 90 Minuten dauern, je nachdem, wie viel man lesen möchte. Der Museumsrundgang schließt mit einer großen Ausstellung, die Hunger und Hungersnot in der heutigen Welt zeigt und die Menschen sowohl über die Geschichte als auch über die Zukunft des Hungers in der Welt aufklären soll. Man kann auch an einer Führung durch Strokestown House teilnehmen, dem palladianischen Herrenhaus, das seine ursprüngliche Einrichtung und Ausstattung bewahrt hat. Es ist vollgepackt mit persönlichen Gegenständen der Familie Pakenham Mahon und wurde sorgfältig aufbewahrt, um zu zeigen, wie das Leben des Landadels aussah. Gezeigt wird auch das Leben des Personals, das „unter der Treppe“ lebte. Nach der Besichtigung des Hauses kann man durch die ummauerten Gärten und den Wald spazieren. Fazit: Das National Famine Museum in Strokestown bietet einen hervorragenden und erschütternden Einblick in die Schrecken der Großen Hungersnot in Irland. Das restaurierte Herrenhaus und der Park stehen dabei in krassem Gegensatz zu dem Museum, das An Gorta Mór gewidmet ist, der zum Tod von über einer Million Iren und zur Auswanderung von einer weiteren Millionen führte. Wer das Thema vertiefen möchte - hier 5 tolle Ausflugsziele, die das Thema vertiefen. Wer das Thema vertiefen möchte, findet hier 5 passende Ausflugstipps !
- Irlands bemerkenswerteste Seenotrettung aller Zeiten - Wexford und die MV Kerlogue
Bei einem Bummel durch Wexford sahen wir dieses Denkmal. Es steht für eine der dramatischsten Rettungsaktionen in der irischen Seefahrtsgeschichte, bei der 168 deutsche Seeleute gerettet wurden. Die Seeleute waren auf dem Küstenmotorschiff MV Kerlogue aus Wexford unterwegs, um eine Ladung Orangen von Lissabon nach Dublin zu bringen, als sie auf drei deutsche Schiffe stießen, die von der RAF bombardiert worden waren und 700 Männer dem sicheren Tod im Meer überließen. Hier die ganze tragische Geschichte: Photo credit: Irish Examiner Bei der Rettungsaktion missachtet die zehnköpfige irische Besatzung entschlossen die Neutralität Irlands und bringt die MV Kerlogue so schnell wie möglich zum Ort der Explosion im Golf von Biskaya. Zehn Stunden lang ziehen Kapitän Thomas Donohue und seine Mannschaft 168 Männer aus dem Wasser. Leider haben sie zu wenig Platz auf ihrem Schiff, um alle Deutschen zu retten. Doch ihr heldenhafter Einsatz machte seinerzeit weltweit Schlagzeilen, und die Besatzung erhielt vom Marineministerium Tapferkeitsmedaillen. In den 1990er Jahren spricht der damalige Senator Dick Roche im irischen Senat über die Rolle seines Vaters bei dieser Mission. Er sagt: "Einer der stolzesten Besitztümer, die ich besitze, ist ein Orden, der ihm und anderen Besatzungsmitgliedern für die Rettung deutscher Seeleute im Dezember 1943 im Golf von Biskaya verliehen wurde, als sie Hunderte junger Männer aus dem Wasser holten." Sein Vater habe sein ganzes Leben lang unter Albträumen gelitten, weil er notgedrungen Hunderte von Männern zurücklassen musste, die im Meer sterben mussten. Eine der Enkelinnen des deutschen Seemans Richard Langer, der bei der Rettung sein Leben verlor sagte dem Irish Examiner : "Jedes Jahr am 29. Dezember schloss er sich mit einer Flasche Alkohol ein und verbrachte den Tag allein." Photo credit Irish Examiner Wiebke Hochhaus aus Bochum erzählt, ihr Großvater habe seinen "Wunderschal", den er in der Nacht seiner Rettung trug, aufbewahrt und ihn Familienmitgliedern umgelegt, wenn diese krank waren. "Dieser Schal gehörte zur Uniformausrüstung meines Großvaters und war das Einzige, was er in dieser Nacht bei sich hatte und das er dann mit nach Hause nahm", sagt sie. Nach der Rettung legte das Schiff