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- Frage der Woche: Wie viele US-Präsidenten haben irische Wurzeln?
Ok, Donald Trump hat deutsche Wurzeln, aber, wer weiß, vielleicht gibt es doch einen Cousin 11. Grades, der irisch ist? Im Prinzip ist es auch egal, zumindest, wenn US-Präsidenten französisches, polnisches oder venezolanisches Blut in sich haben. Aber, wenn es irisch ist, dann ... ;-) mindestens die Hälfte der bisherigen Präsidenten sollen irgendwie irische Wurzeln haben - bei der anderen Hälfte ist vermutlich noch nicht gründlich genug geforscht worden. Im Grunde regieren Iren die Welt, zumindest im weitesten Sinne. Fakt ist: John F. Kennedy ist der berühmteste irisch-amerikanische US-Präsident, aber eben nicht der einzige. Barack Obama hat man eine ganze Tankstelle in Moneygall gewidmet, in Ballybunion gibt es eine Statue von Bill Clinton beim Golfspielen, und Galways berühmter Eyre Square ist auch als John F. Kennedy Memorial Park bekannt - es gibt wirklich erstaunlich viele US-Präsidenten mit irischen Vorfahren. Die Frage lautet also: Wie viele US-Präsidenten haben irische Wurzeln? Die Antwort lautet: Ungefähr die Hälfte, also mindestens 23 US-Präsidenten sind irischer Abstammung! Interessant? Taucht tiefer in die Geschichte ein, plant z. B. einen Besuch im Kennedy Homestead Museum in Wexford ein oder erfahrt mehr über die grüne Insel, Kurioses und Skurriles und Irlands Einfluss auf die Welt in Irland wie es nicht im Reiseführer steht . Auch ein Besuch im EPIC Museum in Dublin ist überaus erhellend. Angefangen beim berühmtesten irisch-amerikanischen Präsidenten haben beide Seiten der Familie von John F. Kennedy Wurzeln, die bis nach Irland zurückreichen. Alle vier seiner Großeltern waren Kinder irischer Einwanderer - aus Dunganstown und Owenduff in Wexford bzw. den Grafschaften Limerick und Cavan. Ronald Reagan hat enge Verbindungen zu Irland, da seine Urgroßeltern aus der Grafschaft Tipperary stammen, entschied sich jedoch für den protestantischen christlichen Glauben und nicht für die römisch-katholische Erziehung seines Vaters. Die Unterschriften des Ururgroßvaters und des Großonkels des ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan wurden auf einer Rolle aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg gefunden, die jetzt der Öffentlichkeit zugänglich ist. Beide Männer mit dem Namen Thomas Reagan aus Ballyporeen, Co Tipperary, unterzeichneten 1841 die Morpeth Roll , eine Dankesrolle für den scheidenden irischen Staatssekretär Lord Morpeth, die von mindestens 160 000 Iren unterschrieben wurde und von einem Ende zum anderen 412 Meter misst. Reagans Urgroßvater und Thomas Reagans Sohn Michael Reagan wanderten über England in die Vereinigten Staaten aus, wo Präsident Reagans Großvater John Michael Reagan in Illinois geboren wurde. Der 37. Präsident der Vereinigten Staaten, Richard Nixon , hatte seine Wurzeln in Timahoe in der Grafschaft Kildare, und seine Frau Pat stammte von Einwanderern aus Tipperary ab. Bei einem Besuch auf der grünen Insel im Jahr 1970 besuchte der Präsident die Gräber seiner Familie, wurde aber nicht so herzlich empfangen, wie es in Irland üblich ist, da er von einem Kriegsgegner mit einem Ei beworfen wurde. Weniger bekannt sind die irischen Wurzeln von Jimmy Carter , 39. Präsident, denn im Gegensatz zu JFK, Biden und Barack Obama ist seine Abstammung nicht so alt wie ein Urgroßelternteil, der während der irischen Hungersnot auswanderte. Carters irisches Erbe reicht bis in die Pionierzeit zurück. Das irische Erbe des ehemaligen US-Präsidenten beruht auf den Wurzeln seiner Großmutter mütterlicherseits, Nina Pratt. Ninas Familienstammbaum mütterlicherseits hat irische Vorfahren in verschiedenen Linien. Die Eltern des Vaters von Ninas Mutter, die ihre Urgroßeltern sind, waren Isaac Cowan und Jane Seawright. Beide waren Nachkommen von Iren, die aus Ulster ausgewandert waren. Kommen wir noch einmal zum wohl bekanntesten US-irischen Präsidenten: Als Präsident John Fitzgerald Kennedy im Sommer 1963 beschliesst, nach Irland zu reisen, sind seine Berater skeptisch. Da der Präsident die irischen Wählerstimmen ohnehin bereits im Sack hat, scheint ihnen der politische Nutzen gering, vielmehr droht die Fahrt ins Land von Kennedys Vorfahren als persönliche Vergnügungsreise wahrgenommen zu werden statt als offizielle Mission. Doch Kennedy lässt sich nicht beirren. Am 27. Juni landet sein Helikopter und der mediale Tross im Weiler Dunganstown in der südirischen Grafschaft Wexford bei jenem Bauernhof, aus dem sein Urgrossvater Patrick Kennedy über hundert Jahre zuvor in die USA ausgewandert ist. Seine Gastgeberin ist Mary Ryan, Cousine zweiten Grades des Präsidenten und damit seine nächste in Irland lebende Verwandte. Die Atmosphäre ist informell und entspannt. Kennedy verspeist beim familiären Picknick im Hof Lachsbrötchen und Kuchen, trinkt mehrere Tassen Tee und bringt einen Trinkspruch aus: "Wir trinken eine Tasse auf all die Kennedys, die weggingen, und auf all jene, die zu Hause geblieben sind." Für viele dieser Präsidenten waren ihre irischen Wurzeln ausschlaggebend für ihre Meinung und Haltung zu Irland. Die Iren freuen sich über den Einfluss, den sie dank der „Landsleute“ im Weißen Haus vermeintlich haben. Umgekehrt setzen die Präsidenten auf irische Ahnen, um bei den US-Iren Stimmen zu fangen. John F. Kennedy war der Erste, der das nutzte und 1963 die Grüne Insel besuchte. Barack Obama und Joe Biden statteten Irland während ihrer Amtszeit ebenfalls Besuche ab. Donald Trump hat, wie wir wissen, deutsche, jedoch keine bekannten irischen Wurzeln, obwohl er öffentlich über seine Liebe zu Land und Leuten gesprochen hat. Er wurde immerhin öfters in seinem irischen Golfresort Doonbeg in Co Clare gesichtet. Von Andrew Jackson (7. Präsident), der nur zwei Jahre nach der Auswanderung seiner Eltern aus dem Dorf Boney, Co. Antrim, geboren wurde, über Harry S. Truman (33. Präsident) mit Vorfahren aus Donegal und Tyrone bis Ulysses S. Grant (18. Präsident) ebenfalls irische Wurzeln in der Grafschaft Tyrone gibt es noch viel mehr Präsidenten mit irischen Vorfahren. Die irische Diaspora auf der anderen Seite des Atlantiks hat definitiv einen weit überdurchschnittlichen politischen Einfluss und auch das Dorf Boney in Antrim ist stolz auf sein Andrew Jackson Centre .
- Eines der schönsten Schlösser Irlands: Dunguaire Castle
Kein Irlandbesuch ist vollständig ohne einen Besuch in einem der vielen historischen Schlösser. Einige sind zauber- und märchenhaft, voller Charakter und Charme, während es in anderen angeblich spukt! Die Schlösser in Irland sind voller Geschichte und bieten eine gute Möglichkeit, etwas über das Leben vor langer Zeit zu erfahren. Wen es nach Galway oder in den Burren zieht, sollte sich Dunguaire Castle nicht entgehen lassen. Nicht umsonst wird es zu den schönsten Schlössern Irlands gezählt. Dunguaire Castle liegt malerisch an den Ufern der Galway Bay in der Nähe von Kinvara in der Grafschaft Galway. Die Burg besteht aus einem über 21 Meter hohen Turm und einer Verteidigungsmauer vor einer atemberaubenden Kulisse, die diese Burg zu einer der meistfotografierten Burgen Irlands macht. Es ist auch eines der wenigen Schlösser in der Nähe von Galway City und nur einen Katzensprung von den zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten im Burren (Clare) entfernt. Eine kurze Geschichte Der Name der Burg, Dunguaire, geht auf die nahe gelegene alte Festung von König Guaire, dem großzügigen König von Connacht, zurück und verleiht der Gründung der Burg eine legendäre Aura. Dunguaire Castle wurde 1520 von dem Hynes-Clan erbaut, der seit 662 eine bedeutende Familie in der Gegend war. Im 17. Jahrhundert ging die Burg vom Clan Ó hEidhin an die Familie Martyn, einen der Stämme von Galway, über. Mit dieser Übertragung veränderte sich die Rolle der Burg von einer Clanfestung zu einem Verwaltungs- und Wohnsitz. Richard Martyn, Bürgermeister von Galway in den frühen 1640er Jahren, war eine bedeutende Persönlichkeit in dieser Zeit. Der Martyn-Clan bewohnte die Festung bis 1924. Es war Oliver St. John Gogarty , ein bekannter Chirurg und Schriftsteller, der die Burg kaufte und restaurierte und sie zu einem Treffpunkt für literarische Größen wie George Bernard Shaw, Lady Gregory, J.M. Synge und W.B. Yeats machte. Dunguaire Castle Bankett Das Schloss befindet sich heute im Besitz von Shannon Development und ist eine der beliebtesten Besucherattraktionen in Galway. Jedes Jahr von Mitte April bis Mitte Oktober finden auf der Burg mittelalterliche Bankette statt, bei denen die Gäste ein köstliches Vier-Gänge-Menü und erlesene Weine genießen können, während sie mit Liedern, Geschichten und Gedichten (insbesondere von Yeats, Gogarty, Shaw und Synge) unterhalten werden. Auf der großen Leinwand Dunguaire Castle hat auch auf der Kinoleinwand seine Spuren hinterlassen. Filmfans werden die bezaubernde Fassade des Schlosses aus dem Walt-Disney-Film Guns in the Heather von 1969 kennen, in dem Hollywood-Ikone Kurt Russell die Hauptrolle spielte. Das Schloss setzte seine filmische Reise 1979 als Drehort für Sprengkommando Atlantik fort. Ein Muss bei einem Galway-Besuch Zu den Überlieferungen über Dunguaire's Castle gehört, dass der Schlossherr sehr großzügig war und diese Großzügigkeit auch im Jenseits fortsetzte. Wenn heute jemand am Eingangstor steht und eine Frage stellt, soll er am Ende des Tages eine Antwort auf seine Frage erhalten. Führung, Tickets, Bankett, Shop, Toiletten Man kann eine Führung durch Dunguaire Castle machen; das Gelände ist wunderschön. Im Erdgeschoss gibt es einen kleinen Geschenkeladen und Toiletten, während Ebene 2 als Festsaal dient. Im 3. Stockwerk sieht man typische Möbel aus jener Zeit. Vom Dach aus genießt man eine spektakuläre Aussicht auf die Bucht und das Dorf Kinvara. Das Dunguaire Castle Banquet, das dem in Bunratty Castle ähnelt, ist sehr beliebt. Es empfiehlt sich, die Tickets im Voraus zu reservieren . Der Abend beinhaltet ein 4-Gänge-Menü, vom Aperitif über Met bis zu mit irischer Eiche geräuchertem Lachs und mehr, ist alles dabei sowie natürlich Lieder, Geschichten und Gedichte. Andere Schlösser in Galway, die einen Besuch wert sind In Galway gibt es mehrere unglaubliche Schlösser, die einen Besuch wert sind. Einige, wie Clifton Castle , sind weniger bekannt und werden oft übersehen. Andere, wie z. B. Kylemore Abbey oder Ballynahinch Castle, sind bei Touristen sehr beliebt, so dass man am besten früh dorthin kommt, um die Menschenmassen zu vermeiden.
