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Schon gewusst? Der Ire, der zum reichsten Mann der Welt wurde

  • 25. März
  • 2 Min. Lesezeit
Porträt von John William Mackay

John William Mackay (1831–1902), ein gebürtiger Dubliner und bis heute der reichste Ire der Geschichte, verkörpert eine der beeindruckendsten Aufstiegsgeschichten aus irischen Wurzeln. Geboren am 28. November 1831 wächst er in ärmsten Verhältnissen in einem Slum am Rande Dublins auf. In einem Irland vor der Großen Hungersnot. Er teilte sich eine winzige Hütte mit Lehmfußboden, mit seinen Eltern und einer Schwester.


1840, da ist John neun, emigriert die Familie nach New York und muss ihr Leben im berüchtigten Five-Points-Slum, Manhattan, fristen. Der frühe Tod des Vaters zwingt den Jungen, die Schule abzubrechen und als Zeitungsjunge sowie später als Schiffszimmermann die Familie zu ernähren. Als seine Schwester alt genug ist, um die Familie zu unterstützen, folgt er mit 19 Jahren – wie viele Iren übrigens – dem kalifornischen Goldrausch. Nach sieben Jahren harter, oft erfolgloser Arbeit erwirbt er 1865 Anteile an der scheinbar unergiebigen „Kentuck“-Mine.


Porträt John William Mackay

Am Neujahrstag 1866 finden sie tatsächlich eine reiche Gold- und Silberader. Der ultimative Erfolg kommt 1873/74 mit dem „Big Bonanza“ im Comstock-Gebiet – der ergiebigsten Erzader der Geschichte. Als einer der „Bonanza Kings“ (zusammen mit irischstämmigen Partnern) erwirtschaftet John ein immenses Vermögen, das er mit erfolgreichen Unternehmungen im Bankwesen und in der Kommunikationsbranche zu mehren weiß. Aus Frustration über die Wucherpreise für die Verlegung von Unterwasserkabeln von den USA nach Irland, gründet er kurzerhand die Postal Telegraph Company.

Bei seinem Tod 1902 beläuft sich sein Vermögen auf schätzungsweise 50 bis 100 Millionen Dollar – umgerechnet heute etwa 50 bis 80 Milliarden Dollar. Er blieb zeitlebens bescheiden, schüchtern und von einem leichten Stottern begleitet, das ihn seit der Kindheit begleitete. Trotz seines Reichtums galt Mackay als zurückhaltend und stets großzügig gegenüber Freunden.


John William Mackay, einst der reichste Mann der Welt, ist aus der Geschichte verschwunden. Dabei zeigt seine Lebensgeschichte eindrucksvoll, wie er durch unbeirrbaren Willen, einer Portion Glück und harter Arbeit zu einem Weltvermögen kam.


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