am Neujahrstag 1944 in Cobh an, wo die Deutschen bis zu ihrer Verlegung nach Curragh interniert wurden. Viele von ihnen ließen sich später in Irland nieder und heirateten! Im Jahr 2015 wurde dieses Denkmal in Wexford enthüllt. Der damalige Bürgermeister, George Lawlor, sagte, sie sollten "niemals vergessen werden". Dieses Ereignis bleibe ganz einfach die bemerkenswerteste Seenotrettung in der Geschichte des irischen Volkes. Die selbstlose Tapferkeit, die die Besatzung der MV Kerlogue gegenüber den verunglückten deutschen Seeleuten an den Tag gelegt habe, sei schlichtweg eine Tat, die niemals vergessen oder in ihrer Bedeutung geschmälert werden dürfe. Seit wir in Irland leben, stoßen wir nahezu an jeder Ecke auf Bemerkenswertes, Interessantes oder Tragisches. Man kann oft gar nicht anders, als sich danach direkt über die Hintergründe und Historie schlau zu machen. Den Erkenntnisgewinn verarbeite ich in meinen Blogartikeln, in der Hoffnung, dass das Ein oder Andere vielleicht auch für Irlandfans interessant ist.
- Boycott - gewaltloser Widerstand in Irland
Captain Charles Boycott im Jahr 1867 Photo: Sean Sexton Die Episode, die Charles Cunningham Boycott seinen festen Platz in der Geschichte Irlands und in den Wörterbüchern weltweit einbringt, ist eine bunte Mischung aus Farce und Tragödie, die so viele Teile der anglo-irischen Geschichte kennzeichnet. Boycott ist eigentlich nur ein gewöhnlicher Mann mit einer abstoßenden Persönlichkeit, doch er macht Geschichte, aber hallo! Zunächst ist Captain Boycott nur ein unbedeutender Offizier in der britischen Armee. Später, im Jahr 1880, wird er als Gutsverwalter auf den Ländereien des Earl Erne auf der Insel Achill, County Mayo, angestellt. Boycott eilt bereits ein Ruf als Menschenschinder voraus und er macht auch in seinem neuen „Job“ keine Ausnahme. Der ehemalige Captain der britischen Armee gerät dabei 1880 zwischen die Fronten des in Irland tobenden Land War (Krieg um Land ). Eine Karikatur von Charles Cunningham Boycott aus der Zeitschrift Vanity Fair, 29. Januar 1881. Foto: Wikipedia Kurzer Schlenker zu den Hintergründen Grund und Boden auf der grünen Insel gehören zu jener Zeit englischen, meist protestantischen Großgrundbesitzern. Bearbeitet wird das Land von nahezu rechtlosen, in der Regel katholischen Pächtern, die den Schikanen der reichen Landlords hilflos ausgeliefert sind. Bereits in seinem ersten Amtsjahr drangsaliert Boycott offenbar mit großem Vergnügen seine armen Bauern. Seine Lordschaft und seine Handlanger treiben bei den Pächtern saftige Mieten ein, die, wenn sie nicht gezahlt werden, zu gewaltsamen Vertreibungen von Großfamilien führen. Elf Familien verlieren durch Boycott und seine Lordschaft ihre Existenz und ihr Dach über dem Kopf. Charles Stewart Parnell, Photo: Wikipedia Dann Auftritt des „ungekrönten Königs“ Irlands Charles Stewart Parnell . Parnell und seine Irish Land League stellen einen Plan für gewaltlosen Widerstand vor: Den Täter ächten, gewaltlos Widerstand leisten. Gesagt, getan. Niemand will mehr für Boycott arbeiten, noch etwas von ihm kaufen oder an ihn verkaufen. Er bekommt nicht einmal mehr seine Post zugestellt, seine Pferde bleiben unbeschlagen, seine Wäsche ungewaschen und sein Vieh wird nicht mehr mit der Eisenbahn transportiert. Ach so, ja, der fällige Pachtzins wird natürlich auch nicht gezahlt. Die Pächter und die örtliche Landbevölkerung stellen die Arbeit auf seinen Feldern ein, und die Angestellten des Anwesens, mit Ausnahme seines Jockeys (Boycott war ein leidenschaftlicher Reiter), verlassen massenhaft das Anwesen. Die Gemeinde tut sich zusammen, um Boycott zu isolieren: Sie sprechen nicht mit ihm und erkennen seine Anwesenheit nicht an, sie buhen ihn aus und spucken auf seine Schuhe. Warum Boycott von Öffentlichkeitsarbeit auch keine Ahnung hatte In einem Brief an die London Times beschwert er sich heftig, wie schlecht es ihm auf der grünen Insel ergehe. Vorhersehbar sorgt sein Brief in der Zeitung dafür, dass jetzt die ganze Welt von dem Fall und seinem schikanösen Verhalten erfährt. Im November 1880 benutzt die London Times erstmals den Begriff boycotting für diese Art des gewaltlosen Widerstands. Innerhalb von zwanzig Jahren wird das Wort in Wörterbüchern auf der ganzen Welt auftauchen. Doch zunächst ist es nun ein großes Thema für die internationale Presse. Englische Zeitungen sammeln Spenden, um Bauern aus Ulster anzuheuern. Eine Gruppe von circa 50 Ulster-Loyalisten melden sich freiwillig, um Boycott zu helfen, die Ernte einzubringen. Das US-Blatt Brooklyn Eagle berichtet am 9. November 1880: "DUBLIN Vier Truppen von Husaren wurden heute Morgen um 2 Uhr mit Sonderzügen nach Ballinrobe entsandt. Vierhundert Infanteristen sind soeben in Ballinrobe eingetroffen und werden in der Nähe von Lough Mask ihr Lager aufschlagen. Diese Vorsichtsmaßnahmen werden im Hinblick auf die Absicht der Nord-Oranier getroffen, Arbeiter zur Ernte von Mr. Boycott, dem Agenten von Lord Erne, zu schicken, für den sich die örtliche Bauernschaft auf Betreiben der Land League weigert, zu arbeiten. Die Regierung wird eine kleine Truppe von Arbeitern schützen, weigert sich aber, irgendetwas zur Verfügung zu stellen, das einer bewaffneten Demonstration nahekommt, was mit Sicherheit einen Zusammenstoß provozieren würde." Jetzt schicken immer mehr Zeitungen ihre Korrespondenten in den Westen Irlands, um über die Vorgänge zu berichten. Die 50 Oranier aus der Grafschaft Cavan müssen von einem Regiment der 19. königlichen Husaren bewacht werden, und mehr als 1 000 Männer der königlichen irischen Polizei werden zum Schutz der Erntehelfer eingesetzt. Der ganze Spaß kostet über 10 000 Pfund - Wert der Ernte: 500 Pfund. So etwas nennt man, glaube ich, unrentabel? Das Ganze nimmt Fahrt auf Unterdessen schlägt der örtliche Pfarrer, Pater O'Malley, vor, das Wort „Boykott“ zu verwenden, da „ächten“ für die Einheimischen ein zu kompliziertes Wort sei. „Sagen wir einfach ‚wir boykottieren ihn‘“, weist der Geistliche einen der Journalisten an. Der Ausdruck verbreitet sich rasch, auch nach Russland, wo „Boikitturovat“ zu einer beliebten politischen Strategie wird. „Wie ein Komet“, bemerkt der Schriftsteller George Moore, "ist das Wort ‚Boykott‘ auf einmal überall. Im Dezember 1880 schreibt Boycott an Premierminister Gladstone. Er fordert eine Entschädigung in Höhe von 6000 Pfund für die Verluste, die er „aufgrund des Fehlens von Gesetzen im Westen Irlands“ erlitten habe. Erfolglos. Im Jahr 1886 muss Boycott seinen Anteil an dem Haus und der umliegenden Farm verkaufen. Ohne Schutz und ohne Alternative klettern Boycott und seine Frau Annie in einen Sanitätswagen der Armee, begleitet von einer Truppe der 19. Husaren. Völlig entnervt verlassen sie klammheimlich Irland. Der Boykott stärkt die Macht der Bauern dramatisch. Ende 1880 gibt es Berichte über weitere "Boykotte" aus ganz Irland. Die Ereignisse in Lough Mask hatten auch die Macht der Land League und die Popularität von Parnell als Anführer gestärkt. Die gewaltlose und erfolgreiche Aktion war eine der erfolgreichsten Taktiken, die jemals gegen die Briten in Irland eingesetzt wurden. Bereits lange vor Mahatma Gandhi wurde diese Art des gewaltlosen Widerstands in Irland "erfunden" und als erfolgreiches Druckmittel genutzt.