- Irlands Esel und das Donkey Sanctuary, Co. Cork
Esel sind wunderbare, liebevolle Tiere, sehr intelligent, mit einem sanften und liebenswerten Wesen, die gerne unter Menschen sind. Esel wurden viel früher als Pferde domestiziert und waren somit das erste Lasttier, dass den Menschen zur Verfügung stand. Sie waren schon immer ein wichtiger Teil des irischen Erbes und halfen abseits der Straßen, lange bevor es moderne Transportmittel gab. "Das Pferd des kleinen Mannes" schleppte Torf für das Feuer, brachte Seetang, um die unfruchtbaren Felder der Westküste zu Düngen und zog die Karren der Bauern. 1897 gab es in Irland 247.000 Esel - heute sind es weniger als 5.000. Spätestens seit dem Aufstieg Irlands in wohlhabendere Gefilde, verrotten die Eselkarren auf den Höfen, ließ und lässt man die Esel vernachlässigt auf der Weide 'rumstehen, manche verhungern, andere werden misshandelt. Das Arbeitstier Esel hat schlicht ausgedient. Immerhin, Ende der 1980er gründeten Tierfreunde Donkey Sanctuaries, um die verwahrlosten Esel medizinisch zu versorgen und ihnen ein Gnadenbrot zu geben. Auch halten sich immer mehr Menschen Esel als Hobby. Wir finden, dass der Besuch eines Donkey Sanctuary sehr gut zu einem Irland-Trip passt. Es ist ein herzerwärmendes, einzigartiges Erlebnis, vor allem auch für Kinder. Es gibt mehrere Donkey Sanctuaries in Irland. Wir fuhren nach Liscarroll in der Grafschaft Cork, da wir dort mehrere Esel adoptiert haben. Wer eine Geschenkidee sucht, warum nicht einfach einen Esel adoptieren (siehe: https://www.thedonkeysanctuary.ie/adopt ) und ihm dann auch einen persönlichen Besuch abstatten? Donkey Sanctuary in der Grafschaft Cork Seit der Eröffnung im Jahr 1987 hat The Donkey Sanctuary Ireland über 5.600 vernachlässigte und ausgesetzte Esel aus ganz Irland aufgenommen und gepflegt. Für viele ist es das erste Mal in ihrem Leben, dass sie liebevolle Hände spüren und sanfte Stimmen hören. Es wird sehr darauf geachtet, dass jeder Esel individuelle Aufmerksamkeit erhält. Heute leben über 1.500 Esel und Maultiere in der Obhut des Donkey Sanctuary. Rund 400 dieser Esel leben im Rahmen eines Vermittlungsprogramms in privaten Pflegestellen in ganz Irland, während die übrigen Esel auf vier Farmen in der Region Liscarroll untergebracht sind. In der Knockardbane Farm selbst leben etwa 130 Esel und Maultiere. Die Farm liegt eingebettet in die wunderschönen sanften Hügel außerhalb des Dorfes Liscarroll und hat an vier Tagen geöffnet. Es gibt Spazierwege, einen Shop, man kann beim Bürsten und Pflegen der Esel helfen, es gibt Wissenswertes über Esel und auch einen Kaffee. Hunde (angeleint) sind erlaubt. Donkey Sanctuary in der Grafschaft Kilkenny Im County Kilkenny gibt es ebenfalls ein Donkey Sanctuary mit rund 30 Eseln. Dort kann man auch Esel adoptieren, allerdings ist das keine offene Farm. Weitere Infos: https://www.bellinedonkeysanctuary.ie/belline-donkeys/ Donkey Sanctuary in der Grafschaft Donegal Auch in der Grafschaft Donegal gibt es ein Donkey Sanctuary, wo man einen Esel adoptieren und das man besuchen kann. Alle notwendigen Infos hier: https://www.donegaldonkeysanctuary.ie/visit Wissenswertes über Esel Der Besuch eines Donkey Sanctuary passt ganz wunderbar zu einer Irlandreise. Irlands Geschichte ist nunmal untrennbar mit den "stillen, helfenden Hufen" der Esel verbunden. Und es macht einfach Spaß, diese intelligenten, neugierigen Tiere zu erleben. Bei unserem Besuch sahen wir, wie verspielt und freundlich sie sind und die Mitarbeiter vor Ort teilten ihr Wissen mit uns. Wir lernten u. a., dass Esel ein sehr gutes Gedächtnis haben, viel länger ohne Wasser und Nahrung auskommen können, als Pferde, dass sie keine Fluchttiere und sehr trittsicher sind. Anders als Pferde sind sie schwindelfrei, deshalb kann man sie gut als Saumtiere im Gebirge einsetzen. Esel sind Gruppentiere, die niemals allein gehalten werden sollten. Sie schließen meist mit einem oder zwei Eseln ganz enge Freundschaften. Esel vertragen (getrocknetes) Brot nur schlecht, weil es zu viele Kohlenhadrate und zu wenig Nährstoffe enthält. Füttern Besucher Esel mit Brot kann es zu schweren Koliken kommen. Futterverbote bitte immer beachten. Wichtig! Esel kommen aus Afrika, aus trockenen, steinigen Regionen. Ihr Fell durchnässt schnell und trocknet langsam. Esel vertragen keine Nässe, und ihre Hufe entwickeln Strahlfäule, wenn sie zu lange auf feuchten Böden stehen müssen. Sie brauchen daher immer einen regengeschützten Unterstand. Irland ist damit allein klimatisch definitiv nie das beste Land für Esel gewesen - Tradition hin oder her!
- Irland - St Brigid's Day - 40 Wunder und ein freier Tag
Wenn wir an irische Heilige denken, kommt uns zuerst St. Patrick in den Sinn, dabei war der Gute noch nicht einmal Ire. Das ist bei Brigid von Kildare schon anders. Sie schaffte es vor zwei Jahren ganz oft in die Nachrichten, denn sie wurde die erste weibliche Heilige, die in Irland mit einem Feiertag (Bank Holiday) geehrt wird. Dabei wird der St. Brigid's Day, der sozusagen auf halbem Weg zwischen der Winter- und der Frühlings-Tagundnachtgleiche liegt, von den Iren bereits seit Jahrhunderten gefeiert. Bevor Irland ein christliches Land wurde, soll er der heidnischen Göttin Brigid gewidmet gewesen sein und war als Imbolc bekannt, eines der vier gälischen Jahreszeitfeste (die anderen sind Bealtaine, Lughnasadh und Samhain). Heute alles über ihre Wunder, Multitasking und wie die Iren diesen Tag feiern: St. Brigid, auch als "Mary of Gael" bekannt, ist eine der wichtigsten Figuren der irischen Kultur, die sich zwischen Geschichte und Mythologie bewegt. Als Schutzpatronin hat sie alle Hände voll zu tun, denn sie wacht über Säuglinge, uneheliche Kinder, Hebammen, Dichter und Gelehrte, Reisende und Seefahrer, Flüchtlinge, Schmiede, Heiler, irische Nonnen und Bauern, um nur einige zu nennen. Ihre heilenden Fähigkeiten, ihre Liebe zu Tieren und ihr Mitgefühl für die Armen wurden besonders hervorgehoben; tatsächlich trug sie durch die von ihr gegründeten religiösen Gemeinschaften zur Verbreitung des Katholizismus im ganzen Land bei. Sogar in der Sprache lebt sie weiter - Brigid agus Muire dhuit ist immer noch ein gebräuchlicher Gruß, der "Mögen Brigid und Maria mit dir sein" bedeutet. Für die Gläubigen ist der Brunnen, an dem sie die Menschen getauft hat, immer noch ein Wallfahrtsort, und der Wunschbaum dort wird immer noch mit Bändern geschmückt. Es ist Tradition, am Festtag der Heiligen Brigid Kreuze aus Binsen zu machen. Man glaubte, dass die Kreuze die strohgedeckten Häuser vor Feuer schützen würden. Das Kreuz wird oft am Vortag, dem 31. Januar, gebastelt, und die Kinder lernen schon früh etwas über seinen Zweck und seine Geschichte, da sie in der Schule lernen, wie man es bastelt. Das Kreuz ist zu einem dauerhaften Bestandteil der irischen Kultur geworden, eine Zeit lang war es sogar das Logo von RTÉ, dem nationalen irischen Fernsehsender. Hier wird gezeigt, wie's geht: Die "Brat Bhride" oder "Brigid's Tuch" wurde am Vorabend von Brigids Festtag, dem 1. Februar, bei Sonnenuntergang nach draußen gelegt und vor Sonnenaufgang wieder nach drinnen gebracht. Man ging davon aus, dass der Tau, der in dieser Nacht fiel, dem Tuch Heil- und Schutzkräfte für das ganze Jahr verlieh. Das Tuch wurde an einem besonderen Ort im Haus aufbewahrt und bei Bedarf zu Heilzwecken verwendet, etwa um den Kopf gewickelt, um Kopfschmerzen zu lindern, oder um Frauen bei der Geburt zu helfen, da Brigid als Schutzpatronin der Heiler und Hebammen verehrt wurde. Außerdem wurde es zur Heilung kranker Tiere verwendet, insbesondere von Kühen und Schafen, zu denen Brigid eine besondere Beziehung hatte. Brigid wird auch die Gründung einer Kunstschule zugeschrieben, unter anderem für Buchmalerei und Metallarbeiten, die vom ersten Bischof von Kildare, Conleth, beaufsichtigt wurde. Gefeiert wird St. Brigid u. a. mit dem Programm Brigid 1500 , das eine Reihe von Veranstaltungen und Initiativen, darunter Festivals, Konzerte, Vorträge, Kunstaufträge, Illuminationen, Wallfahrten und Handwerksworkshops sowie ein Schulprogramm umfasst, um das bleibende Erbe der heiligen Brigid zu festigen. Im Kildare Town Heritage Centre/Tourist office erhält man mit "Die Legenden von Kildare" (in mehreren Sprachen möglich) eine großartige Einführung über die Heilige Brigid. Als Virtual-Reality-Erlebnis . VR-Brille und Kopfhörer aufgesetzt und schon kann das magische Abenteuer beginnen, wunderbar für Regentage, spannend für Jung und Alt. Weitere Infos hier! Eine Frau, die wusste, wie man feiert Brigid war nicht nur eine Meisterin im Multitasking des 5. Jahrhunderts, sie soll auch freundlich und mitfühlend gewesen sein und gute Feste geliebt haben. Brigid mochte das eine oder andere Bier, oder zwei oder drei oder vier. Sie braute Bier. Sie servierte Bier in Hülle und Fülle. Sie verschenkte ihr Bier. Und wenn sie nicht genug Bier für alle hatte, stellte sie auf wundersame Weise mehr Bier aus Wasser her. Die 40 Wunder der heiligen Brigid, von der Verwandlung von Brunnenwasser in Bier bis zu einem zusätzlichen freien Tag Ein Fass von Brigids Bier stillte nicht nur den Durst eines Klosters voller Mönche, die Bier brauchten, sondern auch den von 17 weiteren Klöstern voller bierliebender Heiliger und Sünder. Bei einer Gelegenheit verwandelte sie Brunnenwasser in Bier, und die alten Legenden über ihre Braukunst berichten von weiteren Wundern der Bierherstellung. Man kann nicht umhin, die Ähnlichkeiten zwischen Brigids Wundern und den Wundern Jesu in der Bibel zu bemerken. Geschichten über die Verwandlung von Wasser in Wein mögen von den Kelten des 5. Jahrhunderts nicht verstanden worden sein, aber eine Frau, die Wasser in Bier verwandelt, machte diese Wunder für unsere heidnischen Vorfahren vielleicht realistischer. Fakt oder Fiktion? Wir werden es nie erfahren, denn in Irland heißt es: "Lass niemals die Wahrheit einer guten Geschichte im Wege stehen", und es gibt viele gute Geschichten über die heilige Brigid. Mehr als 40 Wunder werden ihr zugeschrieben. Ein beliebtes ist, als sie den König von Leinster bat, ihr Land für den Bau eines Klosters zu geben. Er willigte scherzhaft ein, ihr so viel Land zu geben, wie ihr Mantel bedecken könne, aber ihr Mantel dehnte sich irgendwie weit aus; am Ende kamen mehrere Hektar Land zustande. Brigid stand den Tieren nahe, und wenn sie eine Kuh berührte, produzierte diese angeblich zehnmal mehr Milch, selbst wenn sie bereits ausgetrocknet war. Sie heilte auch einen leprakranken Mann, trieb Dämonen aus, zähmte ein Wildschwein und besänftigte Stürme, um nur einige ihrer Wundertaten zu nennen. Wie aus der keltischen Göttin Brigid eine christliche Heilige gleichen Namens wurde Da die keltische Göttin Brigid die irische Tradition seit Jahrtausenden mit einer Mischung aus Verehrung und Furcht erfüllte, bevor das Christentum in Irland Einzug hielt, ist es nur allzu verständlich, dass unsere Vorfahren nur widerwillig bereit waren, sie vollständig zu verbannen, was zufälligerweise ungefähr zu dem Zeitpunkt geschah, als sie sich in die christliche Heilige Brigid verwandelte, die wir heute kennen. St. Brigid und die Heiligen Brunnen Heilige Brunnen waren für die alten Kelten heilige Orte. Als die Iren zum Christentum konvertierten, übernahmen sie viele Rituale aus ihrer keltischen Religion direkt in ihre neuen christlichen Traditionen. Die Tatsache, dass ihre allererste weibliche Heilige nach einer alten keltischen Göttin benannt wurde, erleichterte diese Umwandlung heiliger Stätten umso mehr. So findet man überall in Irland Brunnen, die nach der heiligen Brigid benannt sind. Unsere überragende Heilige aus dem 5. Jahrhundert hat wahrscheinlich nie einen Fuß in die Nähe der meisten dieser Brunnen gesetzt, aber ihr Name wurde ihnen durch ihre heidnische Namensvetterin Brigid verliehen. Noch heute sind die heiligen Brunnen der heiligen Brigid gut besucht. Ein kleines "Clootie" oder ein Stück Stoff wird in den Brunnen getaucht. Das Wasser wird verwendet, um Wunden zu waschen oder kranke Körperteile zu segnen. Das Tuch wird dann an einen Baum gebunden, um geistige Heilung zu erlangen. Noch heute sieht man alte Tücher an den Bäumen um diese heiligen Brunnen. St. Brigid, zeitweise bekannter als St. Patrick Die Mönche und Gelehrten, die Irland ab dem 6. Jahrhundert verließen, trugen die Geschichte von Brigids Leben und Hingabe nach England, Schottland, Wales und auf den europäischen Kontinent. Im Mittelalter war die heilige Brigid in Europa weitaus bekannter als der heilige Patrick. Ab dem 18. und 19. Jahrhundert trugen Missionare, Migranten und Gelehrte den Namen und den Geist der heiligen Brigid nach Amerika, Australien, Neuseeland, Afrika und in die ganze Welt. Spuren von Brigid, sowohl als Heilige als auch als Göttin, sind überall auf der Welt zu finden. Leider hat St. Brigid, im Gegensatz zu Patrick, keine Schriften hinterlassen, die uns etwas über ihren Hintergrund und ihre Mission verraten können. Infolgedessen wissen wir, ehrlich gesagt, eigentlich fast nichts über die historische Figur selbst. Dennoch: Lá Fhéile Bríde Shona Daoibh! Happy St. Brigid’s Day