- Frage des Tages: Wer gewann Irlands erste olympische Medaille?
Irlands erste olympische Medaille wurde von einem berühmten Künstler in einer ungewöhnlichen Kategorie gewonnen. Wir schreiben das Jahr 1924, nur drei Jahre, nachdem die irische Nation zum freien Staat erklärt wurde, in jenem Jahr finden die olympischen Spiele in Paris statt. Der Tarzan-Darsteller und US-Schwimmer Johnny Weissmüller gewinnt drei Goldmedaillen; der Finne Paavo Nurmi erläuft sich sensationelle fünf Goldmedaillen und der Ire Jack Butler Yeats , Bruder von WB Yeats, sichert sich eine Silbermedaille im Bereich Kunst. Ja, richtig gelesen! Kunstwettbewerbe sind noch bis 1948 Teil der Olympischen Spiele und Jack nimmt mit seinem Gemälde The Liffey Swim teil. Interessanterweise ist die einzige andere Medaille, die Irland 1924 gewinnt, ebenfalls ein Kunstwerk. Der Dichter Oliver St John Gogarty gewinnt eine Bronzemedaille in Literatur mit seinem Gedicht Ode to the Tailteann Games. Später wurden Disziplinen wie Bogenschießen, Tennis und Tauziehen aus dem Programm genommen. Eröffnungsfeuerwerk der Tailteann Spiele im Croke Park, Dublin, 1924 Und wo wir gerade beim Thema sind: Die Tailteann-Spiele oder Aonach Tailteann waren ein irisches Sport- und Kulturfestival, das in den Jahren 1924, 1928 und 1932 im irischen Freistaat stattfand. Es war als moderne Wiederbelebung der Tailteann -Spiele gedacht, die seit legendären Zeiten bis zur normannischen Invasion Irlands ausgetragen wurden. An den Sportveranstaltungen nahmen ausschließlich Menschen irischer Abstammung teil; die Teilnehmer kamen nicht nur aus Irland, sondern auch aus England, Schottland, Wales, Kanada, USA, Südafrika und Australien, aber wir wollen jetzt nicht abschweifen. Irland gewinnt zwei Medaillen bei den Olympischen Spielen in Paris. Alle Achtung, oder? Interessant? Teilt den Artikel mit Freunden. Wer mehr Skurriles und Interessantes über Irland wissen möchte, sichert sich einfach ein Exemplar meines Buchs :-)
- Wie Guinness Irland im Zweiten Weltkrieg rettete
Guinness ist ein weltweit beliebtes Getränk, aber wer weiß schon, dass es während des Zweiten Weltkriegs zu Irlands mächtigster wirtschaftlicher Waffe wurde und Irland regelrecht über die Zeit des Zweiten Weltkriegs rettete. Die Briten üben schon wieder Druck auf die Iren aus Irland mühte sich im Zweiten Weltkrieg neutral zu bleiben. Das gefiel dem britischen Premierminister Winston Churchill ganz und gar nicht und so übte er Druck auf Irland aus, der mit jedem Kriegsmonat stärker wurde. Churchill verhängte gegen Irland wirtschaftliche Restriktionen und unterbrach die Versorgung mit wichtigen Gütern wie Kohle, Weizen und landwirtschaftlichen Düngemitteln. Leider war Irland zu dieser Zeit noch stark von britischen Importen abhängig. Was tun? Nun, Irland drehte die Situation zu seinen Gunsten, denn es hatte Guinness als Geheimwaffe. Irland hat etwas, was Andere auch gerne hätten ... Ca. 1912 Den Krieg nahm man in Irland weitgehend als einen britischen Konflikt wahr, Eamon de Valera, irischer Premier, war entschlossen, die Souveränität Irlands zu wahren und nicht Kriegspartei zu werden. Zu dieser Zeit war Irland noch stark von britischen Importen abhängig - die Lage drohte immer ungemütlicher zu werden. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs exportierte Irland fast 1 Million Fässer Guinness. Insbesondere das britische Militär, aber auch die alliierten Truppen und die Kriegsindustrie sorgten für entsprechende Nachfrage. Die St.-James-Brauerei in Dublin schipperte kontinuierlich Stout über die irische See. Den Spieß einfach umdrehen! Als die Versorgungslage mit britischer Kohle, Weizen, Düngemittel etc. in Irland besorgniserregend ist, dreht Irland den Spieß um. 1942 verbietet Irland kurzerhand die Ausfuhr von Bier. Begründung: Die knappen Weizenvorräte sollen besser für Brot für die Armen in Irland genutzt werden. Sofort beschweren sich die alliierten Truppen über den Guinness-Mangel. Und siehe da: Die britische Regierung liefert schnellstens wieder den benötigten Weizen. Irland sichert Guinness-Lieferungen zu. Doch schon kurz darauf setzen die Iren das Exportverbot wieder in Kraft und erklären, sie hätten zu wenig Kohle, um das Bier zu produzieren. Die Briten fackeln nicht lange und sichern Irland mehr Kohle zu. Dieses Muster setzte sich noch für wichtige weitere Importe nach Irland fort. Irland wurde von den Briten einigermaßen auskömmlich beliefert, die Handelsbedingungen besserten sich und Irland blieb weiterhin neutral. Guinness ist somit nicht einfach nur ein Bier, sondern offenbar auch ein diplomatisches Instrument. Und da wäre noch eine Frage: Warum wird in Nigeria mehr Guinness getrunken als in Irland? Die Antwort und vieles mehr finden Irlandfans in " Irland wie es nicht im Reiseführer steht ". Interessant? Warum nicht mit Freunden teilen?
- Irlands kaum bekannte Walfang-Geschichte
Grindwal Kuh und Kalb by Mmo iwdg Schon gewusst, dass Wale in irischen Gewässern eine lange Geschichte haben? Von der ersten aufgezeichneten Strandung eines Wals über den kommerziellen Walfang bis hin zu Europas erstem Schutzgebiet für Wale. Irlands Geschichte als Walfangnation - alles, was man darüber wissen muss. Vor der zerklüfteten Westküste Irlands kann man das ganze Jahr über Wale beobachten, da die verschiedenen Arten auf ihren Wanderungen zu unterschiedlichen Jahreszeiten vorbeikommen. Buckelwale, Seiwale und andere Bartenwale ziehen im Herbst und Winter durch, während im Frühjahr und Sommer Zwergwale zu sehen sind. Irlands Beziehung zu den Walen hat sich jedoch nicht immer auf Walbeobachtung und Walschutz beschränkt - wenigen ist bekannt, dass Irland auch eine Walfang-Geschichte hat. Wale in Irland: Vom Walfang zur Walbeobachtung Die Geschichte der Wale in irischen Gewässern reicht weit in die Vergangenheit zurück, denn gestrandete Wale waren im Mittelalter von großer Bedeutung. Die erste Erwähnung eines gestrandeten Wals in Irland geht auf den Juli 1295 zurück, als Robert de Clohulle in Co. Kerry angeklagt wird, sich einen Wal „zum Schaden der Krone“ angeeignet zu haben. Robert weist die Anklage zurück und erklärt, nach altem irischen Brauch in Irland können „solche großen Wale als Wrack des Meeres gemeldet werden“, das sei ein Recht, das sein Vater bereits vor ihm hatte. Fast vier Jahrhunderte später, im Jahr 1631, überträgt das Charterboot der Stadt Waterford dem Bürgermeister „die Fischerei auf Lachs und andere Fische jeder Art, auch wenn sie bisher königlich genannt wurden (Wale und Störe ausgenommen)“. Das bedeutet, Wale und Störe waren aufgrund ihrer