- Wie Tausende Pfälzer sich in Irland integrierten
Switzer, Benner, Gleasure, Poff, Fitzell – Nachnamen, die für Iren so vertraut klingen wie Murphy und Sullivan. Aber das war nicht immer so. Als die Vorfahren dieser Familien zum ersten Mal nach Irland kamen, fühlten sie sich fremd und weit weg von ihrer Heimat. Kein Wunder, denn ihre Heimat war der südwestliche Teil von Rheinland-Pfalz, ein Land, das wiederum den Iren des 18. Jahrhunderts wohl so fern erschien wie heute Kleinasien. Protestantische Pfälzer als Gegenpol zur katholischen irischen Bevölkerung Im Mai 1709 kamen über 13.000 pfälzische Flüchtlinge nach England. Es handelte sich um Handwerker und Kleinbauern aus den Regionen Baden, Hessen und der Rheinpfalz. Die Pfälzer waren die Spitze einer Welle, die bis zu ihrem Abklingen über 30.000 Flüchtlinge nach England gebracht hatte. Sie sprachen viele verschiedene Dialekte, gehörten verschiedenen Glaubensrichtungen an und flohen vor Krieg, religiöser Verfolgung, schlechten Ernten und harten Wintern. Photo Credit: Historyireland.com Obwohl Irland nicht ihr erstes Ziel war, als sie in den ersten zehn Jahren des 18. Jahrhunderts flohen, ließen sich Tausende von ihnen mit dem Segen von Königin Anne von London aus hier nieder. In Irland wollten viele Grundbesitzer die Zahl der protestantischen Pächter auf ihren Ländereien erhöhen und gewährten den pfälzischen Pächtern großzügige Pachtverträge. Mit den Pfälzern und ihrem Arbeitsethos und -wissen glaubten die protestantischen Grundbesitzer das große Los gezogen zu haben. Eine starke Arbeitsmoral? Check! Beeindruckende Fähigkeiten in der Bodenbearbeitung und Tierhaltung? Check! Ruhige, pünktlich zahlende Pächter? Check! Sie erfüllten alle Kriterien. Auch dem englischen Hof kam die Ansiedlung protestantischer Pfälzer in Irland gut zupass, wollte man doch einen Gegenpol zur katholischen Bevölkerung schaffen. Etwa 538 Familien wurden als Pächter auf den Ländereien anglo-irischer Grundbesitzer angesiedelt. Viele der Siedler konnten sich jedoch nicht dauerhaft etablieren, und 352 Familien sollen ihre Höfe verlassen haben, wobei viele nach England zurückkehrten. Ende 1711 lebten nur noch etwa 1.200 Pfälzer in Irland. Sir Thomas Southwell Der eigentliche Grund für das Scheitern war zum einen die mangelnde politische Unterstützung für die Siedlung, zum anderen die später sehr erhöhten Pachtbeträge, die sich die meisten Siedler nicht mehr leisten konnten. Erfolgreich war die Siedlung der Pfälzer jedoch in zwei Gebieten: in den Grafschaften Limerick und Wexford. 150 Familien wurden in Limerick im Jahr 1712 auf den Ländereien der Familie Southwell in der Nähe von Rathkeale angesiedelt. Innerhalb kurzer Zeit hatten sie sich erfolgreich in der Hanf- und Flachszucht sowie in der Viehzucht etabliert. Überhaupt unterschieden sich die Anbaumethoden der Pfälzer in mehreren Aspekten von ihren irischen Nachbarn. Die Pfälzer betrieben nicht nur Viehwirtschaft, sondern in größerem Maße auch Ackerbau, wobei Getreide, Gemüse und Obst angebaut wurde. Das gewährte dann auch größeren Schutz gegenüber Ernteausfällen als eine einseitige Wirtschaftsführung, was sich insbesondere während der von der Kartoffelfäule ausgelösten Hungersnot der 1840er Jahre als entscheidender Vorteil erwies. Weder wirtschaftlich noch physisch litten die Pfälzer so stark wie die Iren, da die Kartoffel bei ihnen eher eine untergeordnete Rolle gespielt hatte. Etwa zur gleichen Zeit ließ sich in Wexford eine große pfälzische Bevölkerung auf den Ländereien von Abel Ram in der Nähe von Gorey nieder. Die charakteristische pfälzische Lebensweise blieb in diesen Gebieten bis weit ins 19. Jahrhundert hinein erhalten. Heute sind Namen Pfälzer Ursprungs wie Sholdice (die Namen wurden nach Gehör anglisiert,aus Schultheiß wurde Sholdice, Weiß zu Vice, Reiter zu Writer, Switzer, Hick, Ruttle, Sparling, Tesky , Fitzell und Gleasure in ganz Irland verbreitet. Vivien Hicks' Arbeit zeigt, dass die Pfälzer eine durchaus umstrittene Rolle hatten. Pfälzische Familien sollen bei ihrer Ankunft oft eine Queen-Anne-Muskete ausgehändigt bekommen haben, zur Unterstützung der protestantischen Miliz. Als ein katholischer Ire 1798 in Kilfinnane gefangen genommen und gefoltert wurde, werden die Bartmans/Barkmans ausdrücklich als Teil der Miliz genannt, die den armen Burschen auf Befehl von Charles Silver Oliver auspeitschten. In ähnlicher Weise zeigen Hicks und andere einen Zusammenhang zwischen der Rolle einiger pfälzischer Familien aus Wexford (insbesondere die Hornicks werden erwähnt) im Widerstand gegen die katholische Arbeiterklasse der Whiteboys und dem anschließenden Massaker an protestantischen Familien in Scullabogue, Co. Wexford, während der Schlacht von New Ross im Jahr 1798. Die Anpassung an Sitten und Bräuche dauerte mehrere Generationen In der Regel heirateten die Pfälzer zunächst nur innerhalb ihrer eigenen Gemeinschaft und blieben so über Generationen hinweg kulturell und religiös eigenständig. Sie beteten in der Church of Ireland, folgten den frühen methodistischen Predigten und gründeten pfälzisch-methodistische Gesellschaften in Ballingrane, Courtmatrix, Killeheen, Pallaskenry, Kilfinnane und Adare. Die Sprachbarriere - die einfache Bevölkerung sprach Gälisch - war ein großes Hemmnis. Die erste Generation der Pfälzer sprach weder Englisch noch Gälisch. Auch die Haus- und Wohnkultur unterschieden sich deutlich von der der irischen Bevölkerung. die Häuser der "Palatines" waren mit Stroh oder Schiefer gedeckt, auch zweigeschossig und galten als gediegen und ordentlich. Der Historiker Patrick J. O’Connor schließt in seinem Werk People Make Places – the story of the Irish Palatines mit den Worten: „Letztendlich führt alles zurück zu einem Volk, das 1709 aus Deutschland kam und einen Beitrag leistete, der in keinem Verhältnis zu seiner Anzahl stand, für Irland und für die Welt.“ Wer sich für dieses Thema interessiert oder es vertiefen möchte: Das Erbe der Diaspora in diesem Land wird heute von der Irish Palatine Association stolz bewahrt, deren Museum sich in Rathkeale befindet, wo noch immer viele Nachkommen der ursprünglichen Familien auf dem Land der ersten Siedlung leben.
- Reisepläne? Hier die meistbesuchten Attraktionen Irlands
Das neue Jahr ist noch ganz frisch und so mancher schmiedet vielleicht bereits Reisepläne für 2026. Für Eure Irland-Bucketlist hier die meistbesuchten Attraktionen in Irland 2024 laut OPW ( Office of public works ) - die Liste für 2025 hat das OPW noch nicht veröffentlicht. Es sind schon erstaunliche Zahlen - fast 14 Millionen Menschen ließen sich Irlands Schätze nicht entgehen. Wer mit schmalem Budget unterwegs ist, für den hat übrigens der Mittwoch eine besondere Bedeutung. Achtung! Freier Mittwoch - freier Eintritt An jedem ersten Mittwoch im Monat bieten viele OPW-Kulturerbe-Stätten freien Eintritt für Einzelpersonen und Familien. Eine Liste der teilnehmenden Attraktionen findet man hier auf der OPW-Website . Und hier geht's zur Liste der kostenfreien Sehenswürdigkeiten. Insgesamt 13,8 Millionen Besucher besuchten im Jahr 2024 die Kulturerbestätten des Office of Public Works (OPW) – wobei Dublin Castle als beliebteste Sehenswürdigkeit ganz oben auf der Liste stand. Weitere Ausflugstipps, Kurioses und Ziele abseits ausgelatschter Touristenpfade in Lisalinas Irlandblog Dublin Castle Das im Herzen von Dublin gelegene Dublin Castle wurde im frühen 13. Jahrhundert erbaut und diente als Machtzentrum der englischen (und später britischen) Regierung. Eine Voranmeldung https://www.dublincastle.ie/ wird empfohlen, da das Platzangebot begrenzt ist. Buchungen können bis zu 15 Tage im Voraus vorgenommen werden. Kilkenny Castle An zweiter Stelle folgt Kilkenny Castle mit 429.546 Besuchern in 2024, was einem Rückgang von 22.837 Besuchern oder 5 % gegenüber 2023 entspricht. Kilkenny Castle & Parklands - Grafschaft Kilkenny. Kilkenny Castle, der zentrale Punkt der Stadt Kilkenny, wirkt wie ein königlicher Palast und ist daher ein sehr prachtvoller Ort, den man besuchen sollte. Es ist wichtig zu wissen, dass der Besuch des Parks kostenlos ist. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Infos: https://www.9lebenverlag.com/post/schon-mal-von-der-mittelalterlichen-meile-in-irland-geh%C3%B6rt sowie https://www.9lebenverlag.com/post/irland-wo-einst-der-scheiterhaufen-brannte Rock of Cashel An dritter Stelle liegt der Rock of Cashel in Tipperary mit 365.505 Besuchern, was einem Anstieg von 2 % gegenüber 2024 entspricht. Der prächtige Rock of Cashel wurde ursprünglich als Festung im späten 4. oder 5. Jahrhundert als Sitz des Königtums von Munster und als Einweihungsort seiner Könige errichtet. Im 7. Jahrhundert taufte St. Patrick hier einen König von Munster, und 1101 schenkte der regierende König die Festung der Kirche. Dieses beeindruckende Bauwerk wurde 1869 als Nationaldenkmal in staatliche Obhut gegeben. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Kilmainham Gaol Das Kilmainham Gaol in Dublin, das für den Osteraufstand von 1916 steht, folgt mit 243.078 Besuchern, 15.000 weniger als im Vorjahr. Das 1796 als neues County Gaol für Dublin eröffnete Gefängnis hielt Tausende von Männern, Frauen und Kindern für alles Mögliche gefangen, von kleineren Vergehen bis hin zu organisierter Rebellion. Die Geschichten, die Sie bei der Führung hören werden, sind sowohl traurig als auch kraftvoll. Eine Voranmeldung ist erforderlich , da die Karten schnell ausverkauft sind. Die Reservierung beginnt 28 Tage vor Ihrem Besuch um Mitternacht irischer Zeit. Dún Aonghasa Photocredit Ronan Mac Giollapharaic Dun Aonghasa Die prähistorischen Meeresklippen von Dun Aonghasa auf den Aran-Inseln vor der Küste von Galway verzeichneten 146.089 Besucher, was einem Anstieg von 1,3 % entspricht. Die Daten für 2024 zeigen, dass Besucher weiterhin großes Interesse an Irlands historischen Burgen, Denkmälern und grünen Erholungsgebieten im ganzen Land haben. Dún Aonghasa ist die größte prähistorische Steinfestung auf den Aran-Inseln. Dún Aonghasa besteht aus drei massiven Trockensteinmauern, die von einem dichten Band aus zerklüfteten Steinen umgeben sind, und thront am Rande der Klippen - ein imposantes Bauwerk, das der Verteidigung dient. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Besucher sollten beachten, dass vom Besucherzentrum aus ein 1 km langer Fußweg zur Anlage führt, der über raue, natürliche Felsen führt. Am Rande der Klippen gibt es keine Zäune oder Barrieren. Ross Castle, Photocredit Robert Linsdell Ross Castle Ross Castle in Killarney (143.016) thront seit über 500 Jahren stolz über den Gewässern des Lough Leane. Es wurde im 15. Jahrhundert im heutigen Killarney-Nationalpark erbaut und war einst die Heimat der Oberhäupter des wilden O’Donoghue-Clans. Als wichtige Station entlang der Ring of Kerry-Route kann es von außen, innerhalb des Geländes und im Rahmen der beliebten Ross Castle-Tour bewundert werden. Brú na Boinne Brú na Boinne mit Newgrange und Knowth (133.991), Clonmacnoise (118.337). Brú na Bóinne (einschl. Newgrange and Knowth) - Grafschaft Meath. Diese UNESCO-Welterbe-Stätte besteht aus drei prähistorischen Ganggräbern - Knowth, Newgrange und Dowth, die um 3200 v. Chr. errichtet wurden und die größte Sammlung megalithischer Kunst in Westeuropa enthalten. Der Zugang zum Besucherzentrum ist für jedermann möglich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Zugang zu den Gräbern von Newgrange und Knowth ist nur mit Führung möglich und eine Voranmeldung ist erforderlich. Die Buchung ist 30 Tage vor dem Besuch um Mitternacht irischer Zeit möglich. Trim Castle Trim Castle Trim Castle - 113.372 Besucher - Grafschaft Meath Trim ist die größte normannische Burg in Irland, deren Bau 30 Jahre dauerte. Sie wurde in Form eines Kreuzes mit 20 Seiten gebaut und war von einem Graben, einer Ringmauer und einem mit Wasser gefüllten Graben umgeben, so dass sie fast uneinnehmbar war. Das Gelände von Trim Castle und der reizvolle Flussweg sind kostenlos zu besichtigen. Siehe auch " Mit Mel Gibson im Trim Castle " . Besuche in der Burg sind nur mit Führung möglich. Eine Voranmeldung ist nicht möglich; die Führungen sind ausgebucht und werden in der Reihenfolge der Anmeldungen durchgeführt. Die Führungszeiten können sich täglich ändern. Charles Fort Charles Fort - 96.253 Besucher - Grafschaft Cork Diese sternförmige Militärfestung, die die Mündung des Hafens von Kinsale bewacht, wurde Ende des 17. Jahrhunderts errichtet. Obwohl sie während der Wilhelminischen Kriege einer 13-tägigen Belagerung standhielt, erwiesen sich die Konstruktion und der Standort des Forts letztlich als fehlerhaft. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Barryscourt Castle in der Grafschaft Cork wird nächsten Monat eröffnet, während Emo Court in Laois und Ormond Castle in Tipperary wieder für Besucher geöffnet werden, teilt das OPW mit. Wachsende Zahl von Besuchern, die irische Kulturerbe-Stätten als großartige Ausflugsziele betrachten Gleichzeitig stehen offenbar auch die großen Parks wie der Phoenix Park , St. Stephen's Green und die Parkanlagen rund um Doneraile Court weiterhin ganz oben auf der Liste der Irlandbesucher. Garnish Island Letztes Jahr hat das OPW einen neuen Führer über die historischen Gärten Irlands herausgegeben. Dieser umfassende Führer zu jedem der 32 traumhaften Parkanlagen des OPW umfasst einige der ikonischsten Gärten und berühmtesten Pflanzensammlungen Irlands , von den international bekannten Nationalen Botanischen Gärten in Glasnevin in Dublin bis Ilnacullin/Garnish Island mit seiner Sammlung exotischer und seltener Pflanzen der südlichen Hemisphäre. Man kann auch einen wunderbaren Tag unter den 4500 Bäumen und Sträuchern des John F. Kennedy Arboretum in New Ross (Co. Wexford) verbringen, einem Freilichtmuseum für Bäume, von denen einige noch aus der Zeit der Dinosaurier stammen. Hier geht's zum (englischsprachigen) Führer über die 32 schönsten Parkanlagen Irlands.
- Irische Neujahrstraditionen - allen ein gutes Neues Jahr 2026!
Irland ist, wie wir wissen, ein Land, das historisch mit vielen Mythen und Legenden gesegnet ist. Der Beginn eines neuen Jahres war und ist in Irland immer auch eine Zeit der Hoffnung. Hier 5 typisch irische Neujahrsbräuche. Wir wünschen allen ein wunderbares neues Jahr, möge es nur Gutes bringen! #1 Mit Brot an die Türen und Wände klopfen Mit diesem Brauch glaubte man das Pech aus dem Haus jagen zu können und gute Geister für das neue Jahr einzuladen. #2 Kohlen im Haus Man glaubt, wenn man Kohlen im Haus hat, dann wird man im neuen Jahr keine Armut bzw. keinen Mangel leiden. #3 Für Verstorbene Familienmitglieder den Tisch mitdecken An Neujahrsnacht decken Familien in ganz Irland einen Platz am Esstisch für diejenigen mit, die im Vorjahr verstorben sind. Gleichzeitig lässt man die Tür unverschlossen. #4 Federn oder Mistelzweig unters Kopfkissen des künftigen Partners Es wurde früher geraten, jener Person, die als zukünftiger Partner gedacht war, einen Mistelzweig oder eine Feder unters Kopfkissen zu legen. Das sollte dafür sorgen, dass der zukünftige Partner von einem träumen wird. #5 Wichtig, die Türen! An Silvester ist es empfehlenswert, das Haus durch die Vordertür zu betreten und durch die Hintertür zu verlassen. Das soll Glück bringen.
- Wie feiert Irland Weihnachten? 11 Antworten für Weihnachtfans
Weihnachten in Irland ist mehr als nur ein Feiertag; es ist eine herzliche Mischung aus Glauben, Folklore, Essen, Musik und seit Generationen gepflegten Traditionen. Obwohl Irland diese Jahreszeit ähnlich wie der Rest der Welt feiert, hat das Land seine eigenen einzigartigen Bräuche, die seine Kultur und Geschichte widerspiegeln. Von der beleuchteten Kerze im Fenster an Heiligabend bis zur beliebten Late Late Toy Show. Ganz gleich, ob man im Dezember eine Reise nach Irland plant oder einfach nur die irische Tradition zu Hause erleben möchte. Heute nehme ich Euch mit! Weihnachten in Irland. Irische Weihnachtsdekorationen - Stechpalme und Efeu In Irland beginnt die Weihnachtsdekoration traditionell Anfang Dezember. Familien hängen Kränze an ihre Türen, schmücken ihre Häuser mit Lichterketten und bringen frische Stechpalmen und Efeu ins Haus, die mit alten keltischen Wintertraditionen in Verbindung stehen. Die Stechpalme mit ihren roten Beeren galt als Zufluchtsort für gute Geister, und in der irischen Folklore glaubte man, dass sie Unglück abwehrte. Stechpalme und Efeu gehören somit zu den traditionellsten Weihnachtsdekorationen in Irland. Diese widerstandsfähigen immergrünen Pflanzen stehen für ewiges Leben und wurden schon lange vor der Christianisierung Irlands verwendet. Die alten Kelten glaubten, dass Stechpalmen Schutzkräfte besitzen, und sie um Türen und Fenster herum anzubringen, sollte böse Geister abwehren. Auch heute noch werden Stechpalmenkränze an Haustüren aufgehängt, oft mit roten Bändern verziert oder mit Beeren und Schleifen geschmückt. Kerze im Fenster Eine der bekanntesten irischen Weihnachtsdekorationen ist die Kerze im Fenster. Traditionell wurde sie am Heiligabend im vorderen Fenster irischer Häuser platziert und symbolisierte die Begrüßung von Maria und Josef auf ihrer Suche nach einer Unterkunft. Sie signalisierte auch Gastfreundschaft gegenüber Reisenden und war während der britischen Herrschaft ein geheimes Zeichen der Begrüßung für katholische Priester. Heute werden aus Sicherheitsgründen oft elektrische Kerzen verwendet, aber die Tradition lebt als starkes Symbol für irische Herzlichkeit und Glauben weiter. Der Weihnachtsbaum Der Weihnachtsbaum wurde in Irland im 19. Jahrhundert unter dem Einfluss europäischer Bräuche populär. Heute sind die Straßen in Dublin, Galway und Cork mit funkelnden Weihnachtslichtern beleuchtet, was die Innenstädte während der Weihnachtszeit zu magischen Orten macht. In Irland ist der traditionelle Tag für das Aufstellen des Weihnachtsbaums der 8. Dezember, das Fest der Unbefleckten Empfängnis. Dieses Datum markierte für viele katholische Familien den Beginn der Weihnachtszeit und fiel auch mit der Zeit zusammen, in der die Landbevölkerung in die größeren Städte fuhr, um Einkäufe für die Feiertage zu tätigen. Krippenszenen In vielen irischen Haushalten stehen Krippensets, die auf Irisch „mangairlí” genannt werden. Diese Sets enthalten oft handgeschnitzte Figuren von Maria, Josef, dem Jesuskind, Hirten und den drei Weisen. In streng religiösen Haushalten wird das Jesuskind erst am Weihnachtsmorgen in die Krippe gelegt, um die Vorfreude auf das Fest aufrechtzuerhalten. Der Weihnachtsmann auf Irisch Der Weihnachtsmann, auf Irisch als Daidí na Nollag (Vater von Weihnachten) bekannt, wird in der Republik Irland und Nordirland liebevoll „Santy” genannt. Kinder hängen an Heiligabend Strümpfe auf und warten gespannt auf die Geschenke, die Santy ihnen bringt. In vielen irischen Haushalten stellen Familien ein Stück Mince Pie und ein Glas Guinness (anstelle von Milch) für Santy bereit, zusammen mit einer Karotte für seine Rentiere. Und natürlich wartet jedes Shopping Center mit einem Santa auf, der in seiner Grotto auf Kinder wartet. Photo credit: Waterford-news.ie Das Weihnachtsschwimmen Am Weihnachtsmorgen nehmen Tausende hartgesottene Menschen in ganz Irland am Weihnachtsschwimmen teil. Sie tauchen tapfer ins eisige Wasser des Atlantiks oder der Irischen See ein. Beliebte Orte sind unter anderem Forty Foot in Dublin, Salthill in Galway und Sandycove in Cork. Auch wenn das Schwimmen abschreckend wirken mag, handelt es sich um eine Wohltätigkeitsveranstaltung, bei der die Teilnehmer oft Spenden für lokale Zwecke sammeln. Diese Tradition bringt die Gemeinden zusammen und zeigt die Ausdauer und Festtagsstimmung der Iren. Traditionelles irisches Weihnachtsessen Das Essen spielt eine zentrale Rolle zu Weihnachten in Irland. Das traditionelle irische Weihnachtsessen besteht in der Regel aus gebratenem, gefülltem Truthahn oder Gans, Schinken, Bratkartoffeln, Rosenkohl und Soße. Als Dessert wird Christmas Pudding (ein reichhaltiger, mit Whiskey oder Brandy getränkter Früchtekuchen) serviert, der oft flambiert wird, bevor er mit Sahne oder Vanillesoße genossen wird. Mince Pies und reichhaltige Früchtekuchen gehören während der gesamten Weihnachtszeit dazu. Weihnachtseinkäufe in Irland Mitte des 20. Jahrhunderts war der 8. Dezember, das Fest der Unbefleckten Empfängnis, auch der wichtigste Tag für Weihnachtseinkäufe in Irland. An diesem Tag blieben die Schulen geschlossen, und Familien aus ländlichen Gebieten fuhren in die Städte, um Geschenke, Dekorationen und Weihnachtsartikel zu kaufen. Geschäfte wie Clerys in Dublin boten Kunden, die mehr als 5 Pfund ausgaben, eine Rückerstattung der Zugfahrkarte an, was die Bedeutung dieses Tages unterstrich. Inzwischen, Stichworte Online-Shopping, Black Friday, hat diese Tradition ihre Bedeutung verloren. Feiertagszeit Traditionell dauerte die irische Feiertagszeit vom ersten Weihnachtsfeiertag bis zum 6. Januar (Little Christmas oder Nollaig na mBan). Der 6. Januar ist als „Frauenweihnachten” bekannt, ein Tag, an dem sich die Frauen nach wochenlangen Vorbereitungen für die Feiertagsmahlzeiten und Festlichkeiten ausruhten. Damit endete in Irland offiziell die Weihnachtszeit. Bis zu diesem Datum blieben auch die Häuser geschmückt, da man glaubte, dass ein vorzeitiges Entfernen der Dekoration Unglück bringe. Photo credit: Dublinlive.ie The Late Late Toy Show Die vielleicht beliebteste und unglaublich "irische" Tradition ist The Late Late Toy Show , die Ende November ausgestrahlt wird. Kinder präsentieren Spielzeug, führen Sketche auf und freuen sich über Überraschungen, während Familien in ganz Irland zusammenkommen, um zuzuschauen. Die Toy Show markiert den inoffiziellen Beginn der Weihnachtszeit und hat Generationen von irischen Kindern geprägt. Irische Weihnachtsmusik In Irland ist die Luft zu Weihnachten voller Musik. Von lokalen Chören, die auf Kopfsteinpflasterstraßen Weihnachtslieder singen, bis hin zu modernen Klassikern prägen Lieder die Atmosphäre der Feiertage. „ Fairytale of New York ” von The Pogues gilt als Irlands inoffizielle Weihnachtshymne. Weitere beliebte Melodien sind " Christmas in Killarney " , traditionelle Weihnachtslieder wie „ O Come All Ye Faithful ”, gesungen auf Irisch (Adeste Fideles) und unser Lieblingsstück ist " Miss Fogarty' Christmas cake " (der Text! :-D). Halten wir fest: Weihnachten in Irland ist ein Fest des Alten und Neuen, eine Mischung aus religiöser Hingabe, kultureller Tradition und fröhlicher Festlichkeit. Vom Anzünden von Kerzen in den Fenstern über das Anschauen der Toy Show bis hin zum brrr ... Weihnachtsbad. Ob man durch die funkelnde Grafton Street in Dublin spaziert, Weihnachtspudding am Kamin genießt oder den Klängen irischer Weihnachtslieder lauscht – eines ist sicher: Weihnachten in Irland ist nicht nur ein Feiertag. Es ist eine lebendige Tradition, die mit Wärme und Stolz von Generation zu Generation weitergegeben wird.
- Irland: Schockverliebt in ein Puppenhaus im Co. Wexford
Als ich das erste Mal dieses Cottage sah, war ich sofort schockverliebt. Über Geschmack lässt sich trefflich streiten, aber ich mag nun mal Häuschen im Zuckerbäcker-Stil. Mit Sicherheit kann dieses "Doll's House" genannte ehemalige Torhaus als außergewöhnlich bezeichnet werden. Das charmante kleine Häuschen kann sogar gemietet werden - es liegt nur einen kurzen Spaziergang vom Johnstown Castle und 5 Autominuten von Wexford entfernt. Ursprünglich wurde es im Jahr 1900 von einer englischen Familie namens Moody erbaut. Obwohl es als Torhaus für das Anwesen Rathaspeck Manor gedacht war, sollen viele Einheimische fälschlicherweise geglaubt haben, es sei das extravagante Puppenhaus für die Tochter des Besitzers. Man glaubt es kaum, noch vor nicht allzu langer Zeit war das Häuschen in einem beklagenswerten Zustand. Das Dach musste dringend repariert werden, und die einst leuchtenden Farben waren verblasst. Vor etwa zehn Jahren begann sich das Schicksal zum Besseren zu wenden. Das Dach wurde mit Hilfe einer Förderung durch den Irish Heritage Council erneuert. Im Jahr 2014 wurde das Puppenhaus von Denis Frayne Limited, einem Bauunternehmen, das sich auf die Restaurierung alter Gebäude spezialisiert hat, neu gestrichen und in seinem früheren Glanz wiederhergestellt. Auch das Innere des Cottage (zwei Schlafzimmer, ein Wohnzimmer und eine Küche) wurde restauriert. Das Häuschen sieht so gar nicht "irisch" aus - wie kommt das? Es wird angenommen, dass das "Design" des Häuschens von der Exposition Universelle stammt, einer „Weltausstellung“, die im Jahr 1900 in Paris stattfand. Diese große Ausstellung zeigte u. a. verschiedene architektonische Strukturen, Maschinen und Erfindungen, wie beispielsweise den Dieselmotor und die Rolltreppe. Die derzeitige Theorie besagt, dass das Puppenhaus tatsächlich von der Exposition Universelle in Frankreich nach Irland verschifft und dann vor den Toren des Herrenhauses wieder aufgebaut wurde. Wie auch immer es war, es ist defintiv etwas ganz Besonderes. Braucht ihr noch ein Weihnachtsgeschenk? Wie wäre es mit einem guten Buch für Irland-Fans oder mit einem tollen Irland-Fotokalender 2026, z. B. dem von Holger Hess, versandkostenfrei erhältlich unter holgerhess.com