Bedeutung der Krone vorbehalten. Im Jahr 1623 heißt es, einer der Vorteile Irlands seien die „oft gefangenen Wale und Störe“. Im Mittelalter, als die Schiffe noch nicht in der Lage waren, Wale zu jagen, waren gestrandete Wale wegen ihres Öls und ihrer Fette (Blubber), die unter anderem für Beleuchtungszwecke verwendet wurden, sehr wertvoll. Im Jahr 1736 wird der in Gibraltar einquartierte Leutnant Chaplin, der zuvor in der grönländischen Walfischerei tätig gewesen war, von einem Kollegen, Kapitän Nesbitt, darüber informiert, dass es im Frühjahr eines jeden Jahres vor der nordwestlichen Küste Irlands, insbesondere in Co. Sligo und Co. Donegal viele Wale gebe. Chaplin gründet Irlands erste Walfangstation in St. Johns Point, Co. Donegal. Die Brüder Thomas und Andrew Nesbitt gründen 1759 in der Bucht von Donegal ebenfalls einen Walfangbetrieb. Thomas Nesbitt wird zum Erfinder der Kanonenharpune, was von Arthur Young während seiner Irlandreise 1776-1779 bezeugt wurde, wie er in Band 1, S. 184-184 schreibt: „Durch viele Experimente brachte er das Verfahren zu einer solchen Perfektion, dass er einige Jahre lang nie einen Wal verfehlte und es ihm auch nicht gelang, ihn mit der Harpune zu fangen.“ Halten wir fest: Noch vor über einem Jahrhundert ist Irland ein beliebter Ort für den Walfang. Im Jahr 1896 verhängt die norwegische Regierung Beschränkungen für den Walfang in ihren Gewässern, was die Händler dazu veranlasst, neue Orte für die Jagd zu suchen. Einige kommen nach Irland, wo sie frei jagen können. Zu dieser Zeit ist das Öl aus Walblubber für Lampen und zur Herstellung von Seife sehr gefragt. Es ist sogar ein Bestandteil des Nitro-Glycerin-Sprengstoffs und der frühen Margarinesorten. Walknochen werden verwendet, um den modischen Frauenkleidern der damaligen Zeit Struktur zu verleihen. Ihre Haut wurde zu Leder verarbeitet, und ihre Zähne wurden zu dekorativen Ornamenten geschnitzt. Dies ist eine 12 Minuten langer Film Whaling Afloat and Ashore, der norwegische und irische Walfänger in der Walfangstation Rusheen Iniskea, County Mayo, zeigt. Die an diesem Unternehmen beteiligten Schiffe waren die Alectro, die Erling und die Carsten Bruun. Der Film beginnt an Bord des Schiffes, wo der Wal gesichtet und harpuniert wird (und die Kamera beeindruckend ruhig läuft), aber der Großteil des Films spielt sich an Land ab. Hier wird jede Phase der Verarbeitung des Walkadavers zu einer Reihe von vermarktbaren Produkten in schonungsloser Detailtreue gezeigt, vor allem das Abziehen des Blubbers vom Skelett. Anschließend werden die Walknochen gereinigt, während der Blubber zerschnitten und zu Öl verarbeitet wird. Endlich - das Ende des irischen Walfangs oder wie Öl in Pennsylvania 1859 und die Frauenmode die Wale rettete Image by Pexels from Pixabay Eine Kombination von Faktoren führt zum Ende der Walfangindustrie in Irland. Es steht zu vermuten, dass die Wale wohl bis zur Ausrottung gejagt worden wären, wenn man nicht Öl in Oil Creek, in Pennsylvania, im Jahr 1859 entdeckt hätte und sich die Frauenmode im Zuge der Emanzipation veränderte. Waltran aus dem Blubber und Knochen für Korsetts und Reifen für Kleider aus den Bartenplatten waren wichtige Hauptprodukte des Walfangs. Doch nun mit dem US-Erdöl auf dem Weltmarkt bricht die Nachfrage nach dem