- Irlands große Hungersnot - 5 lehrreiche Ausflugsziele zum Thema
Die zeitgenössische Zeichnung stellt Bridget O’Donnel und ihre Kinder dar. Ihre Geschichte wurde in der Illustrated London News vom 22. Dezember 1849 dargestellt: „… im November letzten Jahres wurden wir vor die Tür gesetzt, da wir mit der Pacht in Rückstand waren. Ich lag zu diesem Zeitpunkt im Fieber … sie begannen damit das Haus niederzureißen und hatten die Hälfte bereits abgerissen, als zwei Nachbarfrauen, Nell Spellesley und Kate How, mich hinaus trugen … Ich wurde in eine Hütte getragen und lag dort acht Tage lang, bis ich die Kreatur (das Kind) tot geboren hatte. Danach lag ich noch drei Wochen darnieder. Meine ganze Familie bekam Fieber, und ein Junge, 13 Jahre alt, starb vor Entbehrung und Hunger, während wir krank darnieder lagen.“ Die Jahre von 1845 bis 1852 gehören zu den tragischsten Irlands - sie beeinflussten nicht nur Irland, sondern auch die Geschichte und Zukunft anderer Länder, da mehr als zwei Millionen Iren auswanderten, während mindestens eine Million Iren auf ihrer Insel starben. Die Große Hungersnot ist definitiv das einschneidenste Ereignis der irischen Geschichte. Die Iren nennen diese Zeit Gorta Mór , der große Hunger. Fakt ist: Von dem massiven Bevölkerungsverlust hat sich Irland bis in die Gegenwart nicht erholt. Wir nehmen euch mit auf eine Zeitreise in diese dramatische Vergangenheit. Schlau machen kann man sich zu dem Thema an verschiedenen Orten, beispielsweise im National Famine Museum und/oder an den nachfolgend genannten: 1) Hungerschiff Jeanie Johnston in Dublin: Während der Hungersnot flohen eine Million Iren aus Irland. 2500 nahmen die strapaziöse Reise mit der Jeanie Johnston auf sich. Wer eine Reise in die Vergangenheit machen möchte, erhält einen guten Einblick in das Leben an Bord eines Hungerschiffes und hört die Geschichten der Menschen, die die beschwerliche Reise unternommen haben. 2) Die Hungersnot-Gedenkstätte in Dublin: 'Famine' (1997) wurde von Norma Smurfit in Auftrag gegeben und 1997 der Stadt Dublin übergeben. Die Skulptur ist ein Gedenkwerk für die Iren, die während der Hungersnot im 19. Jahrhundert zur Auswanderung gezwungen waren. Die Bronzeskulpturen wurden von dem Dubliner Bildhauer Rowan Gillespie entworfen und angefertigt und befinden sich am Custom House Quay in den Dubliner Docklands. Dieser Standort ist besonders passend und historisch, da eine der ersten Fahrten während der Hungersnot auf der „Perserverance“ stattfand, die am St. Patrick's Day 1846 vom Custom House Quay ablegte. Kapitän William Scott, gebürtig von den Shetland-Inseln, war ein Veteran der Atlantiküberquerung und gab seinen Bürojob in New Brunswick auf, um die Perserverance von Dublin aus zu steuern. Er war 74 Jahre alt. Der Steuertarif für das Schiff betrug 3 Pfund, und 210 Passagiere nahmen an der historischen Reise teil. Sie landeten am 18. Mai 1846 in New York. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder überlebten die Reise. Im Juni 2007 wurde eine zweite Serie von Hungerskulpturen des Künstlers Rowan Gillespie von Präsidentin Mary McAleese am Kai im Ireland Park von Toronto enthüllt, um an die Ankunft dieser Flüchtlinge in Kanada zu erinnern. credit Magnumlady 3) Das irische Arbeitshaus Zentrum in Galway: Der Poor Law Act in Irland wurde im Juli 1838 verabschiedet. Er machte das Arbeitshaus zu einem zentralen Element in jeder Union in Irland. Sein Zweck war es, diejenigen zu versorgen, die nicht für sich selbst sorgen konnten. Diese Menschen waren die Schwächsten in der Gesellschaft, die Alten, Kranken, Waisen und diejenigen, die keine Arbeit, kein Geld und kein Essen hatten. 163 Arbeitshäuser gab es in Irland bis in die 1920er Jahre, die in zwei Phasen errichtet wurden. Die ersten 130 wurden vor 1850 eröffnet, die letzten 33 wurden nach An Gorta Mór, der großen Hungersnot, eingerichtet. Das The Irish Workhouse Centre liegt etwas außerhalb von Portumna in Co. Galway. Es ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Besucher, die sich für die Geschichte Irlands und die Versorgung der Armen und Kranken interessieren. Man erlebt ein echtes Arbeitshaus von innen, das seit den 1850er Jahren praktisch unverändert ist. credit Suckindiesel 4) Das Dunbrody Hungerschiff in New Ross , Co. Wexford: Das Dunbrody Famine Ship ist eine der bedeutendsten Touristenattraktionen im Südosten Irlands. Im Mittelpunkt steht der authentische Nachbau eines Auswandererschiffs aus den 1840er Jahren, der die Erfahrungen der Emigranten mit der Hungersnot auf erstklassige Weise interpretiert: Mit Führungen, kostümierten Darstellern und thematischen Ausstellungen von höchster Qualität bietet „The Dunbrody“ einen einzigartigen Einblick in den Mut und die Tapferkeit, mit denen die Iren einer verzweifelten Situation begegneten. Slievemore deserted village, Achill Island by Mike Parker 5) Das verlassene Dorf Slievemore , Achill Island, Co. Mayo: Es ist eine eindringliche Erinnerung an vergangene Zeiten. Das verlassene Dorf Slievemore besteht aus etwa 80 bis 100 Steinhäusern, die sich entlang einer kilometerlangen Straße an den Südhängen des Slievemore Mountain befinden. Arte hat dazu eine gute Doku gemacht. Arte schreibt: "1845: Eine große Hungerkatastrophe hat Europa fest im Griff. Sie führte vor 175 Jahren zu politischen Unruhen und Umstürzen, unzählige Menschen starben. (...) In Irland, wo die Kartoffel das Hauptnahrungsmittel für die meisten Menschen darstellte, waren die Auswirkungen besonders extrem. Eine Million Iren starben, zwei Millionen wanderten zwischen 1845 und 1855 aus. Irland ist noch heute das einzige westliche Land mit einer geringeren Bevölkerungszahl als in den 1840er Jahren. Anhand von Gesprächen mit Historikern und von Zeitzeugenberichten ergründet „Die große Hungersnot in Irland“ die Hintergründe dieser humanitären Katastrophe des 19. Jahrhunderts auf dem europäischen Festland sowie in Großbritannien und Irland. Der i Dokumentarfilm veranschaulicht verheerende Zusammenhänge und Folgen: eine bäuerliche Unterschicht, die sich angesichts der existenziellen Bedrohung zu Mord, Plünderung und Kannibalismus getrieben sah; eine kapitalistische, meist britische Elite in Irland und Großbritannien, die vor nichts zurückschreckte, um die eigenen Interessen zu schützen. Irland war zwar seit 1801 offiziell scheinbar gleichberechtigt im Staatsnamen „Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland“ vertreten, de facto betrachteten die Briten Irland aber als eine ihrer vielen Kolonien." rte vor 175 Jahren zu politischen Unruhen und Umstürzen, unzählige Menschen starben. Mit einer Million Toten und zwei Millionen Auswanderern am weitaus stärksten betroffen war Irland, das von Großbritannien, der damals reichsten und mächtigsten Nation der Welt, regiert wurde. Vor 175 Jahren wurde Europa von einer verheerenden Hungersnot heimgesucht. Ausgelöst wurde die Krise durch einen aus Südamerika eingeschleppten heimtückischen Pilz, der die Kartoffelernten vernichtete. In Frankreich, Belgien, Holland, Schottland und dem Königreich Preußen fielen Hunderttausende Menschen Hunger und Krankheiten zum Opfer. In Irland, wo die Kartoffel das Hauptnahrungsmittel für die meisten Menschen darstellte, waren die Auswirkungen besonders extrem. Eine Million Iren starben, zwei Millionen wanderten zwischen 1845 und 1855 aus. Irland ist noch heute das einzige westliche Land mit einer geringeren Bevölkerungszahl als in den 1840er Jahren. Anhand von Gesprächen mit Historikern und von Zeitzeugenberichten ergründet „Die große Hungersnot in Irland“ die Hintergründe dieser humanitären Katastrophe des 19. Jahrhunderts auf dem europäischen Festland sowie in Großbritannien und Irland.