aufwändig gewonnenen Waltran ein. Auch der Preis für Walknochen sinkt ab 1800 von 300 Pfund pro Tonne auf 100 Pfund. Der irische Walfang wird unrentabel. Der Erste Weltkrieg unterbricht den Walfang in Irland für einige Jahre, doch nach seinem Ende wird der Walfang wieder aufgenommen. Immerhin - 1937 verabschiedet Irland den Whale Fisheries Act , der den Walfang in einem Umkreis von 200 Meilen vor der irischen Küste offiziell vollständig verbietet und auch den Walfang durch in Irland registrierte Schiffe in allen Gewässern einschränkt. Allerdings kommt 1965 eine Schule von Langflossen-Grindwalen mit der steigenden Flut in den engen Teil der Brandon Bay, Co. Kerry; sie werden alle getötet, zerlegt und verkauft. Und - von 1966 bis 1976 konzentriert sich die norwegische Fischerei weiterhin auf Zwergwale und Riesenhaie in den küstennahen irischen Gewässern in der Sommerzeit, bis zur Einführung des Wildlife Act 1976, der die Wale in irischen Gewässern besser schützt. Irland - vom Walfänger zum Walschützer Irland wandelt sich von einem Land, in dem der Walfang als gute Beschäftigungsmöglichkeit galt, zu einem der führenden Walschützer Europas. Die Irish Whale and Dolphin Group,1990 gegründet, setzt sich für den Schutz dieser atemberaubenden Meeresbewohner ein. 1991 erklärt Irland als erstes europäisches Land alle Gewässer innerhalb seiner Fischereigrenzen zum Schutzgebiet für Wale und Delfine. Irlands Gewässer sind reich an Meeresleben, darunter 26 Wale- und Delfinarten. Heute locken Wale Menschen an die irische Westküste, aber jetzt sind sie nur noch mit Kameras und nicht mehr mit Harpunen bewaffnet. Die Walbeobachtung hat sich in Irland als ein beständigerer Wirtschaftszweig erwiesen als der Walfang. Einen Wal zu sehen, der die Wasseroberfläche durchbricht, ist ein wertvoller und unvergesslicher Moment, den auch unsere Enkelkinder noch genießen sollen. Fathaigh na Farraige (Riesen des Meeres) - neue TV-Doku über Irlands Walfanggeschichte 2024 beleuchtet eine beeindruckende TV-Doku, die in Mayo und Donegal spielt, Irlands Walfanggeschichte. Fathaigh na Farraige (Riesen des Meeres) befasst sich mit der ersten Walfangstation in Irland, gefolgt von der industriellen Walfangstation, die 1908 auf den Iniskea-Inseln vor der Küste von Mayo errichtet wurde, nachdem der Walfang in Norwegen zeitweise verboten war. Diese Station hat Walpopulationen überbeutet und dabei einige Arten (Seiwal, Blauwal u.v.a.) fast zum Aussterben gebracht. Achill Island, insbesondere Keem Bay, beherbergte eine der weltweit größten Fischhai-Fischereien, bei der zwischen 1950 und 1965 über 9000 Haie getötet wurden. Fathaigh na Farraige packt Jahrhunderte der komplexen Beziehung Irlands zu diesen Kreaturen in nur 50 Minuten. Die irischsprachige (Englisch untertitelte) Dokumentation zeigt Interviews mit ehemaligen Haijägern, Naturschützern, Meeresarchäologen, Meereshistorikern und bemerkenswerte Archivaufnahmen sowie einen 115 Jahre alten Film Walfang auf Wasser und Land von Robert Paul, der das Walfangleben auf den Iniskea-Inseln einfängt. Fazit: Die Nachfrage nach Walerzeugnissen geht zurück, als andere Brennstoffquellen entdeckt wurden und sich die Frauenmode weiterentwickelte, das waren die entscheidenden Ereignisse, die die Wale vor den irischen Küsten gerettet haben!