- Irlands National Famine Museum
Die Geschichte Irlands ist, wie wir wissen, reich und komplex, wobei die Große Hungersnot das einschneidenste Ereignis der irischen Geschichte ist. Die Iren nennen diese Zeit Gorta Mór , der große Hunger. Die Jahre von 1845 bis 1852 gehören zu den tragischsten Irlands - sie beeinflussten nicht nur Irland, sondern auch die Geschichte und Zukunft anderer Länder, da mehr als zwei Millionen Iren auswanderten, während mindestens eine Million Iren auf ihrer Insel starben. Die irischen Auswanderer wiederum setzten die Räder für Irlands mächtige und umfangreiche, weltweite Diaspora in Bewegung. Von dem massiven Bevölkerungsverlust hat sich Irland übrigens bis in die Gegenwart nicht erholt. Was bietet das Museum? Das Strokestown Irish National Famine Museum beherbergt eine der größten Sammlungen von Fotos, Dokumenten und Exponaten zur Kartoffelfäule im ganzen Land. Es bietet einen hervorragenden und erschütternden Einblick in die Schrecken der großen Hungersnot und in das, was die Arbeiter während der Hungersnot tun mussten, um zu überleben. Es beherbergt auch die Geschichte des Strokestown Manor und verdeutlicht die Kluft zwischen den Wohlhabenden und denen, die für sie arbeiteten. Das Museum zeigt die Zustände im großen Arbeitshaus von Strokestown; allein dort starben oder wanderten über 5 000 Menschen aus. Der Hausherr wurde schließlich auf dem Höhepunkt der Hungersnot ermordet und das Haus verfiel langsam, bis die Restaurierung begann. Alle Dokumente und Werkzeuge im Museum wurden bei dieser Restaurierung freigelegt. Die große Hungersnot kurz erklärt Irland stand seit dem Jahr 1541 völlig unter englischer Herrschaft. Der Boden in Irland gehörte überwiegend englischen Großgrundbesitzern. Die irischen Bauern bearbeiteten das Land als Pächter, bauten darauf Getreide und Kartoffeln an und hielten kleine Mengen Vieh. Getreide und tierische Produkte dienten zur Pachtzahlung an die Großgrundbesitzer und wurden nach England verbracht, wohingegen die Kartoffeln, die einfach, billig und schnell anzubauen waren, das Grundnahrungsmittel der irischen Bevölkerung darstellten. Schon ein kleines Stück Land reichte, um eine Großfamilie mit Kartoffeln zu ernähren. Da etwa die Hälfte der acht Millionen Iren sich ausschließlich von Kartoffeln ernährte, entstand eine Abhängigkeit von dieser Nahrungsquelle, die Volkswirtschaftler schon vor der Hungersnot als große Gefahr erkannt hatten. Seit der Katholikenemanzipation beginnend im Jahr 1778 hatten die katholischen Iren zwar das Recht erhalten, Land zu besitzen, sie hatten aber nur selten die Mittel, dieses zu kaufen. Da 72 % der irischen Bevölkerung von der Landwirtschaft lebte, wurde das Pachtland immer knapper. Beschäftigungsmöglichkeiten außerhalb der Landwirtschaft waren praktisch nicht vorhanden, da außer in Nordirland (Ulster) wenig Industrie existierte, ihr Wachstum war durch einseitige Zollschutzmaßnahmen Großbritanniens stark beschränkt. In Großbritannien frönte man der Laissez-faire Wirtschaftspolitik, somit wollte man in das Geschehen nicht eingreifen. So erlebten die Iren zu ihrer großen Verbitterung, dass unverdrossen große Mengen an Nahrungsmitteln von Irland nach England verbracht wurden, während viele Menschen in Irland verhungerten. Das muss man sich mal vorstellen: Die meiste Zeit der fünfjährigen Hungerperiode hindurch war Irland ein Nettoexporteur für Nahrungsmittel. Im Herbst 1846 war nicht nur die Kartoffelernte, sondern aufgrund des ungünstigen Wetters auch noch die Weizen- und Haferernte betroffen. Dennoch mussten die irischen Pächter weiterhin die volle Pacht aufbringen und hierzu Getreide und tierische Produkte verkaufen, die nach England exportiert wurden. Angeblich lagen für jedes Schiff, das Nahrungsmittel nach Irland brachte, mehrere Schiffe im Hafen, die Nahrungsmittel ausführten. Pächter, die die Pacht nicht aufbringen konnten, wurden von Haus und Hof vertrieben (oft wurden die Häuser dabei als Strafe abgebrannt) und verloren damit jegliche Lebensgrundlage. Dies widerfuhr Zehntausenden; ein berüchtigtes Beispiel hierfür ist der Ballinlass Incident . Den National Famine Way erkunden Das National Famine Museum ist auch der Ausgangspunkt für den National Famine Way , einen Wander- und Radweg, der auf den Spuren der 1490 Strokestown-Pächter verläuft, die, nachdem sie ihre Miete nicht bezahlen konnten, von Roscommon nach Dublin marschieren mussten, um an Bord der Auswandererschiffe zu gehen. Entlang des Weges stehen etwa 30 Bronzeskulpturen von Kinderschuhen, die an die Jungen und Mädchen erinnern, die den Weg zu Fuß zurücklegten. Man kann eine App für geführte Audiotouren herunterladen und Stempel in einem Pass sammeln, der einem jungen Emigranten aus der Hungersnot, Daniel Tighe, gewidmet ist. Eine durchaus familien- und hundefreundliche Urlaubsidee. Der National Famine Way endet am EPIC The Irish Emigration Museum , einem mehrfach ausgezeichneten Museum, das 1500 Jahre irische Geschichte erzählt und erklärt, wie, wo und warum die Iren ausgewandert sind und welchen Einfluss sie auf die Welt hatten. Ein tolles Museum - wirklich sehr empfehlenswert! Ganz in der Nähe des EPIC liegt auch das Jeanie Johnston Famine Ship vor Anker. Im Mai 1847 mussten die armen, halb verhungerten Strokestown-Pächter sage und schreibe 165 Kilometer bis zu den Docklands von Dublin laufen, um einen dieser nicht umsonst Coffin Ships zu besteigen. Viele kamen halb tot am Zielort an, andere gar nicht. Parken, Eintritt und was man sonst noch wissen muss Das Irish National Famine Museum ist gut zugänglich. Es gibt reichlich Parkplätze, einen kleinen Museumsshop sowie ein Café. Die selbstgeführte Tour umfasst einen audiovisuellen Raum, der pro Zyklus etwa zehn Minuten dauert. Die gesamte Führung kann zwischen 30 und 90 Minuten dauern, je nachdem, wie viel man lesen möchte. Der Museumsrundgang schließt mit einer großen Ausstellung, die Hunger und Hungersnot in der heutigen Welt zeigt und die Menschen sowohl über die Geschichte als auch über die Zukunft des Hungers in der Welt aufklären soll. Man kann auch an einer Führung durch Strokestown House teilnehmen, dem palladianischen Herrenhaus, das seine ursprüngliche Einrichtung und Ausstattung bewahrt hat. Es ist vollgepackt mit persönlichen Gegenständen der Familie Pakenham Mahon und wurde sorgfältig aufbewahrt, um zu zeigen, wie das Leben des Landadels aussah. Gezeigt wird auch das Leben des Personals, das „unter der Treppe“ lebte. Nach der Besichtigung des Hauses kann man durch die ummauerten Gärten und den Wald spazieren. Fazit: Das National Famine Museum in Strokestown bietet einen hervorragenden und erschütternden Einblick in die Schrecken der Großen Hungersnot in Irland. Das restaurierte Herrenhaus und der Park stehen dabei in krassem Gegensatz zu dem Museum, das An Gorta Mór gewidmet ist, der zum Tod von über einer Million Iren und zur Auswanderung von einer weiteren Millionen führte. Wer das Thema vertiefen möchte - hier 5 tolle Ausflugsziele, die das Thema vertiefen. Wer das Thema vertiefen möchte, findet hier 5 passende Ausflugstipps !
- Irlands bemerkenswerteste Seenotrettung aller Zeiten - Wexford und die MV Kerlogue
Bei einem Bummel durch Wexford sahen wir dieses Denkmal. Es steht für eine der dramatischsten Rettungsaktionen in der irischen Seefahrtsgeschichte, bei der 168 deutsche Seeleute gerettet wurden. Die Seeleute waren auf dem Küstenmotorschiff MV Kerlogue aus Wexford unterwegs, um eine Ladung Orangen von Lissabon nach Dublin zu bringen, als sie auf drei deutsche Schiffe stießen, die von der RAF bombardiert worden waren und 700 Männer dem sicheren Tod im Meer überließen. Hier die ganze tragische Geschichte: Photo credit: Irish Examiner Bei der Rettungsaktion missachtet die zehnköpfige irische Besatzung entschlossen die Neutralität Irlands und bringt die MV Kerlogue so schnell wie möglich zum Ort der Explosion im Golf von Biskaya. Zehn Stunden lang ziehen Kapitän Thomas Donohue und seine Mannschaft 168 Männer aus dem Wasser. Leider haben sie zu wenig Platz auf ihrem Schiff, um alle Deutschen zu retten. Doch ihr heldenhafter Einsatz machte seinerzeit weltweit Schlagzeilen, und die Besatzung erhielt vom Marineministerium Tapferkeitsmedaillen. In den 1990er Jahren spricht der damalige Senator Dick Roche im irischen Senat über die Rolle seines Vaters bei dieser Mission. Er sagt: "Einer der stolzesten Besitztümer, die ich besitze, ist ein Orden, der ihm und anderen Besatzungsmitgliedern für die Rettung deutscher Seeleute im Dezember 1943 im Golf von Biskaya verliehen wurde, als sie Hunderte junger Männer aus dem Wasser holten." Sein Vater habe sein ganzes Leben lang unter Albträumen gelitten, weil er notgedrungen Hunderte von Männern zurücklassen musste, die im Meer sterben mussten. Eine der Enkelinnen des deutschen Seemans Richard Langer, der bei der Rettung sein Leben verlor sagte dem Irish Examiner : "Jedes Jahr am 29. Dezember schloss er sich mit einer Flasche Alkohol ein und verbrachte den Tag allein." Photo credit Irish Examiner Wiebke Hochhaus aus Bochum erzählt, ihr Großvater habe seinen "Wunderschal", den er in der Nacht seiner Rettung trug, aufbewahrt und ihn Familienmitgliedern umgelegt, wenn diese krank waren. "Dieser Schal gehörte zur Uniformausrüstung meines Großvaters und war das Einzige, was er in dieser Nacht bei sich hatte und das er dann mit nach Hause nahm", sagt sie. Nach der Rettung legte das Schiff am Neujahrstag 1944 in Cobh an, wo die Deutschen bis zu ihrer Verlegung nach Curragh interniert wurden. Viele von ihnen ließen sich später in Irland nieder und heirateten! Im Jahr 2015 wurde dieses Denkmal in Wexford enthüllt. Der damalige Bürgermeister, George Lawlor, sagte, sie sollten "niemals vergessen werden". Dieses Ereignis bleibe ganz einfach die bemerkenswerteste Seenotrettung in der Geschichte des irischen Volkes. Die selbstlose Tapferkeit, die die Besatzung der MV Kerlogue gegenüber den verunglückten deutschen Seeleuten an den Tag gelegt habe, sei schlichtweg eine Tat, die niemals vergessen oder in ihrer Bedeutung geschmälert werden dürfe. Seit wir in Irland leben, stoßen wir nahezu an jeder Ecke auf Bemerkenswertes, Interessantes oder Tragisches. Man kann oft gar nicht anders, als sich danach direkt über die Hintergründe und Historie schlau zu machen. Den Erkenntnisgewinn verarbeite ich in meinen Blogartikeln, in der Hoffnung, dass das Ein oder Andere vielleicht auch für Irlandfans interessant ist.