- Irland und seine Rundtürme
Rundturm in Glendalough, Co. Wicklow Irland hat der Welt architektonisch den freistehenden runden Turm geschenkt. Kaum ein Gebäude ist so „irisch“, wie ein Rundturm. Damit sind nicht irgendwelche runden Türme gemeint, sondern die schlanken Rundtürme der irischen Klöster und Kirchen. Doch wozu dienten sie? Es gibt dazu mehrere Theorien. Wie wir wissen, kamen Wikinger immer wieder mal gerne „zu Besuch“ nach Irland. Sie plünderten die Klöster und Kirchen und versklavten oder töteten deren Bewohner. Anhänger der "Verteidigungstheorie" nehmen an, dass die Rundtürme zum Einen dazu dienten, sich dort mitsamt den Kostbarkeiten zu verstecken, also der Verteidigung und des Rückzugs in Zeiten der Bedrängnis dienten – das wäre also Theorie eins. Mit einer Strickleiter, die man hochgezogen habe, hätte man versucht, sich in Irlands Rundtürmen in Sicherheit zu bringen. Andererseits kann angeführt werden, dass ein Versteck im Rundturm schnell zur Falle wird, falls Angreifer viel Zeit haben und auf die Idee kommen, den Turm zu belagern. Die Indizien sprechen eigentlich gegen Theorie eins. In Clonmacnoise existierte ein solcher Rundturm (irisch: Cloigtheach = Glockenhaus) mit einem Baudatum um 1124 – vor den Wikingerüberfällen und wie gesagt, als Versteck nicht wirklich geeignet. Rundturm in Glendalough, Co. Wicklow Kommen wir zu Theorie zwei: Ihre Anhänger glauben, die Türme seien heilige Stätten eines Sonnenkults gewesen, oder gar Sternwarten der Druiden. Nach einigen Pint Guinness vertreten auch manche die Theorie, die Rundtürme seien die Zeiger riesiger Sonnenuhren ... die dazu gehörigen Zifferblätter hat man zwar bislang nicht gefunden, aber was soll’s, das wäre dann Theorie Numero drei. Weitere Theorien reichen von Feuertempel, Phallus- und Fruchtbarkeitsriten – Freud lässt grüßen, bis zu Gefängnissen für reuige Sünder und Türme für ein Dasein als Eremit. Manche wiederum meinen, die Wikinger hätten diese Türme als Wach- und Aussichtsplattformen gebaut und die Iren hätten sie später lediglich als Glockentürme zweckentfremdet. Dagegen spricht, dass man keine Glocken oder Überreste derselben in den Türmen entdeckt hat. Manche Historiker argumentieren, Mönche haben möglicherweise mit Handglocken aus den oberen Fenstern geläutet. Allerdings weisen einige Quellen darauf hin, dass Handglocken, die im frühen Mittelalter in Irland verbreitet waren, um das 10. Jahrhundert aus der Mode kamen, genau in der Zeit, als der Bau der Rundtürme seinen Höhepunkt erreichte. Rundturm der St Brigid's Cathedral, Kildare Immerhin, allen Rundturm-Freunden sei die erfreuliche Mitteilung gemacht, dass der Rundturm von Kildare, aus dem 12. Jahrhundert, den ganzen Sommer über ab 10 Uhr geöffnet ist. Kildares Rundturm ist übrigens mit gut 33 Meter der zweithöchste und der einzige in Irland mit Zugang für die Öffentlichkeit. Der höchste Rundturm steht, mit nur einem Meter mehr, in der Grafschaft Galway. Von oben genießt man eine grandiose Aussicht auf fünf angrenzende Grafschaften. Und weil man eh schon in Kildare ist, hier 5 weitere Tipps, was man dort unternehmen kann . Kommen wir noch einmal zu dem möglichen Zweck und Sinn der Rundtürme zurück und vielleicht geht das ja auch alles einfacher? Auf irisch heißen die Rundtürme Cloigtheach , zu deutsch: Glockenhaus. Das scheint, trotz fehlender Glockenfunde, die einfachste Erklärung zu liefern: Waren es Glockentürme? Etliche Quellen deuten darauf hin, dass die Türme zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert errichtet wurden und vielleicht mehrere Funktionen hatten, darunter als Wachtürme, Fluchtburgen oder Lager für klösterliche Schätze wie Kreuze und Bücher. Das Problem bei allem ist: Nichts Genaues weiß man (bis heute). Wir leben halt in einem Universum, dessen Alter wir nicht genau berechnen können, zwischen Sternen, deren Entfernung wir nicht kennen und das alles unterliegt physikalischen Gesetzen, deren Eigenschaften wir häufig nicht verstehen, gell?















